Sieg bei Noventi Open gegen Goffin Federer triumphiert zum zehnten Mal beim Tennisturnier in Halle

Roger Federer. Foto: imago images / NordphotoRoger Federer. Foto: imago images / Nordphoto

Halle (Westfalen). 13. Finale, zehnter Sieg: Der Schweizer Roger Federer hat erneut die Noventi Open im westfälischen Halle gewonnen. Die Nummer drei der Welt schlug den Weltranglisten-33. David Goffin aus Belgien mit 7:6 (7:2), 6:1.

Federer war am Samstag durch einen 6:3, 6:3-Sieg gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert ins Finale eingezogen. Goffin hatte mit einem 7:6, 6:3-Erfolg gegen den Italiener Matteo Berrettini erstmals das Endspiel in Halle erreicht. Im Publikum waren die Sympathien klar verteilt: Bei der Begrüßung der Finalisten erhielt Federer den größeren Applaus.

Auf dem Rasen war das Duell ausgeglichen: Beide Kontrahenten brachten ihre ersten beiden Aufschlagspiele souverän durch. Beim Stand von 2:2 zeigte Federer beim Aufschlag erstmals Schwächen: Dreimal landeten seine Bälle im Netz – 0:40. Aber Federer behielt die Nerven, nun schlug der Belgier ins Netz oder knapp ins Aus. Dreimal holte sich Federer den Vorteil, dann auch das Spiel zum 3:2. 

Federer ist der Liebling, aber auch Goffin verdient sich Applaus

Auch Goffin verdiente sich den Beifall der Fans: Mit starken Aufschlägen und präzisen Grundlinienbällen baute er Druck auf Federer auf. Nicht ohne Grund hatte der Belgier das Endspiel erreicht. Aber Federer, der in Halle zum 13. Mal im Finale stand, konterte mit Nervenstärke, ließ sich auch bei erneut stockendem Aufschlagspiel (0:30) nicht aus der Ruhe bringen und führte mit 4:3. Goffin glich aus, Federer brachte seinen Service trotz einiger Ungenauigkeiten durch. Ein Ass machte das 5:4 perfekt, aber Goffin schlug zurück. Nach 0:30-Rückstand guckte er Federer aus, punktete druckvoll – 5:5.

David Goffin. Foto: dpa/Friso Gentsch

Aber auch der Schweizer hat solche Qualitäten, wie er im Anschluss zeigte. Zwei starke Aufschläge brachten ihm das 6:5. Die wiederum hatte auf Goffin im Repertoire: Zwei Asse ebneten den Weg zum 6:6. Der Tiebreak war hingegen eine einseitige Angelegenheit: Goffin machte zu viele Fehler, Federer holte sich mit jedem starken Punkt Selbstsicherheit. Als Goffins Schlag zu lang geriet, gehörte Federer mit dem 7:2 nach 52 Minuten der erste Satz.

Federer holt sich mit drei Breaks den Turniersieg

Erst zu lang, dann ins Netz – zum Auftakt des zweiten Satzes hatte Goffin bei eigenem Aufschlag Schwierigkeiten. Zweimal machte Federer nichts daraus, sondern schlug ebenfalls zu lang zurück. Aber Goffin zeigte Nerven: Zwei Doppelfehler führten zum Break. Danach warf der Belgier seinen Schläger entnervt zur Seite. Federer ließ sich davon nicht beirren: Er zog sein Aufschlagspiel zum 2:0 durch, und auch Goffin hatte sich wieder im Griff. Nicht jeder Ball kam präzise, aber das galt auch für Federer. So holte sich der Belgier das Spiel zum 2:1. Federer hatte danach zwar immer noch einige Probleme, Goffin aber derer mehr. Einen angeschnittenen Ball von Federer schlug der Belgier erneut über die Grundlinie hinaus – Federers zweites Break bedeutete die 4:1-Führung. Danach ließ sich der Maestro den zehnten Sieg nicht mehr nehmen: Einen Ballwechsel verlor er bei eigenem Aufschlag (5:1), danach wackelte Goffin erneut: Zwei Doppelfehler brachten Federer den ersten Matchball, den der Schweizer gleich verwertete: Goffins Schlag ins Seitenaus bedeutete nach 1:22 Stunde das 6:1 und den zehnten Turniersieg des Schweizers in Halle.


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