Sport Aufbruchstimmung bei der Westfalia

13.07.2000, 22:00 Uhr

Die Fußballer von Westfalia Westerkappeln befinden sich vier Wochen vor dem Start in ihre zweite B-Liga-Saison in Aufbruchstimmung: Stand die Westfalia vor zwölf Monaten nach dem Absturz in die B-Liga noch vor einem Scherbenhaufen, peilt der Verein in der neuen Spielzeit mit einer erheblich verstärkten Elf die Rückkehr in die A-Liga an. "Wenn wir am Saisonende nicht ganz oben stehen, wäre das eine große Enttäuschung", sagt Westfalias neuer Fußballobmann Udo Hachmann.

Der Westerkappelner Architekt hat gemeinsam mit seinem Co.-Obmann Reiner Pötter den Stimmungsumschwung bei der Westfalia herbeigeführt. Das Duo konnte nicht nur Wolfgang Stremlau vom Verbandsligisten SF Lotte loseisen und für die Aufgabe des Spielertrainers gewinnen, sondern zeichnete auch für die Rückkehr der "Westerkappelner Jungs" Andre Barlag und Maik Diekmann von der Lotteraner Reserve verantwortlich. Im Zuge der Ablöseverhandlungen gelang es Hachmann und Pötter nebenbei auch noch, die seit vielen Jahren zwischen den Sportfreunden und der Westfalia herrschende "Eiszeit" zu beenden. "Die Lotteraner haben sich sehr kooperativ verhalten. Ich glaube, das war ein Anfang, um die Beziehung beider Vereine zu verbessern", so Hachmann.

Neben Barlag, Diekmann und Stremlau verpflichtete die Westfalia sieben weitere Kicker. Lars Mutert, Sebastian Kuck und Michael Brouwer stoßen aus Velpe zum Ortsrivalen, mit Pascal Kuzio, Carsten Lenzik und Markus Siewert wurden drei ehemalige Stammspieler der Westfalia nach längerer Fußballpause reaktiviert. Von den Sportfreunden Niedermark wechselte Oliver Vogel nach Westerkappeln.

Damit verfügen Spielertrainer Stremlau und sein Co. Reiner Munsberg über einen 21-köpfigen Kader, der sich seit dieser Woche im Training befindet. Die ersten Bewährungsproben stehen dem neuformierten Stremlau-Team am Montag gegen Lotte II und am Donnerstag gegen Eintracht Neuenkirchen II bevor, ehe am kommenden Wochenende ein zweitägiges Trainingslager in Westerkappeln den Teamgeist fördern soll. Im August folgen der Auftritt beim Klinkercup in Recke (ab 1. 8.) sowie Testspiele gegen Mettingen (4. 8.) und die SG Bornheim (6. 8.). Das erste Punktspiel bestreitet die Westfalia am 13. August gegen den Ballsportverein Brochterbeck, den Udo Hackmann neben Lotte III und Tecklenburg zu den ärgsten Konkurrenten im Titelkampf zählt.

"Die Spieler sind heiß auf die neue Saison. Der Wille zum Neuanfang ist spürbar", schildert Westfalia-Betreuer Heinz Hoffmann seine Eindrücke nach der ersten Trainingswoche. Es mache wieder Spaß, sagt Hoffmann, der schon seit 1978 die "gute Seele" der Westfalia ist. Die Gedanken ans’ Aufhören, die ihm in der ersten Enttäuschung anch dem Abstieg vor Jahresfrist gekommen waren, hat das Westerkappelner Urgestein längst verworfen. "Schließlich will ich noch dabei sein, wenn wir wieder in der Bezirksliga spielen", flachst Hoffmann.