Artland Dragons „Gott sei Dank, nicht nach Sibirien“

09.07.2009, 06:06 Uhr

„Machbar, aber nicht zu unterschätzen“, so lautete das Urteil von Marko Beens. Der Basketball-Manager der Artland Dragons war gestern persönlich bei der Auslosung der FIBA Euro-Challenge in Barcelona. Mit dem Ergebnis war Beens „zufrieden“.

Ab 24. November treten die Dragons in der Gruppe G gegen die Antwerpen Giants (Belgien) und Tartu Rock (Estland) an. Der dritte Gruppengegner heißt entweder Besiktas Istanbul (Türkei) oder WBC Kraftwerk Wels (Österreich). Diese beiden spielen am 20. und 27. Oktober um die Teilnahme am Eurocup. Der Verlierer tritt in der Euro-Challenge an. In ihrer Gruppe müssen die Dragons Erster oder Zweiter werden, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren.

„Es ist eine sehr ausgeglichene Gruppe, in der alles möglich ist“, freut sich Trainer Thorsten Leibenath und warnt eindringlich davor, die Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen: „Antwerpen hat eine gute Rolle in der belgischen Meisterschaft gespielt, Tartu hat starke Spieler“, weiß er. Und wen wünscht er sich als dritten Gegner? „Das soll nicht abwertend klingen“, betont Leibenath, „aber ich denke, er heißt Wels. Besiktas ist der klare Favorit in diesem Duell und wäre es auch in unserer Gruppe.“ Und wie schätzt Leibenath Wels ein? „Die sind immerhin Meister“, sagt er und erinnert sich: „Mit Gießen habe ich in der Vorbereitung schon einmal gegen Wels verloren.“

Auch Beens denkt, dass es Wels wird. „Der Manager hat mir bei der Auslosung schon zugewunken. Seinem Trainer, der daneben saß, passte das aber gar nicht“, berichtet Beens aus Barcelona. Dort hatte er eigentlich nur vor einem Gegner gezittert: Krasnoyarsk. Der Dragons-Manager hatte extra bei der FIBA angerufen, um zu klären, wie man in die sibirische Stadt kommt. Die Antwort des Verbandes: „Das sind nur vier Flugstunden.“ Daraufhin bohrte Beens nach: „Von welchem Flughafen aus?“ Die Antwort der FIBA: „Von Moskau.“ „Gott sei Dank ist uns diese Reise erspart geblieben“, sagt Beens.

Nun haben die Dragons – sollte Wels der dritte Gegner sein – sogar zwei Nachbarländer gelost. „Das ist gut für unsere Fans. Vielleicht kommen ja einige mit“, sagt Leibenath. Die Termine stehen bereits – mögliche Verschiebungen nicht ausgeschlossen: 24. November in Antwerpen; 1. Dezember gegen Tartu; 8. Dezember in Wels; 15. Dezember gegen Antwerpen, 5. Januar in Tartu, 12. Januar gegen Wels.