Abwehrchef und Wiencek-Anhänger Nico Gehrs: Vom Fußball zum Handball „degradiert“

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Bei eigenem Angriff kommt Nico Gehrs nicht immer zum Einsatz. Foto: ScholzBei eigenem Angriff kommt Nico Gehrs nicht immer zum Einsatz. Foto: Scholz

Haselünne. Nationalspieler Patrick Wiencek spielt auf seiner Position und ist auch sein Vorbild: Der Sögeler Nico Gehrs bezeichnet Handball als sein schönstes Hobby. Ein Hobby, das er einem Fußballtrainer zu „verdanken“ hat.

Gehrs trägt das Trikot des Landesklassisten HSG Haselünne/Herzlake, derzeit auf Rang zehn der Tabelle. Eher zufällig kam er zu diesem Sport. „Ich habe damals eigentlich noch Fußball gespielt. Wurde aber von der ersten Mannschaft in die zweite ‚degradiert‘“, erinnert sich der Sögeler.

Daraufhin nahm ihn ein Freund mit zum Handballtraining. „Das hat mir so gut gefallen, dass ich dabeigeblieben bin.“ Eine Entscheidung, die Gehrs nicht bereut. „Wenn ich es heute reflektiere, war es eine gute Entscheidung, denn ich fühle mich in Haselünne super aufgehoben, und der Handball ist mittlerweile sogar mein schönstes Hobby.“

Nur ein Spiel für Werlte

Allerdings ging Gehrs einen Umweg, bevor er bei der HSG Haselünne/Herzlake anheuerte. Als B-Jugendlicher hatte Gehrs beim SV Sigiltra Sögel mit dem Handball begonnen, als die Mannschaft mangels Spieler nach einem Jahr aufgelöst wurde. Gehrs wechselte zum SV Sparta Werlte und traf dort nach nur einer Woche in einem Spiel auf die HSG Haselünne/Herzlake. „Nach dem Spiel kam dann unser Trainer Christoph Möller auf mich zu und fragte, ob ich mal bei denen reinschnuppern will. Und dann bin ich da geblieben.“

Nico Gehrs ist 22 Jahre alt und kommt aus Sögel. Foto: Thomas Janning


Bei der HSG Haselünne/Herzlake erledigt er zuverlässig die Aufgaben am Kreis – hinten im Mittelblock wie vorne als Kreisläufer. Mit einem Gardemaß von 1,98 Metern. Oftmals werde er als Abwehrchef bezeichnet, berichtet der 22-Jährige. „Ich soll die Abwehr stellen.“ Das habe sich im Training so ergeben. Er sei mehr oder weniger in diese Rolle reingewachsen.

Froh auf der Bank

Wenn seine Mannschaft Bälle abfängt und in den Angriff wechselt, rennt Gehrs zur Bank und tauscht die mit einem Teamkollegen. Der Industriekaufmann gewinnt dieser Rolle durchaus Positives ab. Konditionell sei er ohnehin nicht der Stärkste, gesteht er. „Ich bin ganz froh, wenn ich auch mal auf der Bank sitzen darf“, sagt er. Natürlich sei es auch schön, Tore erzielen zu dürfen. „Aber wir sagen auch häufig genug, dass in der Abwehr die Spiele gewonnen werden. Und wenn ich der Mannschaft hinten in der Abwehr mehr helfen kann, dann bin ich auch froh, wenn ich nur in der Abwehr spiele.“

Eine Rolle, die auch Nationalspieler Patrick Wiencek, kürzlich zum Handballer des Jahres gewählt worden, ausfüllt. „Er ist auf seiner Position schon eine ziemliche Granate. Da kann man sich schon einiges abgucken.“


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