Training nur alle zwei Wochen Für den Werlter Daniel Brinker geht Handball über alles

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Top-Shooter: Daniel Brinker hat in fünf Spielen 46 Tore für die HSG Haselünne/Herzlake geworfen. Foto: Doris LeißingTop-Shooter: Daniel Brinker hat in fünf Spielen 46 Tore für die HSG Haselünne/Herzlake geworfen. Foto: Doris Leißing

Werlte . Daniel Brinker zählt zu den Top-Shootern in der Handball-Landesklasse Weser-Ems. Dabei kann der Rückraumrechte der HSG Haselünne/Herzlake wegen seiner Schichtarbeit gar nicht regelmäßig trainieren.

An den Einheiten kann der Werlter, der jetzt in Spahnharrenstätte wohnt, nur jede zweite Woche teilnehmen. Bei Krone arbeitet er im Schichtbetrieb. Weil die Spätschicht bis 22.30 Uhr dauert, fällt dann das Training aus. In der anderen Woche ist er dienstags und donnerstags bei den Einheiten. Gegen 23 Uhr ist er danach wieder daheim. Am nächsten Tag muss er um 4 Uhr aufstehen. Doch auf die Sportart mag er nicht verzichten. „Handball geht über alles.“ 

Oft einer der jüngsten Spieler

Als Kind hat Brinker, der auch Fußball gespielt hat, Handballspiele seiner Mutter Silvia verfolgt, die in Werlte höherklassig aktiv war. Als er bei einem Handball-Spaßturnier mitmischte, war er infiziert. Dabei war der Anfang nicht leicht. Denn in gemischten Altersmannschaften gehörte er zu den mit Abstand jüngsten Spielern. „Ich habe oft nur auf der Ersatzbank gesessen. Aber der Spaß ist nicht verloren gegangen.“ Fest ins Gedächtnis eingebrannt hat sich eine klare Niederlage gegen Nordhorn. Beim 4:49 warf er das vierte Tor und durfte künftig häufiger ran und konnte sich beweisen.

Daniel Brinker in Aktion. Foto: Leißing


„Wir versuchen alles“

Zwei Jahre spielte Brinker in der Jugend bei der HSG Nordhorn in der Oberliga. Eine Belastung für die Eltern, die ihren Sohn chauffieren mussten. Genau wie später zur HSG Haselünne/Herzlake, deren Trainer Christoph Möller bereits zum zweiten Mal angefragt hatte. Schon als A-Jugendlicher spielte Brinker im Herrenbereich, bis auf eine Unterbrechung beim TuS Haren für Haselünne/Herzlake.

Mit der Haselünne/Herzlake aufgestiegen

Mit der HSG schaffte Brinker 2015 den Sprung auf die Bezirksebene. „Der Aufstieg war geil“, erinnert er sich. Jetzt kämpft die Mannschaft um den Klassenerhalt. „Wir haben einige Spieler abgegeben“, sagt Brinker. Zudem fehlen einige verletzte Akteure. Aufgeben kommt nicht infrage. „So sind wir nicht. Wir versuchen alles.“

HSG-Trainer Christoph Möller. Foto: Leißing


Effektivster Schütze

Dabei kann die HSG auf Brinkers Tore bauen. Dessen Abschlüsse beeindrucken Möller. Nach den ersten fünf Punktspielen brachte es der 23-jährige Handballer auf 46 Treffer. Damit führt er als effektivster Schütze die Torjägerliste an. Brinker zählt zu den erfahrensten Handballern in der jungen HSG-Mannschaft. Seit Jahren liefert er beständig gute Tor-Ergebnisse. Der Sportler lässt sich nicht unter Druck setzen. Er liefert einfach. „Ich überlege nicht lange“, hat er die Abläufe verinnerlicht. Und wer die Tore wirft, betont Brinker, ist doch egal. „Wir sind eine Mannschaft.“


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