Dritte Pleite in Serie Artland Dragons verlieren gegen Nürnberg 78:84

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Intensives Duell: Nils Haßfurther (links) gegen den Quakenbrücker Jannes Hundt. Foto:Rolf KamperIntensives Duell: Nils Haßfurther (links) gegen den Quakenbrücker Jannes Hundt. Foto:Rolf Kamper

Quakenbrück. Die Artland Dragons haben eine bittere Niederlage in eigener Halle kassiert. Im wichtigen Spiel gegen die Nürnberg Falcons unterlagen die Quakenbrücker Basketballer 78:84 (36:37) und setzten damit ihren Abwärtstrend in der ProA fort.

Wer auf einen Blick sehen wollte, wie wichtig diese Partie für die Artland Dragons war, der musste nur kurz auf die Tabelle der ProA blicken. Mit 5 Siegen und 7 Niederlagen rangierten die Quakenbrücker dort vor diesem Spiel auf Platz zwölf. Die Playoffplätze noch ebenso im Blick wie die Abstiegszone. Und nach zwei Niederlagen in Folge sollte der Weg der Drachen wieder nach oben führen. Stattdessen folgte die dritte Pleite in Folge und das gegen einen Konkurrenten aus der direkten Tabellennachbarschaft, der sich dank des Sieges weiter von den Dragons absetzen konnten.

11:2-Führung nach konzentriertem Start

Dabei startete das Team von Florian Hartenstein konzentriert in das Heimspiel gegen die Nürnberg Falcons. Nach drei Minuten führte es 6:0, bis zur Mitte des ersten Viertels sogar 11:2. Konsequent im eigenen Abschluss und in der Verteidigung. Locker und leicht sah es aus. Vielleicht wiegten sich die Dragons etwas zu sehr in Sicherheit, sicher kamen die Gäste aus Mittelfranken auch etwas besser in die Partie. Nach und nach jedenfalls schmolz der Vorsprung immer mehr. Zu viele Ballverluste leisteten sich die Dragons, zu oft vergaben sie einfache Chancen zu punkten. Bis zum Ende des ersten Viertels kam Nürnberg bis auch 13:19 heran. Bis zur Mitte des zweiten Viertes zog der Tabellen-Zehnte dann sogar vorbei (24:23). 

Sechs Ballverluste im zweiten Viertel

Vor allem im Ballvortrag hatten die Dragons Probleme. Sechs Ballverluste leisteten sie sich alleine im zweiten Viertel. Auch deshalb bauten die Gäste, die mittlerweile auf Zonenverteidigung umgestellt hatten, den Vorsprung bis auf 32:26 aus. Wichtiger Anker war Demetrius Morant, der bis zur Pause bereits ein Double Double (13 Punkte, 11 Rebounds) hatte. Zudem trafen gegen Ende des zweiten Viertels Chase Griffin (18 Punkte insgesamt), Danielius Lavrinovicius und Jannes Hundt je einen Dreier und hielten die Drachen so im Spiel. Zur Halbzeit lagen sie dennoch mit einem Zähler (36:37) zurück. 

Auch im dritten Spielabschnitt blieb es eng und spannend. Bei den Dragons kam nur wenig von der Bank. Jonas Herold fiel mit einer Kapselverletzung  am Fuß aus, Jonathan Malu, der im Training umgeknickt war, saß ebenfalls nur in zivil auf der Bank. Eric Curth (Magen-Darm-Probleme) kam nicht zum Einsatz. Mit drei Punkten führten die Falcons vor den letzten zehn Minuten (62:59) trotz eines immer besser spielenden Paul Albrechts. Der Drache erzielte nach der Pause 14 Zähler, 17 waren es am Ende insgesamt.

Morant mit vier Fouls zu Beginn des vierten Viertels

Im Schlussabschnitt ging auch Pierre Bland voran, während Morant nach den ersten Sekunden mit vier Fouls schon wieder auf die Bank beordert wurde. Siebeneinhalb  Minuten vor dem Ende glich Bland die Partie wieder aus (66:66). Doch immer wieder bekam Nürnberg einfache Würfe unter dem Korb oder nutzte offene Würfe von außen. Vor allem Jackson Kent (32 Punkte/7 Dreier) bekamen die Quakenbrücker nie in den Griff. 

Als Bland den zur Hälfte des vierten Viertels wieder eingewechselten Demetrius Morant mit einem schönen Pass zu einem Alley oop in Szene setzte, war die Stimmung in der Arena wieder da und die Drachen erstmals wieder in Führung wieder da (71:69). Doch diese war kurz darauf wieder dahin als Nils Haßfurther frei zum Dreier kam und zum 76:73 für die ebenfalls stark ersatzgeschwächten Falcons traf. Auch diese spielten nur mit kleiner Rotation, kamen damit aber deutlich besser zurecht als die Drachen, die am Ende 78:82 unterlagen und dafür sogar vereinzelte Pfiffe vom Publikum bekamen.

Schweres Restprogramm

Für die Dragons war es die dritte Niederlage in Folge - dazu wartet noch ein schweres Restprogramm in diesem Jahr. Nächsten Freitag geht es zum souveränen Tabellenführer nach Chemnitz, danach wartet gleich zweimal in Folge das Topteam Ehingen Urspring, aktuell Tabellendritter.  



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