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3541 Fans beim 34:30 gegen Emsdetten Nordhorn-Lingen gewinnt leidenschaftliches Derby

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Lingen. Feiertagsstimmung in der Emslandarena: Vor 3541 Zuschauern setzte sich die HSG Nordhorn-Lingen im kampfbetonten, leidenschaftlichen und spannenden Derby mit 34:30 (16:16) gegen den TV Emsdetten durch und verteidigte den dritten Tabellenplatz.

Es entwickelte sich von Beginn an ein packendes Duell, auf das ein Teil der Zuschauer sich unmittelbar vor dem Anpfiff mit Wunderkerzen eingestimmt hatte. HSG-Trainer Heiner Bültmann machte seinem Team ein Kompliment für die starke Vorstellung und den Derby-Sieg als „verspätetes Weihnachtsgeschenk. Sie hat 60 Minuten alles rausgehauen.“


„Wir sind überglücklich“

Begeistert reagierte Julian Possehl, der sechs Tore erzielte. „Das hat Spaß gemacht. So hatten wir uns das Derby vorgestellt. Wir sind überglücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben.“ Wie Philipp Vorlicek zeigte er sich beeindruckt von der tollen Kulisse und der „super Stimmung“ in der Emslandarena.

Zufrieden: HSG-Trainer Heiner Bültmann. Foto: Scholz


Starke Leistung beider Teams

Bültmann und sein TVE-Kollege Daniel Kubes, der 2006 bis 2008 insgesamt 66 Bundesligaspiele für die HSG absolvierte, waren einig, dass beide Teams eine starke Leistung abgeliefert hatten. „Emsdetten war stark im Angriffsspiel, hat uns alles abverlangt“, stellte Bültmann fest. Nicht nur Georg Pöhle, zwei Jahre unter Kubes beim TVE aktiv und im Sommer zur HSG gekommen, war klar, dass Emsdetten sich ganz anders präsentieren würde als bei der 20:33-Niederlage zum Saisonauftakt.

TVE nur zweimal vorn

Die Partie blieb lange eng. Die meiste Zeit führte der Gastgeber, der nach 29 Sekunden durch Patrick Miedema den ersten Treffer erzielte. Das Zwei-Städte-Team konnte sich allerdings vor der Pause nie auf mehr als zwei Tore absetzen. Der HSG-Angriff brachte es bis dahin auf 16 Tore, aber die Abwehr hatte Probleme mit den gut spielenden Emsdettenern, bekam den österreichischen Nationalspieler Janko Bozovic und Merten Krings, der nach 50 Minuten die Rote Karte sah, nur schwer in den Griff. Dennoch lag der Gast aus dem Kreis Steinfurt bis zum Wechsel nur zweimal vorn: beim 3:2 (8.) und beim 13:12 (25.).

Duell der besten Feldtorschützen

Der Vergleich zwischen den gefährlichsten Feldtorschützen endete unentschieden. Bozovic erzielte neun Tore, darunter ein Siebenmeter. Pöhle, der zu Beginn unglückliche Abschlüsse hatte, traf achtmal. Er liegt weiter mit zwei Feldtoren hinter dem Emsdettener (105:107). Beide vergaben einen Siebenmeter.

HSG-Humba nach dem Heimsieg. Foto: Scholz


Buhrmester wehrt zwei Siebenmeter ab

Mit zwei abgewehrten Siebenmetern hatte HSG-Torwart Björn Buhrmester seinen Anteil am 16:16. Allerdings verpasste er beim Stand von 16:15 einen Treffer auf das leere TVE-Tor. Das wäre die Führung zur Pause gewesen, die auch Pavel Mickal mit der letzten Aktion nicht gelang. Er brachte den Ball per Kempa-Trick nach Pöhle-Vorarbeit nicht an Torwart Mark Ferjan vorbei.

19:3 Punkte in Folge

Vier Buhrmester-Paraden in Folge waren mit Grundlage für das 20:17. Erstmals führte Nordhorn-Lingen mit drei Toren (35.). Es blieb dennoch spannend. Dabei kam die Abwehr besser zurecht. Auch die Verletzung von Miedema Mitte der zweiten Halbzeit steckte die HSG weg. Für Bültmann durchaus ein kritischer Zeitpunkt. Aber Lasse Seidel fügte sich mit guten Aktionen und Entscheidungen nahtlos ein. „Er hat das überragend gemacht“, lobte Bültmann, dessen Team sich mit einem Vier-Tore-Lauf auf 34:28 absetzte (58.). Damit verabschiedete es sich mit 19:3 Punkten in Folge in die Winterpause.


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