Transfermarkt.de-Analyse Marktwerte 2. Bundesliga: Das sind die Gewinner und Verlierer

Jonas Hector (l.) vom 1. FC Köln und Douglas Santos vom Hamburger SV. Foto: imago/Philipp Szyza/De FodiJonas Hector (l.) vom 1. FC Köln und Douglas Santos vom Hamburger SV. Foto: imago/Philipp Szyza/De Fodi

Hamburg. Mehr Ab- als Aufwertungen gibt es bei Meister 1.FC Köln, ebenso beim gescheiterten Aufstiegsaspiranten Hamburger SV.

Kurz nach dem Ende der Zweitliga-Saison hat das Fußball-Portal transfermarkt.de die Marktwerte der  Spieler aktualisiert. Großer Verlierer bei der Analyse ist der Hamburger SV, der sein gestecktes Ziel, den Wiederaufstieg, verpasste. Eine Konsequenz nach der verpassten Rückkehr in die Bundesliga ist, dass zehn Spieler aus dem Kader abgewertet wurden. 

Auch beim FC St. Pauli lief die Rückrunde alles andere als nach Wunsch. Das spiegelt sich in den Marktwerten der Spieler wieder: Der im Winter verpflichtete "Fußball-Gott" Alex Meier hat den größten Wertverlust zu verzeichnen. 

Der dritte Verein aus dem Norden, Holstein Kiel, spielte eine gute Saison. Viele Spieler im Kader der "Störche" konnten ihren Marktwert steigern, aber auch bei den Kielern gibt es Verlierer der Marktwertanalyse. 

Zur Info: Der VfL Osnabrück wird in dieser Analyse noch nicht geführt, da sich die Werte  auf die abgelaufene Saison in der 2. Bundesliga beziehen.

Jorge Meré und Douglas Santos am wertvollsten

Betrachtet man die komplette Liga ist es etwas verwunderlich, dass gleich sechs Spieler des Meisters aus Köln zu den größten Marktwert-Verlierern gehören. Nationalspieler Jonas Hector, Torwart Timo Horn und auch Winter-Neuzugang Anthony Modeste verloren massiv an Wert. Die Teamkollegen Jorge Meré und Jhon Cordoba hingegen gehören, wie die beiden Hamburger Douglas Santos und Bakery Jatta zu den großen Marktwert-Gewinnern.

Douglas Santos steigert Marktwert, Lewis Holtby der große Verlierer

Trotz der enttäuschend verlaufenden Rückrunde konnte Douglas Santos seinen Marktwert steigern und ist nun zehn Millionen statt zuvor 7,5 Millionen Euro (33,3% Steigerung) wert. Der Brasilianer ist im Portfolio des HSV die wichtigste sportliche Personalie. Bei einem Verkauf des Olympiasiegers von 2016 wollen die Hamburger aber sicherlich mehr als zehn Millionen Ablöse generieren. 

Neben Santos spielte sich auch Bakery Jatta in den Vordergrund. Dank einer ordentlichen Rückrunde schoss sein Marktwert um 66,7 Prozent auf nun 2,5 Millionen Euro in die Höhe. Die größte prozentuale Steigerung im Kader des HSV erzielte jedoch Stürmer Manuel Wintzheimer. Der vom FC Bayern München gekommene Nachwuchsspieler ist nun 400.000 Euro wert, eine Steigerung von 166,7 Prozent.

Die beiden großen Verlierer beim HSV sind Lewis Holtby und Hee-chan Hwang. Sie verloren 40 Prozent ihres Marktwertes und werden beide den Verein zum Saisonende verlassen. 

