Hit in Emslandarena gegen Essen HSG Nordhorn-Lingen: Aufstehen, weitermachen!

Entschlossen will sich die HSG Nordhorn-Lingen im Schlager am Sonntag gegen TuSEM Essen wehren. Das Team um Luca de Boer möchte eine neue Serie starten. Foto: ScholzEntschlossen will sich die HSG Nordhorn-Lingen im Schlager am Sonntag gegen TuSEM Essen wehren. Das Team um Luca de Boer möchte eine neue Serie starten. Foto: Scholz

Lingen. Aufstehen, weitermachen! Nach der Niederlage beim Spitzenreiter Balingen will Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen am Sonntag ab 17 Uhr in der Emslandarena im Schlagerspiel gegen TuSEM Essen möglichst die nächste Serie starten.

Nach acht Siegen in Folge unterlag das Zwei-Städte-Team in Balingen. „Einiges lief gegen uns“, erklärte Trainer Heiner Bültmann. Einiges habe nicht so gut geklappt. Das gelte es zu verbessern, will der Tabellendritte seine Lehren daraus ziehen. 

Nächste schwere Aufgabe

Gegen den Vierten aus Essen wartet die nächste schwere Aufgabe. TuSEM weist drei Punkte Rückstand auf. Die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert ist gut in die Saison gestartet, belegte vom fünften bis 14. Spieltag den zweiten Tabellenplatz. Mit sechs Niederlagen in Folge vor der WM-Pause fiel sie allerdings wieder zurück. Nach jetzt fünf Siegen in Serie sitzt sie der HSG wieder im Nacken und will den Abstand zur Spitzengruppe weiter verkürzen. 

Lasse Seidel freut sich auf das Wiedersehen mit seinem Bruder Malte Seidel, der für Essen spielt. Foto: Scholz


Die meisten Tore der Liga

Essen verfügt nach Einschätzung von Nordhorn-Lingens Trainer Heiner Bültmann über einen ausgeglichenen, breit besetzten Kader und „steht zu Recht da oben“. Die Stärke wird mit Blick auf die Statistik deutlich: TuSEM hat die mit Abstand meisten Tore der Liga geworfen (768). Grundlage dafür ist hohes Tempo im Spiel. Der polnische Nationalspieler Dennis Szczesny und Lukas Ellwanger sorgen für viel Dampf, Luca Witzke, der sich gut mit dem Kreis verständigt, und Justin Müller sind schnell und wendig. Tom Skroblien und Noah Beyer sorgen auf Linksaußen für Gefahr. Malte Seidel, der Bruder von HSG-Linksaußen Lasse Seidel, kommt zumeist in der Abwehr zum Einsatz.

27:36 Niederlage im Hinspiel

Die Qualität der Essener hat die HSG schon bei der deutlichen 27:36-Niederlage in der Hinrunde zu spüren bekommen. Dabei war der Gast nach der Pause chancenlos. Er kassierte viel zu viele einfache Gegentore bei seiner höchsten Saisonschlappe. „Wir müssen cleverer und aggressiver agieren“, fordert Bültmann hohen Einsatz sowie mehr Cleverness.

Bültmann baut auf Fans

Die HSG will natürlich den Anschluss an die beiden Aufstiegsplätze nicht größer werden lassen. Zusätzlich reizen zuletzt drei Niederlagen und eine Unentschieden im direkten Vergleich den Gastgeber, der zuletzt im November 2016 gegen TuSEM gewonnen hat. In der Emslandarena baut Bültmann auch auf die Unterstützung der Zuschauer. „Es macht einfach Spaß, in so vollen Hallen zu spielen.“

Die HSG setzt auch Sonntag in der Lingener Emslandarena auf die Unterstützung der Fans. Foto: Scholz


Miedema-Einsatz bleibt fraglich

Verzichten muss der Bültmann weiter auf Philipp Vorlicek, der mit Knieproblemen noch länger ausfallen wird, sowie auf Nicky Verjans, der in Köln am Schambein operiert worden ist. Dagegen hat Luca de Boer die Magenbeschwerden auskuriert, denen er beim Spiel in Balingen trotzen musste. „Aber er ist noch nicht wieder beim 100 Prozent“, meint der Coach. Jens Wiese hat sein Comeback nach längerer Pause gut überstanden. Ein Fragezeichen steht aber noch hinter dem Einsatz von Patrick Miedema (Kapselriss im Daumen). „Er ist auf einem guten Weg“, sagt Bültmann. Am Donnerstag hat er wieder trainiert. Ob der niederländische Nationalspieler gegen Essen auf der Platte steht, bleibt möglicherweise bis zum Aufwärmen in der Emslandarena offen.


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