Hauptsache ein Sieg zu Weihnachten Artland Dragons retten sich gegen Paderborn ins Ziel

Entscheidende Aktion: Eine Minute vor dem Ende klaut Dragons-Kapitän Adrian Breitlauch den Ball und erzielt wichtige Punkte.Entscheidende Aktion: Eine Minute vor dem Ende klaut Dragons-Kapitän Adrian Breitlauch den Ball und erzielt wichtige Punkte.
Rolf Kamper

Quakenbrück. Mit einem starken ersten Viertel, viel Einsatz und am Ende auch etwas Glück haben die Artland Dragons ihr kurzes Weihnachtsfest gerettet.

Gegen die Uni Baskets Paderborn gewannen die Quakenbrücker Basketballer mit 97:89 (53:31), mussten dabei nach einer sehr hohen Führung aber noch einmal gehörig zittern.

Erleichterter Trainer und 500 Zuschauer

„Wir wollten und mussten zeigen, dass wir nicht nur guten Basketball spielen sondern auch Spiele gewinnen können“, sagte Tuna Isler nach der Partie und die Erleichterung war dem Trainer der Drachen dabei durchaus anzusehen. Seine Mannschaft hatte die Nerven ihres Coaches und der rund 500 Zuschauer in der Halle zuvor ziemlich auf die Probe gestellt – trotz einer Führung mit 22 Punkten zur Halbzeit.

Zwei große Läufe im ersten Viertel

Im ersten Viertel hatten die Dragons ihr fraglos vorhandenes Potenzial in positiver Hinsicht gezeigt. Der Ball lief flüssig durch die Reihen und nach 0:4-Rückstand zu Beginn drehten die Dragon mit einem 11:0-Lauf erstmals auf. Später im Viertel folgte ein weiterer 11:3-Lauf und beim Stand von 32:14 sah es schon ziemlich gut aus.

Das lag auch daran, dass der Dreier in den ersten zehn Minuten richtig gut fiel. Sechs von zehn Versuchen fanden ihr Ziel – das sollte allerdings nicht so bleiben. Im Gegenteil: In den weiteren drei Vierteln waren nur noch vier Dreier drin, bei stolzen 23 Versuchen. Auch ein Grund, warum die Partie fast kippte.

Rolf Kamper
Bester Werfer der Artland Dragons gegen Paderborn war Zach Ensminger mit 23 Punkten.

Vorher aber hatten die Quakenbrücker die Sache im zweiten Viertel noch im Griff. Die Führung pendelte sich bei rund 20 Punkten ein und vieles sah fast schon nach weihnachtlicher Ruhe aus. Das sollte sich im dritten Viertel erstmals ändern. Sobald Paderborn einige Angriffe in Folge erfolgreich war, spürte man förmlich wie die Spieler der Dragons ins Grübeln gerieten. Kein Wunder nach dem bisher schwankenden Saisonverlauf mit vielen knappen Niederlagen.

Paderborn kommt bis auf fünf Punkte heran

Hinzu kam ein recht erheblicher Qualitätsverlust, wenn nicht die Starting Five auf dem Feld stand. Das führte dazu, dass die Sache im vierten Viertel beinahe wirklich kippte. Bis auf fünf Punkte kam Paderborn heran, doch statt völlig den Kopf zu verlieren, rissen sich die Dragons angeführt von Zach Ensminger (offensiv) und Adrian Breitlauch (überall) zusammen, verteidigten wieder besser und sicherten so den wichtigen Sieg.

Am zweiten Feiertag geht es schon weiter

An Heiligabend steht nun morgens Training auf dem Programm, am ersten Feiertag geht es abends in die Halle. Grund ist das Auswärtsspiel am zweiten Feiertag (17 Uhr) bei Phoenix Hagen. „Entscheidend dort wird einfach sein, welche Mannschaft stabiler spielt“, prognostiziert Isler. 


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