Sport Rütenbrocker stark auf dem Werlter Fichtenring

06.07.2009, 22:00 Uhr

Den Mittelpunkt des deutschen Rallyesports hat am Wochenende der Werlter Fichtenring gebildet. 178 Fahrzeuge fuhren vor rund 2000 Zuschauern in gleich zwei Meisterschaften um die Wette – ein neuer Rekord für die Werlter Rennstrecke.

Die Läufe zur Nordwestdeutschen Auto-Cross-Meisterschaft fanden am Samstag auf dem Hümmling gemeinsam mit den Läufen zur Meisterschaft des Deutschen Rallyecross Verbandes (DARC) statt. Von neun Uhr morgens bis in den Abend hinein heulten die Motoren auf der Rennstrecke.

Dabei bekamen die Zuschauer neben spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen auch einige spektakuläre Unfälle zu sehen. Der Rheder Fahrer Tobias Hunfeld etwa katapultierte sein Fahrzeug auf gerader Strecke in die Höhe und landete auf dem Dach. Im Gegensatz zu seinem Fahrzeug überstand der Emsländer den Crash unbeschadet – sein Auto war danach nicht mehr startfähig.

Für solche Fälle standen am Fahrbahnrand Traktoren und Schlepper bereit, die die Wracks zur Seite schafften. Kleinere Schäden behoben die Starter direkt im Fahrerlager. Aufgrund der Rekordteilnehmerzahl hatte der veranstaltende Auto Rallye Cross Club (ARCC) Werlte gemeinsam mit der Gemeinde das Gelände für das Lager vergrößert. Hinter den Tribünen entstand so eine regelrechte Zeltstadt. „Sonst hätten wir gar nicht alle unterbringen können“, sagte der Vereinsvorsitzende Werner Korte.

Er zeigte sich mit dem Verlauf des bisher größten Autocross-Meisterschaftslaufes auf der Strecke des ARCC zufrieden. Zahlreiche Sponsoren aus der Region hatten die Austragung des Rallyerennens auf dem Hümmling ermöglicht. Im Teilnehmerfeld befanden sich Spitzenfahrer wie etwa Bahnrekordhalter Bernd Stubbe und die mehrfachen Meister Andre Hinnekamp und Mario Hanneken.

Vor allem die selbst gebauten Spezialcross-Wagen pflügten die Rennstrecke in Werlte regelrecht um. Nach jedem Lauf der PS-starken Gefährte mussten Bagger die sandige Fahrbahn wieder gerade ziehen. Bereits im Vorfeld hatte der ARCC unzählige Lkw-Ladungen Lehmboden auf dem Parcours verteilt, um so Geschwindigkeit und Grip zu verbessern.

Ihren Heimvorteil konnten die ARCC-Fahrer allerdings nicht nutzen. Bei den Läufen zu den beiden Meisterschaften, die gemeinsam durchgeführt wurden, fuhren sie eher im Mittelfeld ins Ziel. Die Fahrer des MSC Rütenbrock schnitten besser ab.

In der Klasse Serientourenwagen bis 1800 ccm gewann das „Gebben Racing Team“ des MSC vor Team Schauseil aus dem westfälischen Ahlen. Bei den Spezialcrossern bis 1800 ccm erreichte Frank Tieben vom MSC immerhin den dritten Rang hinter zwei Fahrern des „ASC Teams Ennert“. Platz vier ging an Ralf Lücke vom ACC Meppen.

Auch bei den Spezialcrossern bis 1400 ccm belegte ein Rütenbrocker eine Spitzenposition: Platz zwei ging an Tobias Ellermann, der hinter Jörg Collong aus Westfalen ins Ziel einfuhr.