Dritte Pleite in Folge Dragons kassieren 100-Punkte-Niederlage in Heidelberg

Meine Nachrichten

Um das Thema Artland Dragons Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Gegen die Wand: Der Quakenbrücker Paul Albrecht prallt an Ex-Drache Marc Liyanage ab. Foto: Karl-Heinz LörchGegen die Wand: Der Quakenbrücker Paul Albrecht prallt an Ex-Drache Marc Liyanage ab. Foto: Karl-Heinz Lörch

Heidelberg. Die Artland Dragons sind weiter aus dem Tritt. Die Quakenbrücker Basketballer kassierten bei den MLP Academics Heidelberg eine deftige 101:79 (40:56)-Niederlage. Nach einem guten Start mit drei Siegen in die Saison in der ProA war es nun die dritte Pleite Drachen in Folge.

Florian Hartenstein hatte vor dem Spiel die richtige Vorahnung. „Hoffentlich fangen sie damit nicht gegen uns an“, sagte der Trainer der Artland Dragons vor der Partie in Heidelberg. Anfangen, mit was? Rebounden war gemeint und Dreier treffen. Die Heidelberger, als Mitfavorit in die Saison gestartet, hatten bisher die zweitschlechteste Dreierquote der Liga (27,5 Prozent), kein Team holte weniger Rebounds (29,8). 

Wiedersehen mit Liyanage - Artland Dragons reisen zum schwach gestarteten Favoriten Heidelberg

Heidelberg fing an gegen die Dragons - und wie. Schon die ersten beiden Heidelberger Dreier saßen. Erst traf Shyron Ely, dann Jaleen Smith. 0:6 lagen die Dragons zurück. Sie fanden überhaupt nicht in diese Partie. Auch nicht nachdem Pierre Bland mit einem Dreier antwortete. 3:13 lagen sie zurück als Hartenstein die erste Auszeit nahm. Den Lauf der Gastgeber konnte das nicht stoppen. Einzig Demetrius Morant schaffte es mit einem Korbleger und drei Dunks in Folge offensive Gefahr bei den Quakenbrückern auszustrahlen. Mit einem 14:27-Rückstand gingen sie in die Viertelpause.

Ely trifft und trifft

Danach konnten die Dragons den Rückstand etwas verkürzen und arbeiteten sich wieder auf 24:33 (14. Minute) heran. Doch vor allem Ely, war nicht zu stoppen. 19 Punkte erzielte der Heidelberger alleine in den ersten 20. Minute und traf dabei fünf von sechs Dreiern. Die Drachen hielt vor allem Eric Curth, der schon einmal in Heidelberg aktiv war, im Spiel. Auch er traf drei von vier Dreiern in der ersten Halbzeit und vier seiner sechs Versuche aus dem Feld. Es war dennoch zu wenig. 56_40 führten die Gastgeber zur Pause.

Hartenstein: Ansprache zur Pause

In der Halbzeit versammelte Hartenstein seine Mannschaft noch einmal im Kreis und hielt eine längere Ansprache. Es fruchtete nur wenig - im Gegensatz. Im dritten Viertel bauten die Heidelberger den Vorsprung noch einmal aus (82:62). Das lag vor allem daran, dass die Dragons weiter Probleme hatten Shyron Ely in den Griff zu bekommen. Der Amerikaner zeigte auch in der zweiten Halbzeit, weshalb er seit Jahren zu den gefährlichsten Spielern der Liga gehört. Am Ende standen für den Flügelspieler 28 Punkte zu Buche.Dazu gelang es den Gastgebern die beiden Topscorer der Dragons, Chase Griffin und Paul Albrecht, die zuletzt gegen Trier zusammen noch 42 Punkte erzielt hatten, offensiv beinahe völlig aus dem Spiel zu nehmen. Erst vier Minuten vor dem Ende erzielte Griffin seine ersten Punkte. Albrecht kam insgesamt auf 4 Zähler.

Heidelberg knackt die 100-Punkte-Marke

Im vierten Viertel wurde es dann ganz bitter für die Dragons. Nur zwei Zähler erzielten sie in den ersten fünf Minuten des letzten Abschnitts. Heidelberg punktete dagegen munter weiter. Als auch noch Marc Liyanage sich mit zwei Dreiern in Folge in die Reihe der erfolgreichen Distanzschützen eintrug, lächelte der Ex-Drache sogar selbst etwas ungläubig. Zwischenzeitlich sah es nach einer noch deutlicheren Abreibung aus, doch Heidelberg gab den Nachwuchsspielern am Ende Einsatzzeit. Am Ende knackten sie dennoch die im Basketball magische 100-Punkte-Marke. Mit 30 Rebounds (zu 28) gewannen sie auch dieses Duell. Und natürlich lag auch die Dreierquote (50 Prozent) über der, der Drachen (42).

Am Sonntag gegen Hamburg

Für die Quakenbrücker war es die dritte Niederlage in Folge - und am kommenden Sonntag wartet schon der nächste dicke Brocken. Dann kommen die Hamburg Towers in die Artland Arena.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN