zuletzt aktualisiert vor

24:30 gegen Spitzenreiter Balingen Dämpfer für die HSG Nordhorn-Lingen

Die Rote Karte sah Nordhorn-Lingens Top-Schütze Georg Pöhle Im Schlagerspiel in Balingen. Der Gast verlor beim Spitzenreiter mit 24:30. Foto: ScholzDie Rote Karte sah Nordhorn-Lingens Top-Schütze Georg Pöhle Im Schlagerspiel in Balingen. Der Gast verlor beim Spitzenreiter mit 24:30. Foto: Scholz

Balingen. Nach acht Siegen in Folge ist die Serie gerissen. Die HSG Nordhorn-Lingen hat im Spitzenspiel der 2. Handball-Bundesliga beim Tabellenführer HBW Balingen-Weilstetten mit verloren. Damit bleibt der Gast Dritter.

Der Abstand auf die Baden-Württemberger, die den 21. Heimsieg in Folge feierten, beträgt jetzt sechs Punkte. Coburg auf dem zweiten Aufstiegsplatz hat sich mit dem 29:24-Heimsieg gegen Hüttenberg wieder auf drei Zähler abgesetzt,  

Ohne Miedema

„Es ist dieses Mal einfach zu viel gegen uns gelaufen“, erklärte HSG-Trainer Heiner Bültmann. Neben den ohnehin verletzten Nicky Verjans und Philipp Vorlicek musste auch Patrick Miedema passen (Kapselriss im Daumen). Es hatte eine geringe Chance auf seinen Einsatz gegeben. Luca de Boer klagte über eine Magenverstimmung, mischte zwar mit, war aber nach Bültmanns Einschätzung nicht bei 100 Prozent. Dann bekam zu Beginn der zweiten Halbzeit Top-Schütze Georg Pöhle nach einer nach HSG-Aussagen äußerst umstrittenen Entscheidung nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Das war gegen einen starken Gastgeber mehr als Nordhorn-Lingen verkraften konnte 

Nicht topfit: Luca de Boer klagte über Magenprobleme- Foto: Scholz


Zur Pause 11:14

Das Zwei-Städte-Team lag vor 2350 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen Arena in Balingen zur Pause mit 11:14 zurück. Wie schon beim 26:29 in der Hinrunde erwischte das Team einen schlechten Start. Es lag nach einem halben Dutzend Fehlwürfen bereits mit 0:3 zurück, als Linksaußen Lasse Seidel nach fünfeinhalb Minuten endlich der erste Treffer für Nordhorn-Lingen gelang. Doch die starken Balinger ließen nicht locker, sie legten sofort zwei weitere Treffer nach. Näher als zwei Tore beim 3:5 und 4:6 kamen die Gäste nicht mehr heran.

Probleme bei Gegenstößen

„Wir hatten zu Beginn Probleme mit der Abwehr“, erklärte Bültmann. Die stand erst nach rund zehn Minuten sicherer. Zudem kassierte die HSG zu viele Tore nach Gegenstößen. Bis zur Pause waren es sechs.

Wiese-Comeback mit zwei Toren

Das 10:14 erzielte der nach neunmonatiger Verletzungspause ins Team zurückgekehrte Jens Wiese, der zwei Minuten später mit seinem zweiten Treffer aus dem Rückraum für den Halbzeitstand sorgte. „Die Mitspieler haben es sehr positiv registriert“, sagte Bültmann .

Jens Wiese gab sein Comeback. Foto: Scholz


Rot gegen Pöhle

Als Pöhle vom Feld musste, setzte sich Balingen setzte sich Tor um Tor ab. In der 44. Minute führte das Team von Trainer Jens Bürkle mit 24:14. Bültmann reagierte mit einer Auszeit. Sein Team verkürzte, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden.

„Der Gegner war besser“

„Der Gegner war besser. Aber es ist trotzdem ätzend, wenn man verliert“, stellte Bültmann vor der achtstündigen Heimreise fest. Seine Mannschaft habe auch in der zweiten Halbzeit alles versucht, gekämpft und Tempo gemacht. 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN