Neuling Leschede verliert Spelles Volleyballerinnen zurück an der Tabellenspitze

Meine Nachrichten

Um das Thema EL-Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

In eigener Halle durfte Spelle jubeln. Archivfoto: ScholzIn eigener Halle durfte Spelle jubeln. Archivfoto: Scholz

Meppen. Die Volleyballerinnen aus Spelle und Lohne haben in ihren Ligen durch Heimsiege die Spitzenposition übernommen beziehungsweise verteidigt - der SCSV in der Regionalliga, Union eine Spielklasse tiefer in der Oberliga.

Regionalliga, Frauen: Einen 3:1-Heimsieg gegen die VSG Hannover hat am Samstagabend der SC Spelle-Venhaus gefeiert. Durch die gleichzeitige knappe Niederlage des Oldenburger TB in Osnabrück befördern sich die Emsländerinnen wieder an die Tabellenspitze.

Zu Beginn des ersten Satzes setzte Hannover die Gastgeber mit starken Aufschlägen ordentlich unter Druck, sodass Spelle schnell ins Hintertreffen geriet. Bereits beim Stand von 5:9 nahm Trainer Sebastian Gartemann die erste Auszeit, die jedoch nicht sofort fruchtete. Bis zur Mitte des Satzes fand Spelle nicht wie gewohnt ins Spiel. Beim Stand von 14:14 zogen die Gastgeberinnen mit Hannover gleich, um anschließend nur drei weitere Gegenpunkte zu machen. Am Ende war Spelle selbst ein bisschen überrascht, dass der Durchgang gewonnen wurde.

Der zweite Satz verlief quasi spiegelverkehrt zum ersten Durchgang. Während Spelle die Gäste beim Stand von 11:8 zur ersten Auszeit zwang, zog Hannover zum Satzende nochmal an und machte Spelle mit seiner unkonventionellen Spielweise das Leben schwer. Auf Speller Seite fehlte in der Abwehr die gewohnte Sicherheit, auf der anderen Seite gelang es den Gästen fast immer, noch eine Hand zwischen Ball und Boden zu bringen. Am Ende ging der Satz zwar knapp, aber durchaus verdient mit 25:22 an die VSG.

Als Kraftakt gestalteten sich die Durchgänge drei und vier. Auch wenn die Satzergebnisse mit 25:17 und 25:11 recht deutlich aussehen - dass Spelle alle drei Punkte behielt, war ein hartes Stück Arbeit. Gute Aufschläge von Nicole Poll und Spielerwechsel auf der Zuspiel- und Diagonalposition sorgten dafür, dass die Gastgeberinnen dem Spiel ihren Stempel aufdrücken konnten. Spektakuläre Angriffe von Susen Exler und Maren Rekers machten die Partie aus Speller Sicht immer ansehnlicher und bereiteten den Weg zum 3:1-Heimsieg.

„Wir haben sicherlich nicht unsere schönste Saisonleistung gezeigt, sind aber super happy, dass wir nach dem durchwachsenen Start den Weg in die Partie gefunden und das Spiel zu unseren Gunsten gedreht haben“, lautete das Fazit der Spellerinnen. Man sei super froh über den bisherigen Saisonverlauf und freue sich tierisch, den Anhängern wieder mehr Siege präsentieren zu können.

Leschede verliert 0:3 

Glatt in drei Sätzen verloren hat am Samstag Aufsteiger FC Leschede gegen den SV Wietmarschen.

Auch wenn die Leschederinnen motiviert und entschlossen waren, Punkte aus der Partie mitzunehmen, sorgten Abspracheprobleme auf dem Feld sowie zu viele Fehler in der Annahme dafür, dass Wietmarschen eine 10:4-Führung ausbauen konnte. Dagegen riefen die Gastgeberinnen ihr Potenzial nicht ab und verloren den Satz völlig unter Wert mit 14:25.

