Neuer Rasen vor DFB-Achtelfinale Lille: Selbst Lichttherapie und Dünger halfen nicht

Von Johannes Kapitza | 25.06.2016, 15:35 Uhr

Das EM-Achtelfinale kann für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kommen: Die Austauscharbeiten am Rasen im Stade Pierre Mauroy in Lille sind abgeschlossen. Nach Uefa-Auskunft waren die Schäden am alten Grün irreparabel - trotz aufwendiger Maßnahmen.

2,40 Meter breit, acht Meter lang – mehr als 400 solcher Rasenstücke bildeten die 8600 Quadratmeter große Grundlage für das Achtelfinale der DFB-Elf gegen die Slowakei in Lille. Als Grund für den Austausch führte die Uefa die „extrem schwierigen Wetterbedingungen der letzten Wochen“ an: Regen, Feuchtigkeit und zu wenig Sonnenschein hätten zu Schäden geführt, die nicht mehr zu beheben waren.

Kein Abschlusstraining, Dünger und Lichttherapie

Schon die Italiener und Iren hatten am Tag vor dem letzten von vier Gruppenspielen in Lille ihre Trainingseinheiten in ihren Basis-Camps absolvieren müssen und sich nur bei einem kurzen Rundgang einen Eindruck vom Stadion verschaffen dürfen. Auch der Einsatz von Dünger, das Nachsäen besonders betroffener Stellen sowie Lichttherapie und Trocknungsmaßnahmen hätten nicht ausgereicht, um den Rasen wieder in einen vernünftigen Zustand zu versetzen, teilte die Uefa mit.

Schon 2008 Austausch in Basel während einer EM

Es handelt sich beim Rasen-Austausch nicht um eine Premiere während einer Europameisterschaft: Schon 2008 war der Rasen im Baseler St.-Jakob-Park wegen extremer Wetterbedingungen während des Turniers ausgetauscht worden. Die folgenden Spiele hätten dort bei besten Voraussetzungen stattfinden können. „Die Uefa ist sicher, dass das auch der Fall für das Achtel- und Viertelfinale sein wird, die am 26. Juni und 1. Juli in Lille ausgetragen werden“, teilte der Verband mit. Reparaturarbeiten in den Stadien von Marseille und Saint Denis, die bereits vor einigen Tagen stattfanden, trügen bereits ihre Früchte. Die Plätze seien für die kommenden Spiele in guter Verfassung.