Sport Dynamisches Offensivspiel bringt SV Meppen den Sieg

19.07.2009, 22:00 Uhr

Ordentlicher Fußball, rund 500 Zuschauer und Lob von allen Seiten: Zufrieden waren die Organisatoren des Turniers zum 100. Geburtstag von Raspo Lathen, bei dem sich der Oberligist SV Meppen durchsetzte.

„Im Rahmen der Saisonvorbereitung war das attraktiv, vielleicht wiederholen wir das“, sagte Turnierleiter August Kock, der mit rund 40 Helfern für einen reibungslosen Ablauf auf der Anlage an der Meppener Straße gesorgt hatte. Von dieser zeigte sich Hans-Dieter Schmidt, Trainer des Bezirksoberligisten Blau-Weiß Papenburg, angetan: „Ich bin zum ersten Mal hier, eine Top-Anlage. Vor dem, was Lathen hier auf die Beine stellt, muss man Respekt haben.“

Auch Schmidt nutzte die Gelegenheit, um an der Bande am Rande den Austausch mit Verantwortlichen anderer emsländischer Top-Teams zu suchen und sich einen Eindruck vom Leistungsstand der Kontrahenten zu verschaffen – immerhin waren beinahe alle höherklassigen Mannschaften des Landkreises vertreten.

So zeigte sich, dass Georg Schultejans beim Oberliga-Absteiger TuS Lingen eine sehr junge Elf formt, die zu schnellem Offensivspiel in der Lage ist. Dabei überzeugten erneut Testspieler wie Erwin Sikkes, der in der Partie um Platz drei beide Tore gegen Ausrichter Raspo erzielte (2:1; für Lathen traf Hermann Schmees).

Auch Schmidts Papenburger, die wie der TuS am Abend zuvor ein Testspiel absolviert hatten, überzeugten: gute Grundordnung, Laufwille und mit Sören Sorge ein Stürmer, der im Finale nach Pass von André Eissing die Schwäche des Meppener Abwehrverhaltens aufdeckte und zum 1:0 traf.

An der Überlegenheit des Oberligisten kam jedoch auch Blau-Weiß nicht vorbei. Besonders im zweiten Durchgang überzeugte der SVM mit Dynamik nach vorn. Moritz Steidten, Sebastian Ferulli, Cüneyt Özkan sowie der Niederländer Nino Beukert mit einem satten 25-Meter-Schuss sorgten für einen 4:1-Sieg, der dem Team 500 Euro Siegprämie einbrachte (BW: 300, TuS: 200). „Im Endspiel konnte man sehen, dass wir am Ende zulegen können“, sagte Meppens Trainer Frank Claaßen, der den Turnier-Modus nutzte, um viele Varianten auszuprobieren, und zum Beispiel Sebastian Schepers auf allen Positionen auf der linken Seite agieren ließ.