51 TV-Übertragungen und ein Millionenpublikum EM 2016 live: So sehen Sie alle Spiele im TV

09.06.2016, 08:57 Uhr

Bei der bisher größten Fußball-EM bieten die deutschen TV-Sender ein Rekord-Programm. Die Aufstockung des Turniers auf 24 Mannschaften führt zu 51 Live-Übertragungen. Und zum ersten Mal ist eine Frau bei einer Männer-EM als Kommentatorin im Einsatz

Die Fans bekommen im Fernsehen Fußball satt. So viele EM-Spiele wie noch nie werden von Freitag an bis zum Finale am 10. Juli von insgesamt drei TV-Sendern live übertragen. Dazu gibt es ein umfangreiches Beiprogramm. „Das wird eine große Geschichte“, kündigte ARD-Programmdirektor Volker Herres an und versprach auch für das Fernsehen „eine EM der Superlative“.

Wer zeigt was?

45 von 51 EM-Partien laufen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Das ZDF beginnt mit dem Eröffnungsspiel Frankreich gegen Rumänien am Freitag und überträgt 22 weitere Spiele. Die ARD zeigt 22 Partien live, darunter das Finale in Saint-Denis. An den jeweils letzten Gruppenspieltagen sendet auch Sat.1 und kommt so auf 6 Begegnungen. Sicher ist, dass der Privatsender am 21. Juni Ukraine gegen Polen überträgt. Die übrigen Partien werden kurzfristig nach dem Tabellenstand in den Gruppen festgelegt.

Wie viele Menschen schauen zu?

Eine EM verspricht den TV-Sendern Top-Quoten. Im Vorjahr war das Champions-League-Spiel des FC Bayern in Barcelona mit 13,46 Millionen Zuschauern die meistgesehene Sport-Übertragung - dieser Wert dürfte bei der EM schnell übertroffen werden. Bei der EM vor vier Jahren saßen bei allen deutschen Spielen jeweils mehr als 20 Millionen Fans vor den Bildschirmen. Den Topwert lieferte das EM-Halbfinale zwischen Deutschland und Italien mit 27,99 Millionen Zuschauern.

Unsere tägliche TV Kolumne: Wirklich mehr als Effekthascherei?

Was zeigen die Sender sonst?

Die Zuschauer werden viel Zeit benötigen, denn bei teilweise drei Partien pro Tag dauern die Fußball-Sendungen bei ARD und ZDF bis zu zehn Stunden. Auch Morgen- und Mittagsmagazine stehen im Zeichen der EM. Zu den zusätzlichen Angeboten gehören die abendlichen ARD-Sendungen mit Reinhold Beckmann, der sich aus der Sportschule im schleswig-holsteinischen Malente meldet.

Wer kommentiert?

Beim Eröffnungsspiel im ZDF sitzt der erfahrene Béla Réthy am Mikrofon. Neben Réthy sind beim Zweiten Oliver Schmidt, Turnier-Neuling Martin Schneider und - als erste Frau bei einer Männer-EM - Claudia Neumann als Live-Kommentatorin im Einsatz. Bei der ARD hören die Fernsehzuschauer bekannte Stimmen: Neben Gerd Gottlob, der am 10. Juli das Endspiel kommentiert, sind Tom Bartels und Steffen Simon im Einsatz. Für Sat.1 sitzen Hansi Küpper und Matthias Stach hinter dem Mikrofon

Wer moderiert?

Bei den Moderatoren setzen die Sender auf bekannte Journalisten sowie ehemalige Bayern-Spieler. Vor den wichtigen Spielen melden sich im Ersten Matthias Opdenhövel und Experte Mehmet Scholl zu Wort. Beim Zweiten ist das Namensvetter-Duo Oliver Welke und Oliver Kahn im Einsatz. Aus dem Quartier der deutschen Mannschaft in Évian-les-Bains melden sich Gerhard Delling (ARD) und Katrin Müller-Hohenstein (ZDF). Sat.1 schickt Frank Buschmann und Matthias Killing ins Rennen.

Welche Experten sind im Einsatz?

Vor allem das ZDF hat einige Neulinge verpflichtet. Erstmals im EM-Einsatz sind der frühere Bundesligatrainer Holger Stanislawski sowie die Ex-Profis Hanno Balitsch, Simon Rolfes und Sebastian Kehl. Oliver Kahn (ZDF) und Mehmet Scholl (ARD) gelten als Stammkräfte. Sat.1 hat für sechs Partien zahlreiche Experten engagiert. Neben den ehemaligen Bundesliga-Trainern Felix Magath und Mirko Slomka wird auch der bisherige Sky-Chefreporter Marcel Reif als Experte für Sat.1 auflaufen.