Der "Fußball-Gott" floppt, die Nachwuchsspieler erhöhen Marktwerte

Als großer Heilsbringer wechselte Alex Meier zur Winterpause zurück zum FC St. Pauli. Doch der 36-Jährige konnte nur zu Beginn der Rückrunde überzeugen. Dem Negativtrend zum Ende der Saison schloss sich auch der "Fußball-Gott" an. Der Ex-Frankfurter büßte innerhalb eines halben Jahres 40 Prozent seines Marktwertes ein (jetzt noch 300.000 Euro). Der Vertrag mit Meier wurde nicht verlängert. Ansonsten halten sich die Marktwert-Schwankungen im Kader der Kiezkicker im Rahmen. Eine Reihe von jungen Spielern aus der eigenen Jugend erhöhten ihren Wert, wie zum Beispiel Ersin Zehir um knapp 43 Prozent.

Holstein Kiel: Elf Akteure verbessern ihre Werte

Die alles in allem positive Saison der Kieler "Störche" wirkt sich auch auf die Marktwerte der Spieler aus. Insgesamt elf Akteure konnten dank guter Leistungen ihren Stellenwert erhöhen. Den größten Sprung machte dabei Atakan Karazor, dessen Marktwert von 650.000 auf 1.000.000 anstieg (53,8 Prozent). Nur vier Spieler verloren an Wert, unter anderem der Ex-U21-Nationalspieler Aaron Seydel.

10 der größten Marktwert-Gewinner

  • Jorge Meré (Köln) von 7 auf 10 Mio. Euro
  • Douglas Santos (HSV) von 7,5 auf 10 Mio. Euro
  • Jhon Córdoba (Köln) von 4 auf 6,5 Mio. Euro
  • S. Vasiliadis (Paderborn) von 1,5 auf 3,5 Mio. Euro
  • Niklas Dorsch (Heidenheim) von 1,5 auf 3 Mio. Euro
  • Marvin Friedrich (Union Berlin) von 2 auf 3 Mio. Euro
  • Sargis Adamyan (Regensburg) von 1,5 auf 3 Mio. Euro
  • Robert Glatzel (Heidenheim) von 2 auf 2,5 Mio. Euro
  • Bakery Jatta (HSV) von 1,5 auf 2,5 Mio. Euro
  • Bernard Tekpetey (Paderborn) von 2 auf 2,5 Mio. Euro

10 der größten Marktwert-Verlierer

  • Jonas Hector (Köln) von 12,5 auf 10 Mio. Euro
  • Anthony Modeste (Köln) von 9 auf 7 Mio. Euro
  • Timo Horn (Köln) von 7 auf 6 Mio. Euro
  • Moussa Koné (Dresden) von 4 auf 3,5 Mio. Euro
  • Hee-chan Hwang (HSV) von 5 auf 3 Mio. Euro
  • Jannes Horn (Köln) von 3 auf 2,5 Mio. Euro
  • Justin Hoogma (St. Pauli) von 3 auf 2,5 Mio. Euro
  • K. Papadopoulos (HSV) von 3 auf 2,5 Mio. Euro
  • Johannes Geis (Köln) von 3 auf 2 Mio. Euro
  • Salih Özcan (Köln) von 2,5 auf 2 Mio. Euro

Allgemeine Information zur Marktwertanalyse von Transfermarkt.de

Bei der Berechnung des Marktwertes sind unter anderem sportliche Leistungen und das Alter des Spielers relevant. Außerdem fließen die Zukunftsperspektive des Spielers, die real existierende Nachfrage am Transfermarkt oder etwa bisher gezahlte Ablösesummen für den Spieler in die Kalkulation ein. Zudem gibt es Faktoren wie Prestige und marketingtechnische Aspekte, die allesamt Einfluss auf einen Marktwert haben können. Grundsätzlich ist es so vorgesehen, dass eine Liga zweimal im Jahr einem kompletten Marktwert-Update unterzogen werden soll. Einmal in den Sommermonaten, einmal in der Winterpause. Dazwischen (Herbst- bzw. Frühjahrsmonate) werden nur vereinzelte Marktwertänderungen bei außergewöhnlich formstarken/-schwachen Spielern durchgeführt.


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