Feier auf der Spree So entspannt schippert Union Berlin der Bundesliga entgegen

Von dpa

Die Mannschaft von Union Berlin auf der Spree auf dem Weg nach Köpenick. Foto: imago images / Bernd KönigDie Mannschaft von Union Berlin auf der Spree auf dem Weg nach Köpenick. Foto: imago images / Bernd König
imago images / Bernd König

Berlin. Auf besonders entspannte Art und Weise hat der 1. FC Union Berlin am Mittwoch den Aufstieg in die Bundesliga gefeiert.

Zu den Klängen von Nina Hagens Vereinshymne stiegen die Aufstiegshelden des 1. FC Union Berlin auf das Schiff Viktoria und starteten in die nächste Etappe ihres Feier-Marathons. Begleitet von einem großen Boot mit etwa 100 Fans legte das jüngste Mitglied der Fußball-Bundesliga am Mittwochnachmittag in Friedrichshain zu einer rund zweistündigen Party-Tour in den Heimatbezirk Köpenick ab. Die Stimmung bei schönstem Sommerwetter war ausgelassen.

Zwei Tage nach dem Aufstieg in der Relegation realisieren die Eisernen langsam immer mehr, was für eine sportliche Leistung sie vollbracht haben. "Es ist angekommen, dass wir aufgestiegen sind", sagte Geschäftsführer Oliver Ruhnert: "Wir bekommen auch mit, was in der Stadt alles passiert. Es fühlt sich wirklich gut an." Man merke, dass "Union ein Verein ist, der für die Menschen etwas ganz Außergewöhnliches erreicht hat. Das ist das, was mich am meisten freut, das zu sehen: die Freude und die Dankbarkeit der Leute".

Das Bier floss bei den Profis schon am Nachmittag, dazu trug die Mannschaft rote T-Shirts mit dem Aufdruck: "Die Zeit ist nun gekommen: Aufstieg jetzt." Auf den Brücken entlang der Spree warteten viele Fans auch mit Pyrofackeln und jubelten ihren Stars zu.

Mit reichlich Kaltgetränken ausgestattet feierte die Mannschaft an Bord der "Viktoria". Foto: imago images / Bernd König

Zuvor waren Trainer Urs Fischer und Co. schon von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) im Roten Rathaus empfangen worden. Dabei trugen sich die Spieler und Club-Verantwortlichen im Säulensaal auch in das Gästebuch der Hauptstadt ein.

Das besondere Versprechen von Union-Präsident Dirk Zingler

"Vielen Dank, dass sie uns so ein Fußballerlebnis beschert haben", sagte Müller und schwärmte vom Relegations-Rückspiel am Montag gegen den VfB Stuttgart (0:0): "Was da im Stadion zu erleben war, die Unterstützung der Fans, habe ich noch nie erlebt." Müller, der einen roten Union-Fanschal um den Hals trug, freute sich darauf, die Köpenicker zu "weiteren tollen Anlässen" zu empfangen.

Präsident Dirk Zingler versprach, "dass der 1. FC Union Berlin der 1. FC Union Berlin bleiben wird" und der erstmalige Sprung ins Oberhaus den Club nicht verändern wird. "Wir alle konnten am Montag die Kraft spüren, die dieser Verein entwickeln kann", sagte Zingler. Für Union bedeute der Empfang bei Müller viel, so der Club-Boss: "Ich verspreche, dass wir ein noch größerer und stärkerer Botschafter für diese Stadt sind. Wir werden Berlin würdig vertreten."

Am frühen Abend wurden die Spieler nach einem weiteren Empfang auf dem Rathausbalkon in Köpenick erwartet. Nach einer Fahrt mit einem offenen Bus zum Stadion An der Alten Försterei stand zudem die zweite große Aufstiegsparty mit den eigenen Fans nach Montagabend auf dem Programm. 


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