Obiango-Einsatz fraglich Artland Dragons testen gegen Stahnsdorf im Livebetrieb

Von Susanne Fetter | 03.02.2017, 19:56 Uhr

Noch fünf Spieltage haben die Artland Dragons in der Hauptrunde der ProB zu absolvieren. Am Samstag (19.30 Uhr) ist der Tabellenvorletzte RSV Eintracht aus Stahnsdorf zu Gast. Es ist Saisonendspurt in der ProB, dabei fühlt sich die Mannschaft eher, als wäre sie gerade am Anfang.

Wir sind noch in der Pre-Season“, sagt Florian Hartenstein und lacht. Er weiß, dass das eigentlich nicht stimmt und es nur noch wenige Wochen bis zum Start der Playoffs sind. Doch für ihn, den neuen Trainer, der gemeinsam mit Christian Greve Anfang Januar die Dragons übernahm, und für die Mannschaft ist das so.

„Wir sind in der Vorbereitung. Nur dass wir nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit testen, sondern im Livebetrieb“, sagt Hartenstein. Den nächsten „Test“ absolviert seine Mannschaft am Samstag gegen den Tabellenvorletzten Stahnsdorf in der Artland Arena.

Bessere Kommunikation

„Eigentlich sind wir Favorit“, sagt Hartenstein. Aber eigentlich sind die Dragons auch noch dabei, sich unter dem neuen Trainerteam gerade zu finden. Gegen Stahnsdorf wünschen sich die Coaches vor allem eine stärkere Verteidigungsleistung. „Die Mannschaft soll das umsetzen, was sie im Training schon gezeigt hat“, sagt Hartenstein: „Wir müssen intensiver spielen und besser kommunizieren.“

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Dass der Tabellenvorletzte nicht zu unterschätzen ist, wissen die Dragons spätestens aus dem Hinspiel, als sie sich beim 77:73 in Stahnsdorf lange schwertaten. „Auch gegen Oldenburg haben sie am letzten Spieltag nur knapp verloren“, warnt Hartenstein. Bei der 75:83-Niederlage legte Joshua Adetokunbo Adeyeye 20 Punkte auf. „Auf ihn und Joshua Smith müssen wir besonders achten“, warnt Hartenstein.

Problemstelle Rebounds

Das gilt vor allem beim Rebound. Beim 68:64-Sieg in Rist Wedel am vergangenen Sonntag war der Wert alarmierend. 20 Rebounds weniger holten die Dragons da als der Gegner. (Weiterlesen: Artland Dragons sichern Playoffs mit Sieg in Wedel) 

Helfen soll die Rückkehr von Leistungsträger Gregory Graves, der in Wedel bereits sein Comeback feierte, sich aber noch etwas eingerostet fühlte. „Er kommt nach und nach besser in Schwung“, sagt Hartenstein und betont: „Ich glaube, er kann gegen Stahnsdorf schon wieder eine wichtige Rolle spielen.“

Obiango am Knie verletzt

Doch er soll die Last nicht allein tragen. „Wir müssen da alle besser arbeiten“, forderte Flügelspieler Chris Frazier bereits direkt nach der Partie in Wedel. Ob Blanchard Obiango da diesmal mitmachen kann, ist allerdings ungewiss. Der 28-Jährige, der seit dem Weggang von Kenneth Cooper auch unter dem Korb aushilft, bekam in Wedel einen Schlag aufs Knie und kam deshalb dort auch nur wenig zum Einsatz. „Er konnte nur sehr eingeschränkt in der vergangenen Woche trainieren“, berichtete Hartenstein, „wir werden sehen, ob es reicht.“

Entwarnung bei Fumey

Keine Folgen hatte dagegen der „Fehltritt“ von Benjamin Fumey. Der Kapitän knickte in Wedel um und musste neu getapt werden. „Alles okay“, gab es nach dem Spiel aber Entwarnung.

Für die Dragons geht es vor den beiden schweren Spielen bei den VfL Astro Stars und gegen Lok Bernau auch um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs, für die die Dragons bereits qualifiziert sind. Mit einem Sieg gegen Wedel würden sie in der Tabelle zumindest für eine Nacht die Spitze übernehmen und am Sonntag auf Platz zwei rangieren. Dann tritt Oldenburger bei Tabellenführer Bernau an. Beide Teams sind aktuell mit den Dragons punktgleich an der Spitze der ProB – eines davon könnten die Quakenbrücker also hinter sich lassen.