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36:27-Kantersieg in Hagen Nordhorn-Lingen furios auf den Aufstiegsrang

Treffsicher mit neun Toren: Lasse Seidel beim 36:27-Auswärtssieg der HSG Nordhorn-Lingen beim VfL Eintracht Hagen. Foto: ScholzTreffsicher mit neun Toren: Lasse Seidel beim 36:27-Auswärtssieg der HSG Nordhorn-Lingen beim VfL Eintracht Hagen. Foto: Scholz

Hagen. Geschafft! Mit dem siebten Sieg in Serie hat sich Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen zumindest für eine Nacht auf einen Aufstiegsplatz geschoben. Das Zwei-Städte-Team setzte sich vor 578 Zuschauern beim VfL Eintracht Hagen mit 36:27 (18:12) durch.

Das Team von Trainer Heiner Bültmann setzte seinen Lauf fort. Sechs Tage nach dem 29:21-Sieg gegen den Tabellenzweiten HSC Coburg schob sich Nordhorn Lingen im Duell der zweitschlechtesten Heim- gegen die zweitbeste Auswärtsmannschaft in der Krollmann-Arena am Ischeland in Hagen an Coburg vorbei. Die Oberfranken legen am Samstag ab 19.30 Uhr gegen EHV Aue nach. Mit dem Sieg vergrößerte die HSG aber auch Vorsprung vor Bundesligaabsteiger TuS Nettelstedt-Lübbecke, der am Freitagabend in Essen 25:32 verlor, von zwei auf vier Punkten.

Nach dem Schlusspfiff feierte die Mannschaft mit den Fans. Die Stimmung war natürlich glänzend. Denn die HSG, die die Tabelle zuvor an den wenig aussagekräftigen ersten beiden Spieltagen angeführt hatte, setzte das nächste Ausrufezeichen. „Das haben die Jungs stark gemacht“, zeigte sich Bültmann angetan. Die Mannschaft agierte auch im zweiten Durchgang konsequent weiter. „Sie hat kein bisschen nachgelassen. "

Torhüter wehren drei Siebenmeter ab

VfL-Trainer Niels Pfannenschmidt, der auf den angeschlagenen Jan-Lars Gaubatz (Beschwerden an der Patellasehne) verzichten musste, konnte auf den vom Erstligisten Bietigheim gekommenen torgefährlichen Spielmacher Valentin Schmidt bauen. Ausgerechnet der Neuzugang scheiterte beim Stand von 3:4 per Siebenmeter an HSG-Keeper Bart Ravensbergen, warf aber insgesamt acht Tore. Im ersten Durchgang wehrte Björn Buhrmester noch zwei Strafwürfe ab. Die 18:12-Führung der Niedersachsen bei den in der Rückrunde noch sieglosen Grün-Gelben aus der Volmestadt war deutlich und verdient. 

Ravensbergen mit 18 Paraden

Dennoch stellte Bültmann fest: „Hagen hat im ersten Durchgang stark gespielt.“ Größtes HSG-Plus neben dem konzentrierten Angriff waren die Torhüter. Ravensbergen brachte es auf insgesamt 18 Paraden. „Eine Top-Leistung“, stellte der Trainer fest. Mit der Abwehr war er vor der Pause nicht restlos zufrieden.

18 Paraden verzeichnete HSG-Torwart Bart Ravensbergen in Hagen. Foto: Schröer


Nach 16 Minuten zieht der Gast davon

Der Gastgeber aus der größten Stadt von Südwestfalen hielt nur gut eine Viertelstunde mit. Er lag nach 0:2-Rückstand nur beim 5:4 (5.) genau elf Sekunden in Führung. Nach dem 8:8 (16.) enteilte der Gast, bei dem Trainer Heiner Bültmann weiter auf die Stammkräfte Jens Wiese und Nicks Verjans verzichten musste.  

Seidel mit neun Toren

In der zweiten Hälfte machte Nordhorn-Lingen da weiter, wo es aufgehört hatte, baute den Vorsprung weiter aus. In der 39. Minute führte der Gast erstmals mit zehn Toren und steuerte einem ungefährdeten Sieg entgegen. Lasse Seidel war mit neun Treffern gefährlichster Schütze, er hatte bei sechs Siebenmetern keinen Fehlwurf. Philipp Vorlicek traf acht Mal.

Acht Tore warf Philipp Vorlicek. Foto: Scholz


Nächstes Heimspiel gegen Großwallstadt

Zum nächsten Heimspiel erwartet die HSG am Sonntag, 3. März, um 17 Uhr im Nordhorner Euregium den TV Großwallstadt.


Die Statistik zum Spiel

VfL Eintracht Hagen - HSG Nordhorn-Lingen 27:36 (12:18)

VfL Eintracht Hagen: Mahncke (4 Paraden), Dresrüsse (2 Paraden); Brand, Kress (4/2), Dell (1), Tubic (3), Pröhl (2), Schmidt (8/4), Renninger (1), König, Waldhof (2), Bornemann, Mestrum (5), Stefan, Toromanovic (1).

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen (18 Paraden), Buhrmester (2 Paraden); Heiny (1), Leenders, Mickal, Miedema (4), Terwolbeck (1), de Boer (3), Zare, Vorlicek (8), Smit (2), Seidel (9/6), Possehl (3), Pöhle (5).

Siebenmeter: 6/9 (Schmidt, 6., scheitert an Ravensbergen; Kress, 19., und Mestrum, 24., scheitern an Buhrmester) – 6/7 (Pöhle 20. scheitert an Dresrüsse).

Zeitstrafen: 12 Min. (Renninger, 8., 35.; Mestrum, 10.; Bornemann, 23.; Waldhof, 26.; Tubic, 53.) / 14 Min. (Smit, 19., 50.; Pöhle, 24.; Heiny, 28.; de Boer, 34., 35., 43.).

Rot: de Boer (43.), dritte Zeitstrafe.

Zuschauer: 578 in der Krollmann-Arena am Ischeland.

Schiedsrichter: Christian Moles (Heddesheim) / Lutz Pittner (Karlsruhe).

Beste Spieler: Schmidt, Mestrum / Ravensbergen, Vorlicek, Seidel.

Spielfilm: 0:2 (3.), 3:3 (6.), 5:4 (9.), 5:6 (10.), 5:7 (12.), 8:8 (16.), 9:9 (18.), 9:12 (21.), 10:13 (25.), 11:15 (27.), 12:18 (Hz.), 14:20 (34.), 15:23 (35.), 16:26 (39.), 19:30 (47.), 20:32 (52.), 27:36 (En.).

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