Die besten Sprüche der Bundesliga Von Wundertüten und Tretertruppen

Von dpa | 26.02.2017, 13:54 Uhr

Trotz der Niederlage des 1. FC wird in Köln weiter Karneval gefeiert und die Bayern wollen sich ihren Sportdirektor auf Bestellung schnitzen lassen. Und Rudi Völler sieht seinen Verein derzeit als Wundertüte. Die besten Sprüche und Zitate am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga im Originalton.

Gewohnt ehrgeizig zeigt sich Bayern-Trainer Carlo Ancelotti nach seinem 1000. Pflichtspiel als Trainer: „Mein Ziel sind 2000 Spiele.“

„Wir geben demnächst einen Auftrag nach Oberammergau - zum Schnitzen“, lautet die pragmatische Lösung des Vorstandsbosses Karl-Heinz Rummeniggge zur Sportdirektorensuche beim FC Bayern.

Am vergangenen Spieltag hatte sich bereits Hertha über die Übermacht der Bayern aufgeregt. Auch HSV-Torwart René Adler meint nach der Klatsche in München: „Das 0:8 spiegelt die Zwei-Klassen-Gesellschaft wider.“

„Ein schlimmer Tag, ein ganz schlimmer Tag“, findet HSV-Sportdirektor Jens Todt nach dem 0:8 in München. Arjen Robben sieht den höchsten Saisonsieg seiner Mannschaft naturgemäß anders: „Wenn du 8:0 gewinnst, ist alles gut.“

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Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc nach dem Auftritt in Freiburg in Anspielung an den Bayern-Kantersieg: „Wir hätten heute auch 8:0 gewinnen können. Das wäre noch nicht mal in irgendeiner Weise zu hoch gewesen.“

Einsicht soll ja bekanntlich der erste Schritt auf dem Weg der Besserung sein: „Der Fehler lag bei mir, das ist ja klar“, sagt Freiburgs Trainer Christian Streich nach dem chancenlosen Auftritt seines Teams gegen Dortmund.

Gott sei Dank: „In Köln findet Rosenmontag trotzdem statt“, beruhigt Trainer Peter Stöger vom 1. FC Köln nach dem 1:3 in Leipzig alle Jecken.

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Leipzigs Kapitän Willi Orban auf die Frage, ob vor allem die erste Halbzeit gegen Köln Champions-League-Reife gehabt habe: „Weiß ich nicht, ich habe nie in der Champions League gespielt.“ Ehrlichkeit währt am längsten.

Eine verdiente Leistung beider Seiten: „Wir haben es geschafft, den Gegner zu stressen, bis er sich das Ding selbst reindrückt.“ Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl mit Blick auf den zweiten RB-Treffer durch ein Kölner Eigentor.

Leverkusens Kapitän Lars Bender zum Saisonverlauf und zur schlechten Leistung beim 0:2 gegen Mainz: „Wir haben Aufs und Abs - das ist eine Vorstellung, die man so nicht abliefern kann.“

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Bayer-Sportdirektor Rudi Völler ist sich sicher: „Einige müssen die Tage mal in den Spiegel schauen. Das war definitiv zu wenig.“ Das war aber noch nicht alles: „Wir sind nicht stabil und im Moment leider ein bisschen eine Wundertüte“, so Völler weiter.

Wenn jeder weiß, was er zu tun hat, steht am Ende der Erfolg. Das weiß auch Augsburgs Trainer Manuel Baum und sagt über Siegtorschütze Raul Bobadilla: „Dazu ist der Boba da, und dafür ist er auch bekannt: Dass er 90 Minuten und mehr Gas gibt und dann die entscheidenden Tore schießt.“

Urbi et Orbi? Darmstadts Mittelfeldspieler Hamit Altintop hält es bei der Zielvorgabe für die nächsten Spiele wie der Papst: „Glauben, glauben, glauben, arbeiten, arbeiten, arbeiten - das sind die Stichwörter.“

Frankfurts Trainer Niko Kovac beim TV-Sender Sky über die Talente seiner Elf: „Wir [...] sind die Tretertruppe Nummer eins in Deutschland.“ Und weiter: „Wir schaden uns selbst, machen uns das kaputt, was wir uns in der Hinrunde aufgebaut haben“, lautet Kovacs pessimistischer Blick auf die Rote Karte für Haris Seferovic, der sich in Berlin eine Tätlichkeit geleistet hatte.

Zu guter Letzt etwas Magie: „Unser Manager hat wahrsagerische Fähigkeiten gezeigt“, verrät Hertha-Trainer Pal Dardai über Manager Michael Preetz, der vor dem 2:0 gegen Frankfurt prognostiziert hatte, dass Vedad Ibisevic wieder treffen wird.