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Den großen Personalsorgen getrotzt Nordhorn-Lingen schafft den Coup: 25:22 in Hamm

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Erfolgreichster Werfer der HSG Nordhorn-Lingen an ehemaliger Wirkungsstätte: Julian erzielt beim 25:22-Sieg beim ASV Hamm-Westfalen acht Treffer. Foto: ScholzErfolgreichster Werfer der HSG Nordhorn-Lingen an ehemaliger Wirkungsstätte: Julian erzielt beim 25:22-Sieg beim ASV Hamm-Westfalen acht Treffer. Foto: Scholz

Hamm. Spannung pur in der Westpress Arena. Vor 1977 Zuschauern sorgt der personell arg gebeutelte krasse Außenseiter HSG Nordhorn-Lingen für eine faustdicke Überraschung: Der niedersächsische Handball-Zweitligist gewinnt 25:22 (11:13) beim ASV Hamm-Westfalen.

Der Gast jubelte ausgelassen über den zweiten Sieg in fremder Halle. Ausgerechnet bei dem Verein, für den HSG-Neuzugang Julian Possehl zuvor viereinhalb Jahre gespielt hatte. Der 25-jährige Rückraumspieler war mit acht Toren bester HSG-Schütze und hatte wesentlichen Anteil an der ersten Heimniederlage des ASV in dieser Saison. Die Westfalen hatten zuvor sechs Spiele in Serie nicht verloren.

„Ein unglaubliche Mannschaftsleistung“

Die Spieler feierten noch lange in der Kabine. „Ein unglaubliche Mannschaftsleistung“, strahlte Trainer Heiner Bültmann nach dem „souveränen Sieg. Die Mentalität stimmte.“ Kämpferisch passte alles. „Jeder weiß, dass er gebraucht wird.“ 

Über eine starke Leistung freut sich Bart Ravensbergen. Foto: Schröer


Hypothek geschultert

Die Gäste zeigten in Hamm eine bärenstarke Leistung. Dabei fehlten gleich fünf Spiele verletzt, darunter die komplette erste Aufbaureihe der vergangenen Saison: Torwart Björn Buhrmester, der am Samstag 34 Jahre alt wurde, Toon Leenders, Nicky Verjans sowie die langzeitverletzten Alex Terwolbeck und Jens Wiese. Eine Hypothek, die die HSG allerdings zu schultern wusste.

Tempo gemacht

Auch mit knappem Kader von neun Feldspielern und zwei Torwarten – „Aushilfe“ Stephan Wilmsen feierte seinen 40. Geburtstag – wollte sich Nordhorn-Lingen keinesfalls verstecken, sondern von Beginn an Tempo gehen. „Das ist mit der Mannschaft abgesprochen“, erklärte Trainer Heiner Bültmann.

HSG-Trainer Heiner Bültmann. Foto: Schröer


7:3 geführt

Auch mit knappem Kader von neun Feldspielern und zwei Torwarten – „Aushilfe“ Stephan Wilmsen feierte daheim seinen 40. Geburtstag – wollte sich Nordhorn-Lingen keinesfalls verstecken, sondern von Beginn an Tempo gehen. „Das ist mit der Mannschaft abgesprochen“, erklärte Bültmann. Das Zwei-Städte-Team führte durch Tore von Patrick Miedema und Georg Pöhle 2:0 (5.). Es baute den Vorsprung sogar auf vier Tore aus (7:3, 11.). „Hamm hatte Respekt“, erklärte Bültmann. Doch nach einer Viertelstunde gelang dem Gastgeber der Ausgleich (7:7). „Julian hat eine überragende erste Halbzeit gespielt“, lobte Bültmann Possehl. 

Zur Pause 11:13

Als Felix Storbeck zwischen die Pfosten wechselte, hatte die HSG mehr Mühe, sie vergab vier komplett freie Bälle. Beim 9:9 (21.) ging Hamm-Westfalen erstmals in Führung, die der Gastgeber auf 11:8 (25.) ausbaute. Zur Pause hieß es 13:11.

Strafwürfe vergeben

Hätten Georg Pöhle und Lasse Seidel ihre Siebenmeter vor der Pause genutzt, hätte es zu einem Unentschieden gereicht. Unmittelbar danach scheiterte auch Pavel Mickal an Torwart Felix Storbeck.

Zwölfeinhalb Minuten ohne Gegentor

Doch die HSG-Handballer ließen sich davon nicht beirren, hakten das Spiel keineswegs ab. Beim Stand von 12:15 begannen sie ihre Aufholjagd trotz Unterzahlspiels wegen einer Zeitstrafe gegen Pöhle und drehten sie Partie, Unglaubliche zwölfeinhalb Minuten kassierte das Zwei-Städte-Team keinen Gegentreffer und führte dank eines Sieben-Tore-Laufs 19:15.

HSG rückt weiter vor

Den Vorsprung gab Nordhorn-Lingen nicht mehr ab. Nach dem 25:22 rückte die HSG bis auf einen Zähler an den ASV heran und hat wieder Anschluss nach oben gefunden. Der Trainer bescheinigte Torwart Bart Ravensbergen eine Top-Vorstellung nach der Pause. „Er hat dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt.“ Luca de Boer hielt nicht nur in der Abwehr gegen, sondern warf auch noch sechs Tore. 

Jetzt Doppelspieltag

Jetzt steht das Zwei-Städte-Team vor einem Doppelspieltag: Am Freitag um 19.30 Uhr erwartet es im Euregium des Dessau-Roßlauer HV, zwei Tage später tritt es beim HSV Hamburg an.



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