Reboundprobleme mit kleiner Rotation Dragons kassieren in Leverkusen vierte Saisonniederlage

Hart um freie Wurfpositionen mussten die Artland Dragons (hier Chase Griffin) beim Spiel in Leverkusen kämpfen. Foto: Malte SchlaackHart um freie Wurfpositionen mussten die Artland Dragons (hier Chase Griffin) beim Spiel in Leverkusen kämpfen. Foto: Malte Schlaack

Leverkusen. Die Artland Dragons bleiben in der ProA vorerst im Tabellenkeller hängen. Bei Aufsteiger Bayer Giants Leverkusen verloren die Quakenbrücker Basketballer mit 88:93 (45:43) und kassierten damit im fünften Saisonspiel die vierte Niederlage.

1. Viertel: Nach dem Ausfall von Danielius Lavrinovicius (Meniskus-OP) und der Rückkehr von Paul Albrecht traten die Dragons erneut mit nur acht Spielern an. Albrecht stand direkt in der Starting Five und sah die ersten Punkte per Dreier für sein Team durch Malik Dunbar. Ohnehin verlegten sich beide Teams in der Anfangsphase vor allem auf Würfe aus der Distanz, wobei die Dragons dabei erfolgreicher waren. Nach viereinhalb Minuten führten sie so mit 13:8. Danach ging dann erstmal so gut wie gar nichts mehr. Beim 17:16 ging Leverkusen erstmals in Führung und hielten diese bis zum 23:22 nach zehn Minuten.

2. Viertel: Jannes Hundt erzielte die ersten Punkte für die Dragons, direkt danach bekam Dunbar ein mehr als fragwürdiges unsportliches Foul von den insgesamt sehr merkwürdig agierenden Schiedsrichtern. Das schien aber den Fokus bei den Drachen wieder richtig einzustellen, denn die Mannschaft agierte nun konzentrierter und physisch sehr präsent. Mitte des Viertels kassierte Dunbar dann beim Stand von 36:31 für die Quakenbrücker sein drittes Foul, wobei auch das eine mindestens fragwürdige Entscheidung war. Das Team ließ sich aber auch davon nicht beeindrucken und spielte mit viel Einsatz weiter, profitierte dabei aber auch von einigen leicht vergebenen Leverkusener Punkten. Bis auf 42:33 setzten sie sich so ab, dann waren allerdings die Gastgeber wieder an der Reihe. Die Dragons waren im Rebound nicht mehr aufmerksam und gingen so schließlich nur mit einer 45:43-Führung in die Kabine. 

3. Viertel: Die zweite Halbzeit eröffnete Paul Albrecht mit zwei Punkten unter dem Korb. Es folgten vier sehr einfache Punkte der Leverkusener, da die Dragons weiter Probleme hatten, die Zone abzusichern. Hinzu kam weiterhin die schier unglaubliche Schwäche beim Rebound. Nach 23 Minuten hatte Leverkusen bereits zwölf Offensivrebounds geholt, bekam so immer wieder zweite Chancen und setzte sich auf 56:49 ab. Da Leverkusen nun auch noch anfing seine Dreier zu treffen, wurde die Sache nicht leichter für die Drachen, die auch in der Offensive zunehmend kopflos agierten.58:65 lagen sie so nach 30 Minuten zurück.  

4. Viertel: Die ersten drei Punkte des Schlussabschnitts machten die Dragons von der Linie, danach ließen Pierre Bland und Dunbar einen Alley oop zum 63:65 folgen (33.). Doch wieder waren es Unaufmerksamkeiten, die die kleine Aufholjagd stoppen und schnell führte Leverkusen wieder mit 72:65. Der Einsatz blieb hoch bei den Gästen und Griffin verkürzte per Dreier auf 70:73 (35.), doch die Kräfte schwanden langsam und Leverkusen kam weiterhin vor allem in der Zone viel zu einfach zum Abschluss. Die Dragons punkteten nun zwar weiter konstant, bekamen aber hinten zu wenig Stops. So war nach dem schwachen dritten Viertel trotz guter Moral nichts mehr zu machen, auch wenn Griffin kurz vor Schluss noch einmal auf 88:89 verkürzte. Leverkusen scorte im Gegenzug und im letzten Angriff vergab Dunbar, sodass die Gastgeber den Sieg von der Freiwurflinie sicherten. Bester Werfer bei den Dragons, die in der kommenden Woche bei den Eisbären Bremerhaven spielen, war Robert Oehle mit 21 Punkten. 


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