SV Union Lohne ist Oberliga-Meister Volleyball: SV Wietmarschen holt in Spelle den Titel


Meppen. Die Volleyballmeisterschaft in der Frauen-Regionalliga ist entschieden: Der SV Wietmarschen hat das Spitzenduell in Spelle gewonnen und sich damit vorzeitig den Titel gesichert. Leschede macht im Abstiegskampf einen wichtigen Schritt. Der SV Union Lohne kehrt als Oberliga-Meister zurück in die Regionalliga.

Regionalliga, Frauen: Von einer „unglücklichen 1:3-Niederlage“ sprach Trainer Sebastian Gartemann am Sonntag nach dem Auftritt vor großer Kulisse gegen den SV Wietmarschen. Wietmarschen sei aber über die Saison gesehen völlig verdient Meister geworden, fügte er hinzu. „Was das Spiel gestern angeht, war das bei Weitem nicht so verdient“, fasste Gartemann die Begegnung zusammen. Bis auf den Aufschlag und in manchen Blocksituationen sei man in allen Elementen mindestens gleichwertig gewesen. Im dritten Satz vergab Spelle einen Satzball und im vierten Durchgang verspielten die Gastgeber eine Vier-Punkte-Führung. „Leider waren wir dann nicht clever genug, und es hat vielleicht auch das Quäntchen Glück gefehlt, das man in solch einem engen Spiel braucht.“ Zwei, drei Ballwechsel hätten über Sieg und Niederlage entschieden. „Wir ärgern uns natürlich tierisch, dass wir keinen Punkt in Spelle behalten konnten, sind aber gleichzeitig glücklich und stolz, ein solches Spiel gemacht zu haben.“ Bei drei noch ausstehenden Spielen kann Wietmarschen nicht mehr vom ersten Platz verdrängt werden.

Spelle musste Wietmarschen zum Sieg gratulieren. Foto: Werner Scholz


Dagegen ist der Bann beim FC Leschede gebrochen. Durch den Viersatzsieg in eigener Halle gegen den USC Braunschweig holte das Team von Dieter Jansen und Jörg Alsmeier am Samstag seine ersten Punkte nach der Winterpause. Damit schöpft das Team im Abstiegskampf neue Hoffnung. Konzentriert und mit großer Motivation startete Leschede in die Partie, die sich von Anfang an zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelte. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Eine stabile Annahme und tolle Angriffe verhalfen Leschede im ersten Durchgang zu einer Führung, die zum 25:20-Satzgewinn reichte. Im zweiten Satz schlichen sich viele Eigenfehler in das Spiel der Leschederinnen ein. Durch eine schwache Annahme und schlechtes Blockverhalten holte ihn sich Braunschweig mit 25:15. Die Ansage des Trainerteams war deutlich: „Jeder muss heute von Anfang bis Ende 100 Prozent geben, damit Punkte für den Abstieg gesammelt werden“. Elisa Tegeder präsentierte sich in bester Form und konnte durch wichtige Punkte überzeugen. Mehrere Satzbälle musste Leschede abwehren, um am Ende selbst den Satz knapp mit 28:26 zu gewinnen. Im vierten Satz hatte Leschede von Satzbeginn an die Nase vorn. Durch variable und platzierte Angriffe erarbeitete sich die Mannschaft zwischenzeitlich einen Vorsprung von vier Punkten. Diese Führung gaben sie nicht mehr her und gewannen auch den vierten Satz (25:23) und somit das Spiel 3:1.

Oberliga, Frauen: Der SV Union Lohne spielt in der nächsten Saison wieder in der Regionalliga. Am vorletzten Spieltag nutzte die Mannschaft von Trainer Harald Nüsse den Heimvorteil zu 3:0-Siegen gegen den VC Osnabrück II und Blau-Weiß Emden-Borssum. Vier Punkte hätten am Samstag bereits gereicht. Nach zuletzt zwei Niederlagen zeigte Lohne wieder die gewohnt starke Leistung, die ihn über fast die gesamte Saison auszeichnete. Nele Altendeitering kratzte gleich zu Beginn des ersten Satzes einen Ball vom Hallenboden und gab damit ein klares Signal, wie fokussiert das Team den ganzen Spieltag über sein sollte. Sarah Korte und Hanna Diek waren die fleißigsten Lohner Punktesammlerinnen und zeigten den Gästen auch von der Aufschlaglinie ihre Grenzen. Der Aufschlag und das Block/Abwehr-Spiel war jetzt die Paradedisziplin, und die Mitte wurde von Eva Stevens und Jana Brüning im Wechsel immer wieder schnell in Szene gesetzt. Nach einer Stunde Spielzeit war das deutliche 3:0 gegen den VC Osnabrück perfekt. Im zweiten Spiel gegen Emden-Borssum ließ Lohne die Gäste im ersten Satz durch starke Aufschläge kaum ins Spiel kommen. Bezeichnend für den Spieltag war die erste Auszeit für Lohne, die erst im zweiten Satz gegen Borssum bei einer 12:10-Führung nötig war. Danach ließ Lohne nur noch fünf Punkte zu. Auch der dritte Satz wurde erfolgreich gestaltet, obwohl die Gastgeberinnen nach dem Gewinn des zweiten schon mal erste Meisterschaftsgesänge angestimmt hatten. Für die erkrankte Johanna Muntel hatte Cotrainerin Kathi Schöttmer ihre Schuhe schon geschnürt, brauchte aber nicht mehr eingreifen da die elf verbliebenen Spielerinnen ihre Sache durchweg gut machten. „Unsere Mannschaft hat sich heute vorzeitig belohnt und wieder das gezeigt, was uns über fast die ganze Saison ausgezeichnet hat. Ganze acht verlorene Sätze in 17 Spielen zeigen die Dominanz. „Wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir auch in der Regionalliga mithalten und sind auf fast allen Positionen doppelt besetzt“, zog Trainer Harald Nüsse ein zufriedenes Fazit.



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