Der zweite Satz startete ähnlich wie der erste. Kam die Annahme nach vorne, schaffte es Leschede nicht, Punkte mit dem Angriff zu machen. Des Weiteren bereitete der gut aufgestellte Wietmarschen-Block dem FCL große Probleme, sodass dieser schnell mit 2:10 in den Rückstand geriet. Aufgrund dieses Starts lief Leschede seinen Gegnern im gesamten Satz hinterher. Zwar konnten sie durch eine konzentriertere Phase mit guten Aufschlägen schließlich noch 20 Punkte erreichen, mussten den Satz letztendlich jedoch auch abgeben.

Im dritten Satz gelang es Leschede nun endlich, den vielen anwesenden Zuschauern zu zeigen, dass sie mehr können, als sie bis jetzt gezeigt hatten. Durch druckvollere Angriffsschläge und ein besseres Annahmeverhalten bauten sie eine 11:5-Führung aus. Allerdings ließen sie den SV Wietmarschen am Ende wieder herankommen, sodass der Spielstand 22:22 lautete. Nach einer umkämpften Satzendphase hatten die Gegner schließlich die Nase vorn und gewannen das Spiel mit 3:0.

„In diesem Spiel haben wir absolut nicht das abgerufen, was wir eigentlich können, der SV Wietmarschen hat verdient gewonnen“, resümierte das Trainergespann Dieter Jansen/Jörg Alsmeier am Ende. „Allerdings ist es auch unsere erste 3:0-Niederlage in dieser Saison. Jetzt gilt es, das Spiel schnell abzuhaken und nächste Woche in Braunschweig neu anzugreifen.“

Oberliga, Frauen: Weitere sechs Punkte verbuchte am vergangenen Samstag der SV Union Lohne auf dem Konto und verteidigte somit die Tabellenspitze.

In der ersten Begegnung des Tages gegen die Reserve des SV Bad Laer trafen die Spielerinnen von Trainerduo Harald Nüsse und Kathi Schöttmer auf recht unbekannte Gesichter. Dennoch starteten sie hoch konzentriert ins Spiel und stellten sich schnell auf ihren Gegner ein. Bis zum 9:8 verlief der erste Satz ausgeglichen, bevor sich Lohne deutlich absetzte und der erste Satz auf Seiten der Lohnerinnen zu verbuchen war.

Diese Euphorie nahm die Heimmannschaft mit in den nächsten Satz, in dem Zuspielerin Eva Stevens zu Beginn eine Aufschlagserie von acht Punkten gelang. Diesen Vorsprung ließ sich die Mannschaft nicht nehmen und baute ihn stattdessen weiter aus. Starke Angriffe, die besonders von Sophia Hofschröer immer wieder im gegnerischen Feld platziert worden sind, führten zu zahlreichen Punkten. Demzufolge überließ Union Lohne der Mannschaft aus dem Osnabrücker Raum lediglich zehn Punkte.

Der letzte Satz spiegelte den Beginn des Spiels wider, in dem die Heimmannschaft erst Mitte des Satzes deutlich vorbeizog und schließlich den nächsten Sieg und weitere drei Punkte einfahren konnte.

Im zweiten Spiel stand mit dem FC Schüttorf eine altbekannte, abwehrstarke Mannschaft auf dem gegnerischen Feld. Die Lohnerinnen kamen gut ins Spiel und bauten in den ersten beiden Sätzen jeweils einen Vorsprung aus, den sie bis Ende des Satzes nicht abgaben. Der Regionalligaabsteiger überzeugte mit druckvollen Aufschlägen sowie einer abwehrstarken Leistung. Spannender wurde es im dritten und letzten Satz des Tages. Während die Heimmannschaft noch mit 15:12 führte, machten die Schüttorferinnen drei Punkte in Folge, sodass es zum Ausgleich kam. Bis zum Ende des Satzes war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Flatternde Nerven machten sich auf beiden Seiten der Aufschlaglinie bemerkbar. Schlussendlich zeigte der Regionalligaabsteiger Stärke und wollte die weiße Weste, im Hinblick auf das Satzverhältnis, nicht abgeben.

Gewinnbringend für den erfolgreichen Spieltag war aus Lohnes Sicht vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung, denn jede Spielerin zeigte ihr Können auf dem Spielfeld.

