Außenseiter in Lübbecke Nordhorn-Lingen hat nur wenig zu verlieren

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Zweikampfstark: Julian Possehl tritt am Samstag mit der HSG Nordhorn-Lingen beim Top-Favoriten TuS Nettelstedt-Lübbecke an. Foto: ScholzZweikampfstark: Julian Possehl tritt am Samstag mit der HSG Nordhorn-Lingen beim Top-Favoriten TuS Nettelstedt-Lübbecke an. Foto: Scholz

Lingen. Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat nichts zu verlieren. Denn die Mannschaft von Trainer Heiner Bültmann ist am Samstag ab 19 Uhr beim TuS Nettelstedt-Lübbecke krasser Außenseiter. Aber das macht für das Zwei-Städte-Team den besonderen Reiz aus.

 Der Gastgeber gilt als Top-Favorit auf den Aufstieg, auch wenn es zurzeit nicht nach Wunsch läuft. Das macht schon die Tabelle klar: Die Ost-Westfalen belegen mit 19:11 Punkten nur den sechsten Platz. Die vom Verletzungspech gebeutelte HSG ist mit 20:10 Zählern Fünfter. In der gesamten Aufstiegssaison 2016/17 verbuchte Lübbecke nur einen Minuspunkt mehr. Damals kassierte der Meister die einzige Heimniederlage gegen die HSG.  

Aussprache in Lübbecke

Lübbecke hinkt den eigenen Ansprüchen hinterher. Anfang der Woche fand nach Angaben der Neuen Westfälischen eine deutliche Aussprache der Mannschaft mit Trainer Aaron Ziercke, dessen Vertrag im Juni 2019 nicht verlängert wird, und dem Vereinsvorsitzenden Armin Gauselmann statt. Es ist offenbar Druck auf dem Kessel. Doch bei den Heimspielen gegen Schwartau (23:16) und Balingen (33:27) hat Lübbecke bereits Dampf abgelassen. Der selbst ernannte Aufstiegskandidat hat die Konstanz zumeist auswärts vermissen lassen (7:9 Punkte). In der heimischen Kreissporthalle gab es nur am vierten Spieltag eine knappe Niederlage gegen Essen.

Für Gefahr vor dem gegnerischen Tor soll Pavel Mickal sorgen. Foto: Scholz


Gastgeber mit erstklassigem Kader

Die Besetzung des Kaders ist nicht nur nach Bültmanns Einschätzung erstklassig. Er stand bereits, als der Abstieg noch nicht sicher war. Lübbecke hätte mit dem Aufgebot also auch in der Bundesliga gespielt. Mit Joel Birlehm und Peter Tatai stehen zwei starke Torwarte zur Verfügung. Auf den Außenpositionen sorgen Jens Bechtloff und Peter Strosack für Tempo und Torgefahr. Auffälligster Akteur ist Dener Jaanimaa. Der Este, der über Kiel und Melsungen gekommen ist, gilt als explosiv und wurfstark auch aus der Distanz. Am Kreis sucht er oft den Polen Patryk Walczak.

Rückzug wichtig

Lübbecke spielt aus einer 6:0-Abwehr, verfügt über gefährliche Rückraumschützen, zu denen auch Valentin Spohn zählt. „Da kommt viel Druck“, warnt Bültmann. Für die HSG sei der schnelle Rückzug wichtig, weil der Gegner in der ersten Welle auf der Außenbahn stark sei. Es gelte die richtige Balance zwischen der offensiven Ausrichtung gegen Janimaa und der Sicherheit am Kreis.

Heiß auf das Verfolgerduell

Die HSG ist heiß auf das Verfolgerduell. Denn das Zwei-Städte-Team ist seit sechs Spielen ohne Niederlage, hat 11:1 Zähler gesammelt. Dabei fallen mit Alex Terwolbeck, Jens Wiese, Lutz Heiny und Nicky Verjans weiter vier Spieler aus.


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