Vorschlag von BVB-Fans nach Eklat Kinder auf Südtribüne einladen? DFB erteilt Absage

Von Annalena Klein, Annalena Klein | 14.02.2017, 13:58 Uhr

Geht es nach den Dortmunder Fans, soll die Südtribüne während des Heimspiels gegen den VfL Wolfsburg trotz Sperre nicht leer bleiben: Kinder sollten die Gelbe Wand füllen, fordern sie im Internet. Doch der DFB hat bereits klargestellt: Das wird nichts.

Ein Heimspiel der Borussen vor einer leeren Südtribüne? Schwer vorstellbar. Aber der Verein hat die Strafe des DFB-Sportgerichts nach den Ausschreitungen beim Spiel gegen RB Leipzig akzeptiert und deshalb wird die Tribüne am kommenden Samstag während des Spiels gegen den VfL Wolfsburg verwaist sein. 

Doch wenn es nach Dortmunder Fans geht, gebe es da noch eine andere Lösung: Die eigentlich gesperrte Südtribüne sollen Kinder füllen. Es gebe genug Vereine und soziale Institutionen, die sich über eine solche Möglichkeit freuen würden, schreiben die Fans auf Twitter. „Und plötzlich hätte man viele glückliche Kinder mit leuchtenden Augen ... und eine Südtribüne, die wohl schöner nicht strahlen könnte.“

„Wunderbare Idee!“

Zumindest moralische Unterstützung bekommt der Vorschlag von TV-Moderator Frank Buschmann: „Das mit Abstand Beste, das ich zur Bestrafung des BVB gelesen habe! Ich finde, es ist eine wunderbare Idee!“, schreibt er auf Facebook und Twitter.

Zeitproblem

Problem jedoch: „Jetzt werden wieder Schlaumeier kommen, die erklären, warum das nicht geht“, schreibt Buschmann. In der Tat, das Spiel findet bereits am kommenden Samstag statt. Und einem möglichen Antrag des BVB müsste der DFB zustimmen¨– in so kurzer Zeit vermutlich nicht möglich.

 (Weiterlesen: Sperrung der Südtribüne: Falsche Strafe, richtige Entscheidung) 

DFB sagt Nein

Der DFB hat der Idee bereits eine Absage erteilt. Gegenüber dem Sportinformationsdienst SID hieß es: Bei der Strafe handle es sich um ein rechtskräftiges und abgeschlossenes Verfahren: Teil des Urteils sei es, dass die Tribüne leer und geschlossen sei.

Idee nicht neu

Die Idee, Kinder auf die Tribünen einzuladen, ist indes nicht neu: Nach Ausschreitungen der Fans von Juventus Turin wurde der Verein 2013 zu einer Teilsperrung der Tribüne verurteilt. Juve lud daraufhin rund 12.000 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren ein. Leider wurden auch die Kinder während des Ligaspiels gegen Udinese Calcio ausfallend und beleidigten den Torwart der Gäste. Es folgte eine Geldstrafe für Juventus.

Auch Fenerbahce Istanbul konnte in der Vergangenheit verhängte Geisterspiele umgehen, indem sie Frauen und Kinder ins Stadion ließen – im Jahr 2014 wurden sie vor solch einem Publikum sogar türkischer Meister. Allerdings sollen nach Medienberichten auch hier Gegenstände geworfen und Schiedsrichter beleidigt worden sein.

Lade ...