Sport Die Raute zum Frankfurter Erfolg

27.09.2011, 08:26 Uhr

Fußball-Zweitligist Eintracht Frankfurt spielte in Dresden erstmals mit einem neuen System. Die offensive Umstellung erwies sich beim 4:1-Sieg als Glücksgriff. Nun wollen die Hessen die Heimbilanz aufbessern, um das Unternehmen Wiederaufstieg zu beschleunigen.

Zwei Spiele lang schmorte er auf der Auswechselbank, in Dresden spielte er sich zurück ins Rampenlicht. Theofanis Gekas sprang, schrie und lachte vor Freude über seine beiden Treffer, die für Fußball-Zweitligist Eintracht Frankfurt die Wende im Spiel einleiteten. «Tore sprechen natürlich immer für die Stürmer und das ist ihnen heute eindrucksvoll gelungen», lobte Eintrachts Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. nach dem Sieg seiner Mannschaft.

Nachdem die SG Dynamo Dresden durch ein Freistoßtor von Cristian Fiel in der 31. Minute in Führung gegangen war, drehte Gekas die Partie mit seinen Treffern in der 35. und der 41. Minute noch vor der Halbzeit. Schlüssel zum Frankfurter Erfolg war dabei nicht nur die optimale Torausbeute des Griechen, sondern die Systemumstellung von Trainer Armin Veh.

Der Eintracht-Coach ließ sein Team in Sachsen erstmals mit einer Raute im Mittelfeld und der Doppelspitze Gekas und Mohamadou Idrissou im Sturm auflaufen. Der Kameruner erhöhte in der 84. und 87. Minute dann schließlich ebenfalls per Doppelschlag auf 4:1. «Ich wollte schon früher in so einem System spielen, aber da waren wir noch nicht so weit», befand Veh.

In Dresden war die Zeit reif und die Automatismen schienen im Kopf der Spieler gefestigt. «Das System mit einer Spitze beherrschen wir jetzt, da können wir auch etwas probieren», erklärte der Trainer. Das Experiment glückte, soll aber in den kommenden Spielen perfektioniert werden. «Wir haben einige Akteure, die alle zentral spielen können und da macht es mehr Sinn, das System zu ändern, um weniger ausrechenbar zu sein. Das birgt zwar die Gefahr, dass die Defensive nicht so gut steht, doch das nehme ich gern in Kauf», erläuterte Veh.

In Kauf nehmen will der Mann an der Frankfurter Seitenlinie aber keine größeren Punktverluste im eigenen Stadion. Bisher gelang neben drei Unentschieden nur ein Sieg gegen Hansa Rostock (4:1). «Normalerweise muss man zu Hause seine Spiele gewinnen, um ganz oben dabei zu sein. Am Freitag müssen wir da weiter machen, wo wir gegen Rostock aufgehört haben», fordert Veh. In der Partie gegen Union Berlin will dann auch die griechisch-kamerunische Doppelspitze wieder zuschlagen und mit ihren Toren das Unternehmen sofortiger Wiederaufstieg beschleunigen.