Freude herrschte beim SV Union Lohne nach den Heimsiegen. Foto: Harald Nüsse


Am vergangenen Samstag traf die Reserve des FC 47 Leschede zuhause auf den VCO Osnabrück und die Teckelenburger Land Volleys.

Der zweite Heimspieltag in Folge begann für den FC Leschede II weniger erfreulich. Die Gastgeberinnen fanden absolut nicht in die Spur und starteten mit einer klaren 0:3- Niederlage gegen den VCO Osnabrück. In keinem Element konnten sie an die gute Leistung des vorherigen Wochenendes anknüpfen. Was hatte gefehlt? „Es ist uns nicht gelungen, als geschlossenes Team aufzutreten“, so Mannschaftskapitänin Corinna Hasken bei der Teambesprechung zwischen den Spielen. „Man kann keinen Satz gewinnen, wenn jeder nur sein eigenes Ding macht. Jeder darf Fehler machen, aber wir müssen für einander kämpfen, um die möglichen Fehler des Nebenmannes wieder auszubügeln.“

Im zweiten Spiel gegen die Tecklenburger Volleys konnte der Zuschauer leicht den Eindruck gewinnen, als stünde ein komplett anderes Team auf dem Feld. Über starke Abwehraktionen und gezielte Angriffsschläge besonders über außen, bissen sich die Leschederinnen ins Spiel. Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, und den Tecklenburger Volleys war anzumerken, dass sie damit nicht gerechnet hatten. Auch wenn die Eigenfehlerquote teilweise noch hätte reduziert werden können, machte Leschedes Reserve diese mit genug direkten Punkten wett. Nachdem Satz eins knapp verloren worden war, sicherten sie sich die Leschederinnen den zweiten Satz und siegten im dritten Durchgang sogar souverän mit 25:16. Doch es folgt die Wende – den zu diesem Zeitpunkt wahnsinnig starken Aufschlägen der Tecklenburgerinnen konnte Leschedes Annahme sowohl im vierten als auch im fünften Satz nicht mehr standhalten, sodass das Spiel mit 2:3 verloren wurde.

Fazit von Corinna Hasken: „Wir haben immerhin einen Punkt gegen Tecklenburg mitgenommen – was wir zuvor nicht unbedingt erwartet haben. Und wir haben wirklich guten Volleyball gezeigt im zweiten Spiel.“


Statistik

Regionalliga, Frauen

SC Spelle-Venhaus – VSG Hannover 3:1

(25:17, 22:25, 25:17, 25:11)

SC Spelle-Venhaus: SC Spelle-Venhaus: Sophie Pottebaum, Katharina Gröne, Marie Rauen, Kapitän Sarah Feldkämper, Nicole Poll, Maren Rekers, Maren Kreuzeberg, Eva Oldhaus, Lisa Jürgensmeier, Susen Exler, Luisa Berger.

FC Leschede - SV Wietmarschen 0:3

(14:25, 20:25, 23:25)

FC Leschede: Anne Alsmeier, Dominika Bensch, Franziska Egbers, Pia Elfert, Lina Köster, Ida-Henrike Lohaus, Jennifer Lösch, Elisa Tegeder, Julia Verst, Jessica Wintering.


Oberliga, Frauen

Union Lohne – SV Bad Laer II 3:0

(25:15, 25:10, 25:18)

Union Lohne – FC Schüttorf 3:0

(25:15, 25:20, 32:30)

SV Union Lohne: Jana Brüning, Johanna Muntel, Merle Gossling, Lara Kretschmann, Nele Altendeitering, Sophia Hofschröer, Eva Stevens, Hanna Diek, Lena Altendeitering, Sarah Korte, Martina Lambers.


FC Leschede II – VC Osnabrück II 0:3

(10:25, 22:25, 13:25)

FC Leschede II – Tecklenburger Land Volleys 2:3

(23:25, 25:22, 25:16, 16:25, 10:15)

FC Leschede ll: Anna-Lena Kelbel, Anne Alsmeier, Corinna Hasken, Jasmin Bültel, Johanna Haarmann, Judith Möllering, Julia Morgenthal, Lea Löcken, Nathalie Pohl, Antonia Hermeling, Marion Rakel.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN