Nach Niederlagen in der Relegation Spelles Volleyballtrainer: „Köln hat verdient gewonnen“

Für Trainer Sebastian Gartemann (r.) war es das letzte Spiel mit Zuzana Buchlova und Co. Foto: ScholzFür Trainer Sebastian Gartemann (r.) war es das letzte Spiel mit Zuzana Buchlova und Co. Foto: Scholz
Werner Scholz

Spelle. Aus der Traum von der Rückkehr in die 3. Liga: Die Volleyballerinnen des SC Spelle-Venhaus mussten sich in beiden Aufstiegsspielen gegen den FCJ Köln II geschlagen geben.

Am Sonntagnachmittag konnte Spelle das Hinspielergebnis nicht mehr drehen und verlor vor etwa 500 heimischen Fans mit 1:3 (20:25, 20:25, 25:18, 24:26). Zwei Tage zuvor hatte Spelle in Köln mit 0:3 (17:25, 17:25, 16:25) das Nachsehen gehabt. „Insgesamt über die zwei Spiele gesehen war Köln die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen“, zeigte sich Spelles scheidender Trainer Sebastian Gartemann als fairer Verlierer. Man wisse nicht, ob es anders gewesen wäre, wenn Köln erst nach Spelle gekommen wäre, ergänzt er.

Spelle bejubelte seine Punktgewinne. Foto: Scholz


Am Freitag habe man beim Tabellendritten der Regionalliga West sehr nervös gespielt und sei von Köln überrollt worden, blickt Gartemann auf das Hinspiel zurück. „Unsere Vorgaben, stark aufzuschlagen, damit sie nicht ihr gutes Angriffsspiel nutzen, konnten wir fast gar nicht umsetzen.“ Zudem seien im Hinspiel viele leichte Fehler in der Abstimmung passiert. „Die eine Phase Mitte des zweiten Satzes, als wir in Führung lagen, verspielten wir auch wieder durch eben solche leichten Fehler und Abstimmungsschwierigkeiten.“

Somit lautete nach Gartemanns Worten das Motto für das Wiedersehen in Spelle, sich als Zweiter der Regionalliga Nordwest gut aus der Saison zu verabschieden und noch mal alles daranzusetzen, den Kölnern einen Fight zu präsentieren. „Das ist uns auch mit Abstrichen gelungen.“ Leider habe man es in den ersten beiden Sätze nicht geschafft, Druck im Aufschlag herbeizuführen. Zudem verteidigte Köln wirkungsvoll die Angriffe der Gastgeberinnen. „Vor allem die Libera auf Kölner Seite verteidigte das schon sehr, sehr stark.“


Als im dritten Satz die Lage aussichtslos und damit der große Druck weg war, schlug Spelle besser auf und setzte die taktischen Vorgaben um. „Leider stellten wir uns dann Ende des vierten Satzes zu unerfahren und zu wenig abgezockt an, als wir es nicht schafften, zwei Satzbälle zu nutzen, um in den Tiebreak zu gelangen“, haderte Spelles Trainer mit der vergebenen Chance.

Jäger beerbt Gartemann

Für Gartemann war es am Sonntag das letzte Spiel als Trainer von Spelles Volleyballerinnen. Ihn beerbt Stefan Jäger, der noch bei Schüttorfs Zweitliga-Herren tätig ist. Gartemann traut seiner Mannschaft in Zukunft einiges zu. „Potenzial ist definitiv da, und am Umfeld inklusive den absolut tollen Fans gibt es eh keinen Zweifel, dass das absolut würdig ist.“

Ob Köln tatsächlich in die viergleisige 3. Liga aufsteigt, entscheidet sich erst in den nächsten Tagen. Vorzug gegenüber dem Gewinner dieser Relegation hat zunächst noch der TV Cloppenburg als Drittletzter der 3. Liga West.

2016 schaffte Spelle schon einmal den Aufstieg in die 3. Liga. Zwar verlor das Team seinerzeit die Relegation gegen BW Aasee (3:2, 0:3), durfte aber trotzdem hoch. Denn die Liga wurde von zehn auf elf Mannschaften aufgestockt. Allerdings stieg Spelle am Saisonende direkt wieder als Vorletzter ab.


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