Keine Chance mehr auf Playoffs Artland Dragons: Niederlage beim Tabellenletzten Baunach

Gegen zwei: Drache Demetris Morant versucht, gegen Daniel Keppler und Henri Drell zum Korb zu ziehen. Foto: Sportpress/Alfred WeinkaufGegen zwei: Drache Demetris Morant versucht, gegen Daniel Keppler und Henri Drell zum Korb zu ziehen. Foto: Sportpress/Alfred Weinkauf

Bamberg. Die Artland Dragons haben beim Tabellenletzten Baunach verloren. Nach der 85:94-Niederlage haben die Quakenbrücker Basketballer nun endgültig keine Chance mehr auf die Playoffs der ProA.

Eine Woche nach dem überraschenden 98:94-Heimerfolg gegen Tübingen taten sich die Dragons schwer, beim Tabellenletzten Baunach in die Partie zu kommen. Schnell führten die Gastgeber in der Bamberger Graf-Stauffenberg-Halle nach einem Dreier von Nicholas Tischler mit 3:0. Bis zur Mitte des ersten Viertels bauten die Baunacher die Führung auf 15:6 aus. 

Ohne Griffin und Malu

Bei den Dragons fehlten Chase Griffin (Kehlkopfentzündung) und Jonathan Malu, der immer noch unter den Folgen eines schweren grippalen Infektes leidet. Dafür kamen andere zu mehr Spielzeit wie Youngster Radii Caisin, der in der ersten Fünf stand. Nach zwei Dreiern von Brian Oliver und einem Dunk von Demetris Morant waren die Quakenbrücker wieder bis auf einen Punkt dran. Paul Albrecht erzielte in der 9. Minute per Korbleger die erste Führung (18:17) für die Dragons. Nach dem ersten Viertel lagen sie mit 22:20 in Front.

Dragons: Zu viele zweite Chancen für Baunach

Die Dragons wechselten viel, setzten bereits bis zur Pause alle mitgereisten Spieler bis auf Nachwuchstalent Jannik Lokudu ein. Ab der Mitte des zweiten Viertels sank jedoch die Trefferquote bei der Mannschaft von Trainer Florian Hartenstein, zudem gestattete sie den Baunacher immer wieder zweite Chancen. Die Oberfranken, die bereits seit Wochen als Absteiger feststehen nutzten diese und gingen bis zur Halbzeit wieder mit 40:36 in Führung.

Kaum Punkte im dritten Viertel

Nach der Pause verteidigten beide Teams hart und hatten Probleme offensiv ihren Rhythmus zu finden. Vor allem der junge Caisin fiel gegen Ende des dritten Viertels mit ein paar guten Aktionen auf. Insgesamt nur 19 Punkten wurden erzielten beide Mannschaften zusammen in diesen zehn Minuten. Die Dragons verkürzten den Rückstand um einen Zähler auf 46:49.

Im Schlussabschnitt gingen die Dragons dann konzentrierter zu Werke. Pierre Bland sorgte mit zwei verwandelten Freiwürfen nach einem unsportlichen Foul für den Ausgleich, Danielius Lavrinovicius brachte die Quakenbrücker ebenfalls von der Linie in Führung (52:50). Kurz darauf baute der junge Litauer mit einem Dreier diese auf 57:51 aus. Mit einem 6:0-Lauf aber kam Baunach wieder heran.

Spiel geht in zwei Verlängerungen

Doch erneut war es Bland, an diesem Abend Topscorer der Dragons mit 23 Punkten, der voranging. Auch Thorben Döding steuerte einen Dreier bei und traf zum 64:59. Doch Baunach arbeitete sich noch einmal heran und glich eine Minute vor dem Ende zum 64:64 aus. Ausgeglichen stand es auch nach 40 Minuten. Das Spiel, das wahrlich keinen Schönheitspreis verdient hatte, ging in die Verlängerung.

In dieser musste nach zwei Minuten Demetris Morant mit fünf Fouls vom Feld. Bereits im vierten Viertel war die Partie für Paul Albrecht zu Ende gewesen. Den Dragons fehlte nun beinahe die komplette große Garde. Oliver besetzte mit Lavrinovicius die Positionen unter dem Korb. Die Dragons hielten vor allem mit Bland dagegen, der allerdings wenige Sekunden vor dem Ende der fünf Zusatzminuten den Ball zu lange in der Hand hielt ohne ihn zu passen. Baunach nutze die letzte Angriffsmöglichkeit nicht, so dass es eine zweite Verlängerung gab.

16 Saisonniederlage für Dragons

Auch in dieser blieb es lange eng. Am Ende aber sorgte der starke Kristian Kullamäe von der Linie für die Entscheidung. Mit 85:94 unterlagen die Dragons beim Tabellenletzten, der den sechsten Saisonsieg einfuhr. Die Dragons haben dagegen mit nun 12 Siegen und 16 Niederlagen keine Chance mehr, die Playoffs in der ProA zu erreichen. Am kommenden Samstag steht in der Artland Arena damit definitiv das letzte Heimspiel der Saison gegen Kirchheim an.


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