Unglückliche dritte Niederlage in Folge Großer Kampf der Artland Dragons wird nicht belohnt

Vollen Einsatz zeigten die Artland Dragons um Routinier Chase Griffin (am Boden gegen Stephon Jelks) gegen Heidelberg. Foto: Rolf KamperVollen Einsatz zeigten die Artland Dragons um Routinier Chase Griffin (am Boden gegen Stephon Jelks) gegen Heidelberg. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Die Artland Dragons haben im dritten Saisonspiel die dritte Niederlage kassiert. Gegen die MLP Academics Heidelberg verloren die Quakenbrücker Basketballer mit 88:94 nach Verlängerung (40:51, 79:79). Eine extrem unglückliche Angelegenheit.

Die Dragons mussten wie befürchtet auf Paul Albrecht (Wadenprobleme) verzichten. Für ihn rückte Neuzugang Malik Dunbar neben Thorben Döding, Pierre Bland, Danielius Lavrinovicius und Robert Oehle in die Starting Five. Die Drachen begannen wesentlich konzentrierter als in der Vorwoche in Nürnberg und gestalteten die Partie zunächste ausgeglichen. Mitte des ersten Viertels zog Heidelberg dann aber das Tempo an und setzte sich schnell auf 14:7 ab. Die Verteidigung der Dragons klappte zwar oft und die Uhr lief runter, aber Heidelberg fand dann eben doch noch einen Wurf und traf die Dreier sehr gut. Dazu kam, dass in der Offense einige Würfe nicht fielen. Doch die Mannschaft ließ sich davon nicht beirren, verteidigte noch verbissener und verkürzte auf 19:21 (9.). Nach zehn Minuten stand es dann 20:24 und die Dragons waren gegen einen starken Gegner in der Partie. 

Viel Einsatz gegen starken Gegner

Zu Beginn des zweiten Abschnitts stellte Heidelberg gleich wieder seine Stärke unter Beweis und traf den nächsten Dreier mit Ablauf der Uhr. Hier tat sich vor allem Stephon Jelks hervor, der nach zwölf Minuten bereits elf Punkte auf dem Konto hatte. Die Dragons machten weiterhin vor allem defensiv kein schlechtes Spiel, kamen aber nicht so wirklich näher. Mal rollte ein Dreier von Jannes Hundt wieder raus, dann ließen sie einen Freiwurf liegen oder Heidelberg kam doch mal zu einfachen Punkten. Gegen Ende des Viertels kippte das Spiel dann doch sehr wieder in Richtung der Gäste. Vorne klappte fast nichts mehr und Oehle kassierte zwei Offensivfouls hintereinander und die Academics setzten sich auf 45:30 ab (17.). Doch wieder zeigten die Dragons eine Reaktion und ließen den Rückstand mit viel Einsatz nicht noch größer werden. Bis zur Pause verkürzten sie noch auf 40:51. 

Lavrinovicius macht es spät einstellig

Den zweiten Durchgang eröffnete der wieder einmal offensiv überragende Shyron Ely mit einem leichten Korbleger. Die Dragons antworteten mit fünf Punkten, doch es ging zunächst nicht mehr, zumal Oehle schnell sein viertes Foul bekam und somit aus dem Spiel war. Die Heidelberger hatten so unter dem Korb leichteteres Spiel und setzten sich mit ihrem tiefen und qualitativ hochwertigen Kader wieder etwas ab. Der Bruch im Spiel der Quakenbrücker war nicht zu übersehen, denen bei kleiner Rotation auch die Kräfte schwanden. Dennoch: Wie in beiden Vierteln zuvor kämpfte die Mannschaft und rückte wieder etwas heran (54:65, 28.). Mit Ablauf der Uhr traf Lavrinovicius einen weiteren Dreier und es ging mit einem einstelligen Rückstand (60:69) ins Schlussviertel.

Kurz ist der Korb wie vernagelt

Dort erzielte Bland schnell zwei Punkte und das Publikum war längst da. Döding traf zwei Freiwürfe und nachdem Lavrinovicius per Dunking auf 66:69 verkürzt hatte (32.), nahm Heidelbergs Trainer Branislav Ignjatovic erbost die Auszeit. Bei Heidelberg ging offensiv gar nichts mehr, doch auch die Dragons leisteten sich wieder einige Fehler. Zamal Nixon traf einen Dreier und nun war der Korb für die Gastgeber wieder wie vernagelt. Immerhin von der Freiwurflinie fiel noch etwas und so blieb es einigermaßen knapp. 

Der letzte Wurf fällt nicht - Verlängerung

Chase Griffin traf einen Freiwurf nach technischem Foul, Hundt den schweren Korbleger und Griffin einen Dreier zum 75:77 (39.). Nach einem unsportlichen Foul traf Griffin einen Freiwurf und Hundt brachte die Dragons im folgenden Ballbesitz erstmals in Führung (78:77, 39.). Von der Linie drehte Nixon die Angelegenheit 12,8 Sekunden vor Schluss mit zwei Treffern wieder, doch die Dragons hatten den Ball. Griffin scheiterte mit seinem Dreier, doch Lavrinovicius wurde 3,1 Sekunden vor dem Ende beim Rebound gefoult. Er traf einen Versuch, beim zweiten war Dunbar da, doch sein Tip in ging daneben und das Spiel damit beim Stand von 79:79 in die Verlängerung.

Heidelberg mit mehr Kraft in der Verlängerung

Dort traf Niklas Würzner für Heidelberg den ersten Dreier und Nixon ließ direkt den zweiten folgen (79:85, 42.). Hundt verkürzte zwar im folgenden Angriff, aber Ely behielt an der Linie die Nerven und nach Heydens Treffer aus der Mitteldistanz war die Partie entschieden (81:89, 44.). Dunbar traf zwar noch einen Dreier, doch Heidelberg hatte mehr Kräfte und hatte nach der glücklich erreichten Verlängerung auch den psychologischen Vorteil. Bester Werfer bei den Dragons, bei denen gleich sieben Spieler zweistellig punkteten, war Pierre Bland mit 16 Punkten. Weiter geht es für die Drachen bereits am Mittwoch (19.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei Phoenix Hagen. 

 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN