Drei Dinge über je zwei Länder Polen gegen Portugal: Alternative Viertelfinal-Vorschau

Von dpa | 29.06.2016, 18:34 Uhr

Warschau/Madrid Polens Hauptstadt Warschau ist eine hippe Szene-Hochburg, der leckere portugiesische Milchkaffee heißt Galão. Mit diesem Wissen können Sie beim EM-Viertelfinalspiel beider Länder (Donnerstag, 30.6., 21.00 Uhr) wohl kaum punkten - denn das weiß fast jeder. Deshalb nachfolgend jeweils drei Dinge, die Sie vermutlich noch nicht über Polen und Portugal wussten.

Damit können Sie dann beim Public Viewing groß als Experte auftrumpfen:

  • Drei Dinge, die Sie über POLEN vermutlich noch nicht wussten
  • 1. Tataren: Polen als Mutterland der ostjüdischen Stetl - davon dürften viele schon gehört haben. Weniger bekannt ist die Minderheit der Tataren. Schon seit mehr als 300 Jahren lebt eine Minderheit des muslimischen Reitervolks in Ostpolen. Ihre hölzernen Moscheen stehen mittlerweile unter Denkmalschutz. Das gehackte Rindfleisch Tatar soll übrigens nach dem Reitervolk benannt sein, dies ist aber nicht eindeutig bewiesen.
  • 2. Oscypek: Was viele Besucher auf Märkten vor allem in Südpolen für kleine Brotlaibe halten, ist tatsächlich Käse. Oscypek ist Schafskäse aus der Hohen Tatra. Seine gelbliche Farben hat er, weil er geräuchert wird.
  • 3. Parawaning: Handtuchkrieg um die besten Liegestühle war gestern. Polnische Urlauber stecken in der Hauptsaison schon im Morgengrauen ihr Stückchen Strand mit Plastikfolien ab. Parawaning heißt der Einsatz der in den 1980er Jahren noch als „Polen-Folie“ bekannten Plastikbahnen.

Weiterlesen: Lewandowski ohne Tor: Minimalisten-Duell im Viertelfinale gegen Portugal

  • Drei Dinge, die Sie über PORTUGAL vermutlich noch nicht wussten
  • 1. Bücher: Die Touristenströme auf der Lissabonner Flaniermeile Rua Garrett ziehen fast immer achtlos an ihr vorbei. Die meisten Besucher der portugiesischen Hauptstadt wissen nämlich nicht: Die „Livraria Bertrand“ im Stadtviertel Chiado wird seit 1732 durchgehend betrieben und gilt deshalb als die älteste Buchhandlung der Welt. Und nicht nur das: Im Inneren ist sie wunderschön, ein Besuch lohnt sich also nicht nur wegen des Rekords.
  • 2. Frittiertes: Wer Tempura hört oder liest, denkt sofort an Japan. Portugiesen, und zwar Jesuitenmissionare, waren es aber, die diese Zubereitungsart frittierter Speisen in das Land der aufgehenden Sonne brachten. In Portugal sagt man, das Wort Tempura käme vom portugiesischen „Tempero“, Gewürz.
  • 3. Surfparadies: Für die waghalsigsten Surfer ist Portugal das Paradies schlechthin. Vor der Küste des 15 000-Seelen-Städtchens Nazaré - gut 100 Kilometer nördlich von Lissabon - gehen furchtlose Wellenreiter aus aller Herren Länder unermüdlich auf die Jagd nach den größten Monsterwellen der Welt. Wer aber kein Big-Wave-Surfer ist und sich die Ungetüme von zum Teil mehr als 30 Metern Höhe lieber aus der Ferne anschaut, der sollte wissen: Nazaré hat auch mit die besten Fischrestaurants des Landes.

Weiterlesen: Hummels auf dem Zehn-Meter-Turm: Schiss ohne Ende