Gastgeber Lingen-Lohne Zehnter Die Bergischen Jung-Löwen schnappen den LIN-Cup



Lingen . Qualität setzt sich durch: Der Bergische HC hat das 14. Turnier um den LIN-Cup gewonnen. Die jungen Handball-Talente behaupteten sich im Finale gegen Bayer Dormagen mit 14:8 und nahmen als erste Mannschaft die Trophäe zum dritten Mal entgegen.

Die Bergischen Löwen siegten 2016, 2018 und 2019, zweimal hat sich die SG Kronau/Östringen in die Siegerliste eingetragen. Im Endspiel in der Sporthalle an der Lingener Friedensschule bewiesen die C-Junioren vom BHC und aus Dormagen, dass sie einiges vom Handball verstehen. Die Zuschauer freuten sich über gelungene Spielzüge. Die Dormagener kamen gut über die Außenpositionen, ihnen unterliefen jedoch einige technische Fehler. Die Jung-Löwen übten viel Druck auf den Ball aus. Sie setzten sich ab der zwölften Minute ab. Und feierten die Pokal-Verteidigung mit einem ausgelassenen Freudentanz. 

Bayer Dormagen wurde Zweiter. Foto: Leißing


Lob vom Sieger

„Der Bergische HC ist stark wie im letzten Jahr“, erkannte der Pressesprecher des ausrichtenden HC Lingen, Christian Linkert. BHC-Trainer Christoph Rath zeigte sich angetan vom Turnier. „Das ist ein guter Vergleich zwischen den Jahrgängen. Die Mannschaften sind zwei Tage lang in jedem Spiel gefordert.“ Für den BHC eine gelungene Vorbereitung für die westdeutschen Meisterschaften. Dabei weiß Rath, dass die intensive Nachwuchsarbeit seit rund einem Dutzend Jahren Früchte trägt. Die Löwen setzen auf Talente aus der Region Remscheid, Wuppertal und Solingen. Über ein Internat verfügen sie nicht

Der Bergische HC (am Ball) setzte sich im Finale mit 14:8 gegen Bayer Dormagen durch. Foto: Leißing


Elbflorenz Dresden Dritter

Der BHC gewann schon in seinem ersten Gruppenspiel 12:11 gegen Dormagen. Dreimal siegte er nur mit einem Tor Vorsprung, gegen Lemgo gab es ein 13:13. Im Halbfinale schlugen die Bergischen den HC Elbflorenz aus Dresden, der erstmals in Lingen dabei war. Die Sachsen gewannen das Spiel um Platz drei gegen die Rhein Vikings aus Düsseldorf (14:10), die sich in der Gruppe B mit maximal möglichen fünf Siegen an die Spitze gesetzt hatten. Dabei hatten die Wikinger, die im Halbfinale Dormagen 11:12 unterlagen, das Gruppenspiel gegen Elbflorenz 13:6 gewonnen. Fünfter wurde TSV Hannover Burgdorf (13:9) vor MT Melsungen sowie dem VfL Gummersbach (12:11) und TSV GWD Minden.

SG Lingen-Lohne belegte den zehnten Platz. Foto: Leißing


Fairnesspokal für TSV Hannover-Burgdorf

Die SG Lingen-Lohne belegte Platz zehn, hatte sich aber etwas mehr erhofft. „Vielleicht hat sich die Mannschaft selbst zu sehr unter Druck gesetzt“, vermutete Linkert. Der Gastgeber verlor gegen die Vikings (5:13), den VfL Gummersbach (10:12), Dresden (12:18) und Melsungen (10:11). Der erste Sieg im letzten Gruppenspiel gegen TuSEM Essen (11:9) reichte zum vorletzten Rang. Im Platzierungsspiel unterlag Lingen-Lohne TBV Lemgo 6:18. Es folgten HC Bremen, der für die vom Verletzungspech gebeutelten Eulen Ludwigshafen eingesprungen war, und Essen. Den Fairnesspokal gewann der TSV Hannover-Burgdorf .

Den Fairnesspokal gewann der TSV Hannover-Burgdorf. Foto: Leißing


„Das Niveau war hoch“

Der HC Lingen war mit der Stimmung und der Kulisse zufrieden. „Das Niveau war hoch“, sagte Linkert. Lingens zweiter Bürgermeister Stefan Heskamp bestätigte es bei der Siegerehrung. HCL-Ehrenvorsitzender Werner Breitenbach kündigte an, dass der LIN-Cup im nächsten Jahr fortgesetzt wird.

Das All-Star-Team vom 14. LIN-Cup. Foto: Leißing

Das All-Star-Team

All-Star-Team: Torwart: Frieder Seifert (HC Elbflorenz), Linksaußen: Thorben Marx (Hannover-Burgdorf), Rückraum links: Lasse Franz (GWD Minden), Rückraum Mitte: Johannes Emmerich (HC Rhein Vikings), Rückraum rechts: Nick Horstmann (HC Bremen), Rechtsaußen: Ben Backhaus (Bayer Dormagen); Kreisläufer: Luis Rodriguez (Hannover-Burgdorf). Bestes Schiedsrichtergespann: Mark Moch, Pascal Schaldach.

Gute Kulisse beim Turnier in Lingen. Foto: Leißing



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