VfL-Podcast „Brückengeflüster“ Schäfer und Wessels über Konkurrenzkämpfe und einen bitteren Abstieg

Reden über ihr Leben nach dem VfL Osnabrück: Andreas Schäfer (links) und Stefan Wessels im NOZ-Podcaststudio.Reden über ihr Leben nach dem VfL Osnabrück: Andreas Schäfer (links) und Stefan Wessels im NOZ-Podcaststudio.
Hermann Pentermann/Grafik: NOZ

Osnabrück. Nach dem Abstieg im Zuge des Wettskandals im Sommer 2009 brauchten beide als Fußballer Abstand vom VfL Osnabrück. Mittlerweile sind Andreas Schäfer und Stefan Wessels in der Region wieder heimisch geworden. Was sie wieder zurückgezogen hat an die Hase, wie sie ihre Nachfolger im VfL-Trikot so sehen und warum das zweite Jahr in der 2. Fußball-Bundesliga schwierig sein kann, das berichten die beiden in dieser Folge des Brückengeflüsters.


Ja, die beiden vermissen die Bremer Brücke. Das verraten Schäfer und Wessels am Ende des NOZ-Podcasts. Den VfL haben sie trotz Corona aber weiter fest im Blick. Wessels alleine schon, weil er bei den Lila-Weißen arbeitet. Der ehemalige Torhüter - einst auch beim FC Bayern München und dem 1. FC Köln aktiv - ist mittlerweile Leiter Grundlagenbereich im Nachwuchsleistungszentrum des VfL. Daneben betreibt er eine Ballschule ("Bakos") und arbeitet beim DFB als Torwarttrainer im Nachwuchsbereich.

Im Brückengeflüster spricht der 41-Jährige mit den NOZ-Reportern Susanne Fetter und Benjamin Kraus unter anderem über den neuen VfL-Keeper Moritz Nicolas. Die Leihgabe von Borussia Mönchengladbach, die ab sofort mit Philipp Kühn in einen Konkurrenzkampf um die Position im Tor des Zweitligisten treten wird, hat er schon länger im Blick. "Das wird ein interessanter Konkurrenzkampf. Moritz Nicolas wäre ein Kandidat für Olympia nächstes Jahr und der will spielen. Philipp Kühn hat sich sein Standing hart erarbeitet und wird seinen Platz nicht einfach hergeben", sagt Wessels. 

Hermann Pentermann
Wie kann der VfL Osnabrück in der 2. Bundesliga bestehen: Das diskutieren Andreas Schäfer (links) und Stefan Wessels (rechts) unter anderem mit den NOZ-Redakteuren Susanne Fetter und Benjamin Kraus.

„Ich war Fußball-Romantiker – danach war es nur noch ein Beruf"

Schäfer schaut dagegen mehr auf Neuzugang Ken Reichel. Schließlich spielt der 33-jährige Linksverteidiger auf seiner ehemaligen Position. Eine Interessante Verpflichtung, findet Schäfer und betont: "Ken Reichel hat in Braunschweig mit dem Aufstieg in die erste Liga eine Ära mitgeprägt." Wie Schäfer einst vom ehemaligen VfL-Trainer Pele Wollitz zum Linksverteidiger umgeschult wurde, und welche seiner Mitspieler seine Offensivausflüge nicht immer gut fanden, das verrät der heute 37-Jährige in diesem Podcast. Dazu erklärt er, welchen Bruch der Wettskandal 2009 für ihn in seiner Laufbahn bedeutete: „Ich war Fußball-Romantiker – danach war es nur noch ein Beruf für mich."

Telefonisch zugeschaltet ist Sandro Heskamp. Der Ex-VfL-Jugendspieler, der nun bei BW Lohne am Ball ist, spricht über das anstehende Testspiel gegen die VfL-Zweitligakicker. 

Um diese Themen geht es außerdem:

  • Konkurrenzkampf mit Oliver Kahn - Stefan Wessels erinnert sich, wie der ehemalige Bayern-Titan ihn stets klein gehalten hat.
  • Die Entwicklung beim VfL Osnabrück
  • Das schwierige zweite Jahr in der 2.Bundesliga - "Im zweiten Jahr wird gesiebt. Da stellt sich heraus, ob man ein Zweitliga- oder Drittliga-Spieler ist" (Andreas Schäfer)
  • Torwarttrainer im Seniorenbereich beim DFB und Grundschullehrer in Osnabrück - Wessels und Schäfer sprechen über ihre Wünsche für die Zukunft

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