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14.06.2019, 17:46 Uhr KOMMENTAR

NBA-Champion Toronto Raptors: Auf leisen Sohlen Richtung Titel

Ein Kommentar von Malte Schlaack


Erfolgsgarant: Kawhi Leonard feiert mit den Toronto Raptors seinen zweiten Titel in der NBA. Foto: AFP/Ezra ShawErfolgsgarant: Kawhi Leonard feiert mit den Toronto Raptors seinen zweiten Titel in der NBA. Foto: AFP/Ezra Shaw

Osnabrück. Die Geschichte der Toronto Raptors und ihrer Meisterschaft ist wie gemacht für den zum Kitsch neigenden US-Sport. Als wenig beachteter Außenseiter den Thron gestürmt – so mögen es die Fans. Doch es gibt kleine Einschränkungen: Die Raptors sind nicht in den USA zu Hause, und ihre Championship ist kein Märchen, sondern das Ergebnis guter Arbeit.

Mitte der 1990er-Jahre expandierte die NBA nach Norden. Erstmals spielten mit den Raptors und den Vancouver Grizzlies (mittlerweile in Memphis) zwei Teams aus Kanada in der besten Basketballliga der Welt. Neue Teams haben es traditionell schwer in der Liga, doch Toronto zeichnete eigentlich immer eins aus: Ruhe auf der einen und Begeisterungsfähigkeit auf der anderen Seite.

Leonard das fehlende Puzzleteil

Spätestens seit 2013 mit Masai Ujiri der erste in Afrika geborene General Manager bei den Raptors das Sagen hat, entwickelten sich langsam Titelträume. Das fehlende Puzzleteil war dann im vergangenen Sommer die durchaus riskante Verpflichtung von Kawhi Leonard. Der Superstar, der keiner sein möchte, führte das Team mit Trainer Nick Nurse in dessen erster Saison zum Titel.

Pech der Warriors das Glück der Raptors

Eins darf aber nicht unerwähnt bleiben: Toronto hatte auch ziemliches Glück. Mit Kevin Durant und Klay Thompson fielen gleich zwei Superstars der Golden State Warriors im entscheidenden Moment aus. Das kann nicht einmal das dominierende Team der letzten Jahre kompensieren.


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