Sonntag gegen Großwallstadt Ablenkung verboten für die HSG Nordhorn-Lingen

Den nächsten Heimsieg will die HSG Nordhorn-Lingen Sonntag gegen den TV Großwallstadt einfahren.Für Tore soll auch Kreisspieler Luca de Boer sorgen. Foto: ScholzDen nächsten Heimsieg will die HSG Nordhorn-Lingen Sonntag gegen den TV Großwallstadt einfahren.Für Tore soll auch Kreisspieler Luca de Boer sorgen. Foto: Scholz

Nordhorn. Volle Konzentration auf die nächste Aufgabe: Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen erwartet am Sonntag um 17 Uhr im Euregium „Kellerkind“ TV Großwallstadt. Unnötige Ablenkung ist verboten im Kampf um die Aufstiegsplätze.

Zumindest für die Spieler. Denn die Fans werden sich sicherlich schon mit dem zweiten März-Wochenende beschäftigen. Dann steht das Schlagerspiel des Zwei-Städte-Teams beim souveränen Spitzenreiter HBW Balingen-Weilstetten auf dem Programm. Zumindest die gute Vorarbeit dafür könnte es im Euregium leisten. 

23:23 im Hinspiel

„Großwallstadt ist das Hauptstück. Darauf richten wir unseren Fokus“, erklärt HSG-Trainer Heiner Bültmann kategorisch und will bis zum Spielende keine Ablenkung zulassen. Mahnend erinnert er an das 23:23 in der Hinrunde. Im bayerischen Unterfranken musste sich sein Team mit einem Punkt begnügen. Und noch einmal hebt er den Zeigefinger: Am zweiten Weihnachtstag setzte Großwallstadt mit dem 35:26 in Ferndorf ein Lichtzeichen. „Wir haben dort 26:28 verloren“, sagt Bültmann.

Jubel der HSG nach dem Heimsieg gegen Coburg. Foto: Scholz


Sieben Siege in Serie

Überheblichkeit wäre in der Tat fehl am Platze. Zu groß ist das Ziel Bundesliga-Aufstieg. Immerhin ist die HSG nach sieben Siegen in Serie Tabellendritter, hat den Abstand auf den -zweiten HSC Coburg auf einen einzigen Zähler verkürzt. Der Gastgeber hat einen Lauf, den er fortsetzen will. „Wir müssen weiter hungrig bleiben, dürfen nicht zufrieden sein.“

Gast fünffacher Deutscher Meister

Der Gast dagegen ist nach drei Niederlagen in Folge auf den drittletzten Platz abgerutscht, braucht im Kampf um den Klassenerhalt jeden Punkt. Großwallstadt, von 1978 bis 1990 fünfmal Deutscher Meister, viermal Pokalsieger, zweimal Europapokalsieger der Landesmeister und einmal IHF-Pokalsieger, steht unter Druck. Genau wie die halbe Liga auch. Bei fünf Absteigern kämpft die Mannschaft von Trainer Florian Bauer ums sportliche Überleben.

Kampfgeist

Aber die Unterfranken haben ihre Qualität. Die liegt auch im Kampfgeist. Die Spieß-Zwillinge Lars und Tom zählen zu den auffälligeren Akteuren im Rückraum. In der Mitte ist Mario Stark nicht nur bei Schlagwürfen gefährlich. Ex-Nationalspieler Michael Spatz gehört zu den Top-Schützen der Liga. Er spielt Rechtsaußen, über die linke Seite kommt Ex-Junioren-Nationalspieler Florian Eisenträger. Im Tor steht der erfahrene Jan-Steffen Redwitz.

Die HSG und Maskottchen Tiga setzen auf die Unterstützung der Fans. Foto: Scholz


Wiese auf der Bank?

Aber die HSG will ihr Heimspiel durchbringen. „Wir sind gut drauf“, weiß Bültmann, der weiter auf Nicky Verjans (Schambeinentzündung) verzichten muss. Shooter Jens Wiese könnte nach langer Verletzungspause erstmals wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen. „Um Wettkampf-Atmosphäre zu schnuppern.“


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