Geschäftsführer glaubt an Findungsprozess Trotz HSG-Fehlstart: "Wir verfallen nicht in große Panik"

Trainer Geir Sveinsson und die Mannschaft arbeiten erst seit gut drei Wochen zusammen. Foto: ScholzTrainer Geir Sveinsson und die Mannschaft arbeiten erst seit gut drei Wochen zusammen. Foto: Scholz

Lingen. Vier Spiele, vier Niederlagen und letzter Tabellenplatz: Die Handballer des Bundesliga-Aufsteigers HSG Nordhorn-Lingen sind in den Startblöcken hängen geblieben. Trotzdem gibt sich der HSG-Geschäftsführer nach außen hin gelassen.

„Wir sind natürlich nicht wirklich zufrieden, aber es ist jetzt auch noch nicht so, dass wir in große Panik verfallen“, sagt Matthias Stroot. Grundsätzlich sei eigentlich alles noch im grünen Bereich, ergänzt der hauptamtliche Geschäftsführer. Natürlich habe man immer noch ganz viele Möglichkeiten und ganz viele Spiele. Die Spiele, in denen es darum gehe, Punkte zu sammeln, kämen erst noch. „Da sind wir auch nach wie vor sehr zuversichtlich, dass wir das hinkriegen und dass das klappen wird.“

HSG-Geschäftsführer Matthias Stroot (Mitte) im Mai 2019 mit seinen Geschäftsführerkollegen Siegbert Loeks (r.) und Gerhard Blömers, der seine Tätigkeit am 30. Juni beendet hat. Foto: Uli Mentrup

Wenn man das Programm von der Papierform her betrachte, sei schon irgendwie klar gewesen, dass es eine schwierige Aufgabe werden würde, verweist Stroot auf die Duelle mit dem Bergischen HC, dem SC Magdeburg und den Rhein-Neckar Löwen. Dagegen schmerzt die Niederlage beim Mitaufsteiger HBW Balingen-Weilstetten: „In Balingen hätten wir uns natürlich schon gewünscht, auch etwas mitzunehmen“, gesteht Stroot. Man habe sich etwas ausgerechnet und sei auch dicht dran gewesen. „Hat dann leider am Ende nicht sein sollen.“

Prozess schnell abschließen 

Dass die HSG-Spieler noch zu grün sind oder nicht genügend Qualität im Kader steckt, glaubt Stroot nicht. "Natürlich ist da immer noch ein gewisser Respekt da. Auf der anderen Seite bin ich auch fest davon überzeugt, dass mit unserem Auftaktprogramm und dem ganzen Drumherum mit dem Trainerwechsel vielleicht noch ein bisschen Zeit nötig ist.“ Alle müssten sich noch aneinander und an die Liga gewöhnen, betont der 49-Jährige. „Ich glaube nicht, dass es an der Qualität liegt. Und auch nicht daran, dass die Jungs alle zu grün sind.“ Natürlich hätten nur wenige HSG-Spieler ein paar Bundesligaspiele gemacht. „Ich glaube, es ist immer noch ein Findungsprozess, in dem wir uns gerade noch befinden.“ Klar sei, dass man diesen Prozess nun möglichst schnell abstellen müsse. 

Zur Erinnerung: Coach Geir Sveinsson hatte Nordhorn-Lingen am 19. August übernommen - drei Tage vor dem ersten Punktspiel gegen den BHC. Zuvor hatte Heiner Bültmann aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Trainer der HSG Nordhorn-Lingen niedergelegt. 

Nachverpflichtungen nicht geplant

Weitere Zugänge, um die Mannschaft personell weiter zu verstärken, plant die HSG nicht. „Da gibt es im Moment gar keine Überlegungen", so Stroot. "Dazu kann und will ich gar nicht groß etwas dazu sagen. Das steht überhaupt gar nicht zur Debatte.“

Das ist Matthias Stroot:

Im Juli 2017 hatte Matthias Stroot bei der HSG Nordhorn-Lingen die Arbeit im Bereich Marketing und Vertrieb aufgenommen.Mit Wirkung vom 25. Juni 2018 wurde der gebürtige Nordhorner zum hauptamtlichen Geschäftsführer der HSG bestellt. Für Stroot ist die HSG nach eigenen Worten „eine Herzensangelegenheit“. 
Der Kaufmann und zweifache Familienvater hatte vorher in über 25 Jahren in verschiedenen Positionen in der Media-Saturn Gruppe gesammelt, die letzten Jahre als geschäftsführender Gesellschafter für die Media Märkte in Lingen und Meppen.


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