3543 Zuschauer in der Emslandarena HSG Nordhorn-Lingen deklassiert HSC Coburg im Spitzenspiel


Lingen. Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat das Spitzenspiel gewonnen: Mit 29:21 (16:12) setzte sich das Zwei-Städte-Team am Samstagabend gegen den HSC 2000 Coburg durch. Vor 3543 Zuschauern in der Emslandarena Lingen traf HSG-Akteur Georg Pöhle zehnmal.

In den letzten zwei Minuten standen die Zuschauer, klatschten und sangen "Oh wie ist das schön!". Damit verkürzt die HSG Nordhorn-Lingen den Rückstand auf den zweiten Aufstiegsplatz, den weiterhin Coburg einnimmt, auf einen Zähler.

HSG-Keeper Björn Buhrmester entschied das Torhüterduell gegen Jan Kulhánek für sich und wehrte 15 Bälle ab. Coburgs Schlussmann dagegen nur sechs. 

Jubel nach dem Schlusspfiff. Foto: Werner Scholz


Beim Stand von 16:12 hatten die Mannschaften die Seiten gewechselt. Nachdem Julian Possehl das erste Tor der Partie geworfen hatte, zogen die Gäste in der Anfangsphase auf 6:3 und 8:5 davon. Doch Nordhorn-Lingen kam zurück, glich durch Philipp Vorlicek zunächst zum 10:10 aus, ehe Pavel Mickal bei einem Gegenstoß die 11:10-Führung besorgte. Ein 5:1-Lauf der Gastgeber brachte die Arena zum Kochen. Hätte der eine oder andere Pass von Buhrmester gesessen, die Führung wäre zu Pause noch deutlicher ausgefallen. Coburg probierte, den Rückstand nach Wiederanpfiff aufzuholen, aber die Gastgeber standen sicher und nutzten ihre Gelegenheiten. 


Für den HSC Coburg bleibt es dabei: Bei der HSG Nordhorn-Lingen gibt es nichts zu holen. In den vorherigen drei Vergleichen musste der HSC stets ohne Punkte die 500 Kilometer lange Heimreise antreten. Im Mai 2018 gab es eine 28:32 Niederlage, im November 2017 eine 21:25 Niederlage. Am engsten ging es im Mai 2016 zu, als man mit einem Tor 29:30 unterlag, aber einen Monat später dann doch in die 1. Liga aufstieg. 

Stimmen zum Spiel:

Lutz Heiny: Den Ausschlag hat sicherlich die gute Trainingswoche gegeben. Wir hatten schon im Training ein richtig gutes Gefühl. Haben viele harte Situationen gegeneinander genommen, weil wir wussten, dass gegen Coburg genau dasselbe passieren wird. Das haben wir in dieser Woche extrem gut geschafft, uns vorzubereiten – taktisch wie auch körperlich. Man hat gemerkt, dass wir nach anfänglichen Unruhen relativ sattelfest ins Spiel gefunden haben. Und uns nicht haben schocken lassen. Dann spielen wir natürlich abgezockt und gut zu Ende. Bauen den Vorsprung immer weiter aus. Und dann sind es am Ende acht Tore. Das ist natürlich geil, wenn man als Drittplatzierter mit acht Toren gegen den Zweiten gewinnt. Es gibt schlechtere Samstage.

Mit zehn Treffern erfolgreichster Werfer der Partie: Georg Pöhle. Foto: Werner Scholz


Georg Pöhle: Am Anfang hatten wir ein bisschen Probleme, ins Spiel reinzukommen. Vorne haben wir nicht ganz die Chancen genutzt, hinten nicht so ganz den Zugriff bekommen. Deswegen auch der Rückstand. Wir haben uns dann zur Halbzeit super wieder rangekämpft. Luca (de Boer, Anmerkung der Redaktion) und Toon (Leenders) haben in der Abwehr 45 Minuten einen super Job gemacht. Mit vier Toren Vorsprung gegen Coburg in die Halbzeit zu gehen war gut, aber es war klar, dass es nicht das Ende der Fahnenstange sein sollte, sondern dass Coburg auf jeden Fall kämpft mit der Qualität, die sie haben. Dass es am Ende dann acht Tore sind, ist natürlich super für uns. Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht einmal nachgelassen und es bis zum Ende durchgezogen.


Statistik zum Spiel:

HSG - Coburg 29:21 (16:12)

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen (n.e.), Buhrmester (15 Paraden); Heiny, Leenders (3), Mickal (4/1), Miedema (1), Terwolbeck (1), de Boer (3), Vorlicek (5), Smit, Seidel (n.e.), Possehl (2), Pöhle (10/3).

HSC 2000 Coburg: Kulhanek (6/1 Paraden, bis 43.), Poltrum (4 Paraden, ab 43); Jäger (2), Wucherpfennig (n.e.), Sproß (1), S. Weber, Prakapenia (3), Billek (5/2), Timm (1), Knauer, Zetterman (5), Varvne (1), P. Weber (3)

Siebenmeter: 4/5 (Mickal 19. scheitert an Kulhanek) – 2/2 (Billek treffsicher).

Zeitstrafen: 8 Min. (Pöhle 17., 37.; Leenders 51.; Heiny 60.) / 6 Min. (S. Weber 39.; Timm 49.; Prakapenia 54.).

Rot: Timm (49.) nach Foulspiel an Pöhle.

Zuschauer: 3543 in der Emslanarena Lingen.

Schiedsrichter: Pawel Fratczak / Paulo Ribeiro.

Beste Spieler: Buhrmester, Leenders, de Boer, Pöhle / Billek, Zetterman.

Spielfilm: 2:2 (5.), 3:5 (10.), 7:8 (15.), 8:9 (20.), 12:10 (25.), 16:12 (Hz.), 19:15 (35.), 20:17 (40.), 22:17 (45.), 24:18 (50.), 26:19 (55.), 29:21 (En.).

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