Sport Die Zukunft liegt in Idaho

07.07.2009, 22:00 Uhr

Ein Intermezzo in den USA liegt bei jungen Sportlern voll im Trend. Nach dem Fußballtalent Ole Hengelbrock – wir berichteten in unserer Dienstag-Ausgabe – zieht es auch eine junge Basketballerin der Hagen Huskies in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ausgestattet mit einem Stipendium der Northwest Nazarene University, startet Katharina Schulte to Bühne Ende August nach Idaho.

„Wenn man die Chance erhält, in der Hochburg des Basketballs lernen kann, darf man nicht Nein sagen“, nennt die frisch gebackene Abiturientin ihre Motivation. Nach Plan soll sie in der 80000-Einwohner-Stadt Nampa zunächst für zwei Jahre Sprachen studieren und im College-Team ihr Basketball perfektionieren. Vom sportlichen Teil der Ausbildung hat die 19-Jährige schon klare Vorstellunge: „Trainiert wird zwei Stunden täglich, wir werden von Trainern betreut, und zu den Auswärtsspielen reisen wir mit dem Flugzeug“, weiß die Centerin.

Ein Bild von ihrem künftigen Umfeld hat sich die frühere U-16-Nationalspielerin schon bei einem Kurztrip in die USA im Dezember machen können. Eingeladen war sie von Ryan und Jenny McCarthy, mit der sie in der Vorsaison gemeinsam für die Hagen Huskies spielte. Der Ehemann ihrer Ex-Teamkollegin trainiert das College-Team „Crusaders“ und hatte der Hagenerin die Perspektive eines Stipendiums eröffnet. „Ich habe mich dort auf Anhieb wohlgefühlt. Die Universität ist überschaubar, und die Vorlesungen werden in normalen Klassen und nicht in großen Hörsälen abgehalten“, sagt die Basketballerin, die auch ein besonders gutes Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern ausgemacht hat.

Obwohl ihr als „heimatverbundene Hagenerin“ der Abschied nach eigener Einschätzung schwerfallen wird, ist die Vorfreude schon groß: „Ich weiß nicht, ob ich so eine Chance noch einmal erhalten würde. Es wird bestimmt sehr spannend.“ Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Katharina ein Angebot aus den USA erhält. Schon vor vier Jahren hätte sie auf den amerikanischen Kontinent wechseln können, doch damals fühlte sie sich noch nicht reif dafür: „Ich war in der 10. Klasse und wollte erst einmal meinen Schulabschluss machen.“

Nach dem neuerlichen Angebot hatten sie auch ihre US-erfahrenen Teamkolleginnen Kirsten Kubat und Katja Bavendam zum Wechsel ermuntert. Bavendam war in den Staaten sogar zur A-Nationalspielerin gereift. Man darf gespannt sein, wie weit es Katharina bringt.