Sport Erste 500-Meter-Niederlage für Eissprinterin Wolf

04.12.2010, 10:13 Uhr

Eisschnellläuferin Jenny Wolf hat ihre erste Saisonniederlage über 500 Meter kassiert. Nach vier Weltcup-Siegen musste sich die Berlinerin in Changchun mit Platz zwei begnügen.

Den Erfolg in China holte sich Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa aus Südkorea, die in 38,24 Sekunden 5/100 schneller war. «Das ist kein Weltuntergang. Ich muss jetzt sehen, dass ich meine eigenen Läufe sauber mache. Die Platzierung ist mir wirklich egal», sagte Wolf mit etwas Abstand nach dem Rennen. Beim Zieldurchlauf hatte die Olympia-Zweite noch ungläubig auf die Anzeigetafel geschaut und enttäuscht gewirkt. Bereits an diesem Sonntag hat die Weltcup- Führende die Chance zur Revanche. «Ich kann schneller laufen, hoffentlich schon morgen. Bis 300 Meter reicht es, dann muss ich mich durchkämpfen», sagte Wolf, die nach gewohnt schnellem Start auf dem schweren Eis nicht ihr Tempo halten konnte.

Nach Platz sieben über 500 Meter schaffte die Erfurterin Judith Hesse als Dritte über 1000 Meter erstmals auf einer olympischen Strecke den Sprung auf das Weltcup-Podest. «Es ist total überraschend und schön. Es zeigt sich die ganze Grundlage, die wir gemacht haben», kommentierte Hesse, die über die nicht mehr ausgetragenen 100 Meter schon einen Weltcup-Sieg errungen hatte.

Es gewann erneut die kanadische Olympiasiegerin Christine Nesbitt, die in Bahnrekordzeit von 1:16,07 Minuten fast zwei Sekunden schneller als Hesse war. Die Inzellerin Gabriele Hirschbichler als überraschende Sechste und die Berlinerin Monique Angermüller als Neunte sorgten für ein starkes deutsches Mannschaftsergebnis.

Auch die deutschen Herren setzten ihren Aufwärtstrend fort. Samuel Schwarz schaffte als Vierter über 1000 Meter seine beste Weltcup-Platzierung. Zum ersten Podestplatz fehlten dem Berliner in 1:10,49 Minuten nur 22/100. Schnellster war der Niederländer Stefan Groothuis in Bahnrekordzeit von 1:09,57. Nico Ihle gelang mit Rang zehn eine weitere Top-10-Platzierung. Über 500 Meter musste sich der Chemnitzer mit Rang 13 begnügen, Sieger wurde Olympiasieger Lee Kang- Seok aus Südkorea in 35,10 Sekunden.