Viel spricht gegen den ersten Sieg Artland Dragons gegen starke Heidelberger Außenseiter

Eine Neuauflage des Duells zwischen dem Heidelberger Phillipp Heyden (hinten) und Jonathan Malu von den Dragons wird es an diesem Spieltag nicht geben. Malu ist weiterhin verletzt. Foto: Rolf KamperEine Neuauflage des Duells zwischen dem Heidelberger Phillipp Heyden (hinten) und Jonathan Malu von den Dragons wird es an diesem Spieltag nicht geben. Malu ist weiterhin verletzt. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Die Vorzeichen der Partie der Artland Dragons am Samstag (20 Uhr, Artland Arena) gegen die MLP Academics Heidelberg sind klar. Während die Quakenbrücker Basketballer die ersten beiden Saisonspiele verloren haben und personell angeschlagen sind, ist Heidelberg noch unbesiegt und kann auf einen tiefen Kader zurückgreifen.

„Wir haben realisiert, dass wie in den ersten Spielen unter unseren Möglichkeiten geblieben sind“, sagt Trainer Florian Hartenstein über den missratenen Saisonstart der Dragons. Nach den Niederlagen zum Start gegen Tübingen und in Nürnberg wartet nun aber das nächste Schwergwicht der Liga. Heidelberg hat gegen Ehingen und Paderborn zwar nur jeweils knapp gewonnen, dabei aber schon das Potenzial gezeigt, das in der Mannschaft steckt. „Sie wollen aufsteigen, dementsprechend haben sie investiert“, sagt Hartenstein. Im kommenden Jahr wird die neue Arena in Heidelberg fertig, die allen Standards der BBL entsprechen wird.

Heidelberg hat Leistungsträger gehalten

Vom letztjährigen Kader, der es bis ins Halbfinale der Playoffs schaffte, haben die Academics die Leistungsträger gehalten. Dazu zählt allen voran Shyron Ely (Hartenstein: Für mich der beste Small Forward der Liga) und Center Phillipp Heyden, mit dabei ist mit Marc Liyanage auch ein ehemaliger Spieler der Drachen. Mit starken US-Neuzugängen wie dem spät verpflichteten Zamal Nixon und dem körperlich sehr präsenten Stephon Jelks hat Trainer Branislav Ignjatovic so eine vielversprechende Mannschaft beisammen.

Albrechts Einsatz noch unsicher

Entsprechend schwer wird die Aufgabe für die Drachen, die weiter auf Jonathan Malu nach dessen Knöchelverletzung verzichten müssen. Darüber hinaus steht hinter dem Einsatz von Paul Albrecht noch ein Fragezeichen. Der Flügelspieler hat sich in Nürnberg an der Wade verletzt. Sollte Albrecht tatsächlich ausfallen, würde wohl Hendrik Prasuhn wie auch David Röll in den Kader rücken. Der 20-jährige ehemalige Jugendspieler Prasuhn hat in der Woche bereits im Training ausgeholfen. Für die Rotation auf dem Feld würde er allerdings eher nicht in Frage kommen, sodass in diesem Fall nur acht Spieler zur Verfügung stünden. 

Taktische Änderungen möglich

Über diese Eventualitäten will sich Hartenstein aber noch keine Gedanken machen – dem Coach geht es um Grundsätzliches. „Wir werden einige taktische Änderungen vornehmen und wollen so in den für uns passenden Rhythmus kommen“, meint Hartenstein, ohne ins Detail zu gehen. Es gehe darum, ein gutes Spiel zu zeigen. und über diesen Weg den ersten Sieg der noch jungen Saison einzufahren. Auch wenn die Vorzeichen eine andere Sprache sprechen.  


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN