Termine, Modus, Livestream Das müssen Sie zur Handball-WM der Frauen in Japan wissen

Von dpa

Maren Weigel (am Ball) und das DHB-Team starten am Samstag in das Turnier. Foto: imago images/wolf-sportfotoMaren Weigel (am Ball) und das DHB-Team starten am Samstag in das Turnier. Foto: imago images/wolf-sportfoto
imago images/wolf-sportfoto

Kumamoto. Für die deutschen Handballerinnen startet die Weltmeisterschaft in Japan mit der Partie gegen Brasilien am Samstag. In dem Turnier geht es für das DHB-Team auch um die Qualifikation für Olympia.

Vom 30. November bis 15. Dezember findet die Handball-Weltmeisterschaft der Frauen in Japan statt. Das müssen Sie zum Turnier wissen:

Wo finden die WM-Spiele Statt?

Schauplatz der insgesamt 96 Endrundenspiele ist die Präfektur Kumamoto. In der Großstadt gleichen Namens stehen drei Hallen zur Verfügung: Der Park Dome (10 000 Plätze), der Aqua Dome (6400) und das Prefectural Gymnasium (3400). Weitere Spielorte sind die angrenzenden Städte Yatsushiro mit dem General Gymnasium (2400) und Yamaga mit dem City Overall Gymnasium (2100). Dort trägt die deutsche Mannschaft ihre Vorrundenspiele aus.

Auf wen trifft die DHB-Auswahl in der Vorrunde?

Das Team von Bundestrainer Henk Groener erwartet in der Gruppe B ein bunter Gegner-Mix aus vier Kontinenten. Los geht es mit dem Panamerika-Meister Brasilien. Danach wartet der vermeintlich leichteste Gruppengegner Australien. Es folgen zwei Duelle mit Top-Teams aus Europa: Erst Dänemark, dann Welt- und Europameister Frankreich. Zum Abschluss wird es gegen Südkorea asiatisch.

Nach welchem Modus wird die WM gespielt?  

Insgesamt sind 24 Mannschaften dabei. In vier Vorrundengruppen spielen jeweils sechs Teams. Die besten Drei aus jeder Gruppe kommen weiter. Anders als vor zwei Jahren bei der WM in Deutschland geht es nach der Vorrunde aber nicht im K.o.-Modus weiter, sondern in zwei Hauptrundengruppen zu je sechs Teams. Die Vorrundenergebnisse gegen die anderen Hauptrundenteilnehmer aus der Gruppe werden mitgenommen. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten der beiden Hauptrundengruppen erreichen das Halbfinale. Die Drittplatzierten spielen um Platz fünf, die Viertplatzierten um den für Olympia bedeutenden Rang sieben.

Kann sich Deutschland bereits ein Ticket für Olympia sichern?

Theoretisch schon. Dafür müsste die DHB-Auswahl aber Weltmeister werden, was unrealistisch ist. Ziel ist daher mindestens Rang sieben, der die Teilnahme an einem von drei Olympia-Qualifikationsturnieren im März 2020 garantiert. Darüber hinaus gibt es verschiedene Konstellationen, bei deren Eintreten die deutsche Mannschaft auch bei einem schlechteren Abschneiden weiter auf Olympia hoffen könnte.

DHB-Team

Das ist der deutsche Kader
Tor: Dinah Eckerle (SG BBM Bietigheim/42 Länderspiele/1 Tor), Isabell Roch (Borussia Dortmund/22/0), Reserve: Ann-Cathrin Giegerich (Thüringer HC/8/0). 
Feld: Julia Behnke (GK Rostow am Don/70/118), Jenny Behrend (VfL Oldenburg/8/10), Amelie Berger (SG BBM Bietigheim/15/22), Emily Bölk (Thüringer HC/46/129), Alina Grijseels (Borussia Dortmund/20/28), Ina Großmann (Thüringer HC/24/41), Antje Lauenroth (SG BBM Bietigheim/18/29), Shenia Minevskaja (Brest Bretagne HB/78/125), Kim Naidzinavicius (SG BBM Bietigheim/101/255), Meike Schmelzer (Thüringer HC/51/61), Luisa Schulze (SG BBM Bietigheim/86/109), Alicia Stolle (Thüringer HC/46/102), Maren Weigel (TuS Metzingen/20/23), Mia Zschocke (Bayer Leverkusen/18/8). 

Wer sind die Favoriten?

Topfavorit ist Titelverteidiger und Europameister Frankreich. Olympiasieger und Vize-Europameister Russland sowie der WM- und EM-Dritte Niederlande rechnen sich ebenfalls gute Chancen aus. Auch Norwegen muss man auf dem Zettel haben.

Wer sind die bisher erfolgreichsten Nationen in der WM-Geschichte?

Seit der Premiere 1957 gab es elf verschiedene Gewinner. Rekord-Weltmeister ist Russland mit insgesamt sieben Titeln - drei davon durch die Sowjetunion. Deutsche Triumphe gab es viermal - 1971, 1975 und 1978 jeweils für die DDR sowie 1993 durch die DHB-Auswahl. Dahinter folgt Norwegen (3).

Wo kann man die WM im Fernsehen verfolgen?

Für die Übertragung der Veranstaltung konnte sich kein deutscher TV-Sender erwärmen. Die Fans müssen daher ins Internet ausweichen. Sportdeutschland.TV und sein Ableger Handball-Deutschland.TV zeigen alle 96 Endrundenspiele im Livestream und auf Abruf.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN