Hohe Führung fast noch verspielt Dragons erkämpfen Sieg gegen Paderborn

Viel Gegenwehr bekamen Topscorer Chase Griffin (am Ball) und die Artland Dragons im Spiel gegen die Paderborn Baskets. Foto: Rolf KamperViel Gegenwehr bekamen Topscorer Chase Griffin (am Ball) und die Artland Dragons im Spiel gegen die Paderborn Baskets. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Die Artland Dragons haben sich in der ProA eine ausgeglichene Bilanz erkämpft. Nach dem 68:65-Sieg (31:27) gegen die Uni Baskets Paderborn stehen die Quakenbrücker Basketballer bei neun Siegen und neun Niederlagen. Es war aber ein ganz schweres Stück Arbeit.

1. Viertel: Zum ersten Mal in dieser Saison waren bei den Dragons alle Spieler einsatzbereit und topfit. Mit dabei war also auch nach seiner Erkältung wieder Jannes Hundt, der mit Pierre Bland, Chase Griffin, Paul Albrecht und Demetris Morant in der Starting Five stand. Die Partie eröffnete Paderborn dann mit zwei erfolgreichen Dreiern. Danach fanden die Dragons aber ihre defensive Stabilität und erzielten die nächsten sieben Punkte, hatten insgesamt aber etwas Probleme mit der harten Defense der Ostwestfalen. die Drachen stellten auf Zonenverteidigung um und stellten ihren Gegner so vor Probleme. Paderborn traf allerdings die offenen Dreier sehr sicher. Nach zehn intensiven Minuten stand es so 19:18.

2. Viertel: Es war weiter ein harter Kampf um Ball und Punkte. Beide Mannschaften verteidigten verbissen, sodass es nicht viele Punkte gab. In der zähen Angelegenheit hatten die Dragons in dieser Phase etwas zu wenig Geduld an beiden Enden des Feldes und gingen so erst einmal in Rückstand (23:26, 16.). Über Arbeit in der Defensive fand das Team aber zurück ins Spiel und führte rund zwei Minuten vor der Pause wieder mit 28:26. Richtig ansehnlich wurde es danach auch nicht, was allein der Halbzeitstand von 31:27 zeigt und eine Zahl noch mehr verdeutlichte: Die Dragons gaben in der ersten Hälfte lediglich sieben Asissts, Paderborn sogar nur drei. Außerdem trafen die Quakenbrücker nur zwei ihrer 13 Dreierversuche. 

3. Viertel: Wer zu Beginn der zweiten Hälfte ein attraktiveres Spiel erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die ersten Punkte erzielte Griffin erst nach dreieinhalb Minuten per Dreier. Da die Dragons weiter sehr gut verteidigten, führten sie kurz danach mit 36:27 (25.). Zumindest Griffin hatte sein Visier nun offenbar richtig eingestellt. Der Routinier traf seinen nächsten Dreier und Bland legte kurze Zeit später zum 41:29 nach. Das Zusammenspiel passte nun, weil Bland Regie führte und Morant einsetzte. Der Center schloss per Dunk ab und Paderborns Coach Uli Naechster nahm beim Stand von 45:31 für die Drachen die Auszeit. Kein schlechtes Mittel, denn seine Mannschaft ließ schnell sieben Punkte folgen. So war das Spiel am Ende des Viertels beim Stand von 50:41 weiter recht offen. 

4. Viertel: Den Schlussabschnitt eröffnete Griffin mit dem nächsten Dreier. Abschütteln ließ sich Paderborn aber trotz weiter schwacher Wurfquote nicht, denn auch bei den Dragons fiel nur sehr wenig. Wenn es aus der Distanz nicht geht, muss man also näher an den Korb. Gesagt getan: Morant ließ zwei spektakuläre Dunks folgen, wobei der zweite per einhändig verwandeltem Alley-Oop die Arena besonders zum Kochen brachte (57:43, 35.). Aber die Baskets waren noch nicht besiegt. Die Intensität bei den Dragons ließ fast komplett nach und zwei Minuten vor Schluss stand es nur noch 62:56. Morant ließ zwar einen Dunk folgen, doch wie aus dem Nichts war Paderborns Topscorer Joseph Benzinger erwacht. Auf 61:64 brachte er seine Mannschaft heran, dann kassierte Bland sein fünftes Foul.

Von der Freiwurflinie verkürzte Daniel Mixich auf 62:64 heran. Anders als seine Kollegen zuvor behielt Chase Griffin an der Linie dann die Nerven und brachte sein Team 14,4 Sekunden vor Schluss wieder mit 66:62 in Führung. Nach einer Auszeit traf Paderborns Connor Wood aber recht schnell den Dreier. 4,7 Sekunden vor dem Ende bekam Döding zwei Versuche und traf beide. Paderborn warf den Ball weg und das Spiel war gewonnen. 

Fazit: Mitte des vierten Viertels sahen die Dragons schon wie der sichere Sieger aus. Gegen einen schwachen Gegner aus Paderborn gaben die Quakenbrücker dann aber völlig unnötig die Kontrolle und so sogar fast noch das komplette Spiel aus der Hand. Immerhin sicherte das Team aber mit später Nervenstärke von der Freiwurflinie noch den Sieg, verpasste es aber, den direkten Vergleich nach der Niederlage im Hinspiel zu holen. Dennoch: Mit nun ausgeglichener Bilanz von neun Siegen und neun Niederlagen dürften sich die Drachen der gröbsten Abstiegssorgen entledigt haben. Bester Werfer gegen Paderborn war Chase Griffin mit 18 Punkten. Weiter geht es für die Dragons am kommenden Samstag (20 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei den Römerstrom Gladiators Trier. 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN