HSG nicht aufzuhalten Nordhorn-Lingen gewinnt 34:19 gegen EHV Aue


Lingen. Wie ein Wirbelsturm ist die HSG Nordhorn-Lingen in der heimischen Emslandarena in Lingen vor 2836 Zuschauern über den EHV Aue hinweggefegt. Nach 60 Minuten stand ein deutliches 34:19 auf der Anzeigentafel.

„Mir hat das heute richtig Spaße gemacht“, freute sich HSG-Trainer Heiner Bültmann nach dem Sieg gegen den EHV Aue. „Wir haben bis zum Ende Gas gegeben."

Burmester mit 18 Paraden und einem Tor

Vor allem für die Defensive und Torhüter Björn Burmester, der sich neben 18 Paraden auch mit einem Treffer ins leere Tor in die Torschützenliste eintragen durfte, hatte Bültmann nur lobende Worte übrig. „Wir haben es wirklich sehr gut gemacht.“

Lediglich bis zum Treffer zum 1:1 durch Mindaugas Dumcius in der 4. Minute war Aue noch auf Augenhöhe mit den Gastgebern. Anschließend gab es für die HSG kein Halten mehr. Beim Stand von 7:2 nach zehn Minuten nahm Aue die erste Auszeit.

Aue sitzt 60 Minuten lang im Bus

Aber auch danach fand die Mannschaft von Trainer Stefan Swat nicht besser in die Partie. Bis zur Halbzeit stieg der Punkteunterschied auf neun Tore an. Aues Trainer bescheinigte seinem Team nach dem Abpfiff, nie wirklich am Spiel teilgenommen zu haben. „Wir haben es geschafft, 60 Minuten lang im Bus zu sitzen“, schimpfte Swat. „Wir finden überhaupt nicht zu unserer Spielweise.“


Einzig Aues Keeper Erik Töpfer hatte an diesem Tag zu seiner Normalform gefunden. Am Ende stand er bei 21 Paraden. Ohne ihn hätte das Spiel noch deutlicher zugunsten des Zwei-Städte-Teams ausfallen können. „Ich muss Erik ein Kompliment machen. Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht“, sagte Swat. Das bestätigte auch Töpfers Gegenüber Björn Burmester.

Sieben Treffer durch Pöhle

Die zweite Hälfte begann so, wie die erste aufgehört hatte: mit einem Sturmlauf auf das Auer Gehäuse. Mit 20:7 setzte sich die HSG ab.

Vor allem Georg Pöhle hatte sich offensichtlich einiges vorgenommen und schenkte den Gästen gleich sieben Tore ein. Aber auch Toon Lenders und Alec Smit zählten mit jeweils fünf Treffern zu den Sieggaranten.

Kapitän Meinhardt stemmt sich dagegen

Auf der Gegenseite stemmte sich neben Töpfer einzig Eric Meinhardt gegen den Ansturm, um die Wogen ein wenig zu glätten. Der EHV-Kapitän traf insgesamt sechsmal und zeigte auch bei seinen drei Siebenmeter-Treffern keine Nerven. Kaum vorzustellen, dass der 33-jährige Topscorer der Auer nach dieser Saison seine Karriere beenden möchte.

Mit Benas Petreikis fehlte dem EHV ein sehr wichtiger Spieler. Das hatte auch Bültmann erkannt. Er ist mit Meinhardt einer der Schlüsselspieler bei Aue“, so der HSG-Coach, der jetzt die bereits vor dem Spiel angesprochene Siegesserie starten möchte. „Hoffentlich ist das der Start für einen erfolgreichen Dezember.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN