Sport Happy End in Liga zwei

09.07.2009, 22:00 Uhr

Das fünfte Jahr war für Victoria Gersten das bislang schwierigste seit Bestehen der 2. Frauen-Bundesliga Nord. Standen die Fußballerinnen zur Halbserie noch auf einem Abstiegsrang, sicherten sie sich nach einer beeindruckenden Aufholjagd am 21. Spieltag den Verbleib in der Liga.

Die Emsländerinnen belegen mit 23 Punkten den neunten Platz. Sechs Siegen stehen bei fünf Remis elf Niederlagen gegenüber. In den 22 Spielen wurden 31 Treffer erzielt und 35 kassiert. Gersten zeigte sich auswärts wie zu Hause nahezu gleich stark. Zu Hause konnten elf, auswärts zwölf Punkte eingefahren werden.

Victoria legte einen klassischen Fehlstart hin. Nach den ersten drei Spieltagen standen die Emsländerinnen noch immer ohne Punktgewinn da. „Wir hatten uns mehr vorgenommen und den Einbau neuer, junger Spielerinnen einfacher vorgestellt“, sagt Trainerin Maria Reisinger. Für sie spiegelten die Ergebnisse nicht die Leistungsstärke der Mannschaft wider: „Wir können viel mehr. Vom spielerischen Vermögen gehören wir ins Mittelfeld.“ Die Langenerin sieht in der Unerfahrenheit der Nachwuchstalente, der Überforderung von vermeintlichen Leistungsträgerinnen, der fehlenden Kaltschnäuzigkeit und Cleverness vor dem Tor sowie im schlechten Saisonstart vier Gründe für die Misere in der Hinrunde.

Zur Halbserie standen nur sechs Punkte auf der Habenseite. Es musste zwangsläufig etwas geschehen – und genauso kam es. Mit Melanie Roters nach einer Babypause sowie Sandra Reisinger nach überstandenem Schien- und Wadenbeinbruch holte die Trainerin zweitligaerfahrene Akteurinnen zurück, die durch ihre Routine und Zuverlässigkeit beruhigend auf das junge Team einwirkten. „Durch die beiden kam die Stabilität ins Spiel zurück. Das Potenzial war immer vorhanden. Nur fehlten die Leitwölfe, die den jüngeren Spielerinnen den Weg weisen und Sicherheit geben“, sagt Reisinger. Zu den mageren sechs Punkten kamen nach der Winterpause 17 hinzu.

So schloss Gersten die Saison zum dritten Mal in Folge mit dem neunten Rang ab. In den gesamten fünf Zweitliga-Jahren war es selten so knapp wie in der vergangenen Serie. Letztlich dürfen sich die treuen Fans auf eine weitere Zweitliga-Serie mit packenden Duellen freuen.