Sport Rogge: Klitschkos und Co. bei Olympia möglich

29.09.2011, 13:16 Uhr

Jacques Rogge hält eine Zulassung des Profi-Boxens zu Olympischen Spielen für möglich. «Wir werden das prüfen. Solange unsere Regeln eingehalten werden, sind wir zufrieden», sagte der IOC-Präsident in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa.

Zudem begründet der Belgier, warum Pyeongchang seiner Meinung nach ein verdienter Sieger bei der Vergabe der Winterspiele 2018 und München deshalb chancenlos war.

Herr Präsident, seit 30 Jahren können die internationalen Sportverbände selbst über ihre olympischen Zulassungsregeln entscheiden. Der Welt-Boxverband AIBA wird demnächst beantragen, dass von den Spielen 2016 an auch Profiboxer teilnehmen können. Künftig die Klitschkos und Co. bei Olympia? Wie finden Sie das?

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Was sind das für Regeln?

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Was haben Sie gedacht, als Sie in Durban das Ergebnis der Wahl für die Winterspiele 2018 erfahren haben?

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65:23 für Pyeongchang gegen München, das wirkte wie ein K.o. in der ersten Runde oder ein 6:0 im Fußball. Ist daraus nicht zwangsläufig der Schluss erlaubt, dass die Qualität einer Bewerbung nur eine vergleichsweise geringe Rolle gespielt hat?

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Für den deutschen Sport jedenfalls wirkte die krasse Niederlage von München wie eine erneute Ohrfeige, der vierten nach dem Scheitern von Berchtesgaden, Berlin und Leipzig. Woran liegt das? Haben die Bewerbungen Defizite in der Qualität, bieten die Deutschen den falschen Kandidaten an, vielleicht auch zum falschen Zeitpunkt, genießen sie zu wenig Sympathien, oder sind ihre Bewerbungen nicht nachhaltig genug?

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Beim olympischen Kongress in Kopenhagen war vor zwei Jahren gefordert worden, die IOC-Prüfberichte nicht mehr so allgemein zu formulieren, sondern entschiedener, unterscheidbarer. Für die Winterspiele 2018 war das kaum spürbar, er war wie ein Gleichmacher. Die Ökologie ist vom IOC selbst zu einer Säule der olympischen Bewegung ausgerufen worden, die Sicherheit Olympischer Spiele hat im IOC höchstes Gewicht. Pyeongchang will nun noch einmal 160 Hektar Wald abholzen, der Ort ist nicht weit entfernt von der Kriegsgrenze zu Nordkorea. Das wird als Beispiel im Prüfbericht nicht gewichtet.

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Gibt es Anlass, das Bewerbungsverfahren insgesamt zu überdenken, beispielsweise, indem das IOC den eigenen Augenschein wieder zulässt, durch die Besuche der Kandidatenstädte von IOC-Mitgliedern, und zwar in Gruppen und damit in kontrollierter Form? Und wie kann man den immer größeren Aufwand der Kandidaten begrenzen? Aus Südkorea ist bekanntgeworden, dass Pyeongchangs Bewerbung rund 100 Millionen Dollar gekostet hat....

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Welche Erfolgschancen sehen Sie für eine erneute Münchner Bewerbung?

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Anfang des Jahres haben Sie gesagt, «ich erwarte, das Thomas Bach um die IOC-Präsidentschaft kandidiert». War das ein Wunsch oder eine Tatsachenbehauptung? Haben Sie inzwischen Hinweise, dass er sich für die Wahl 2013 tatsächlich bewerben will?

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Gehört Richard Carrion aus Puerto Rico, mit dem sie eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten, zu diesem Kandidatenkreis? Ein Banker als IOC-Präsident, das hätte doch was...

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Nur noch zwei von insgesamt zwölf Präsidenten-Jahren - was sind ihre letzten Schwerpunkte?

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