Nachts ist Sprit am teuersten ADAC: Günstig Tanken zwischen 18 und 19 Uhr

13.12.2013, 15:15 Uhr

pm/ski Osnabrück. Wer beim Tanken Geld sparen will, sollte laut ADAC abends zwischen 18 und 19 Uhr die Tankstelle ansteuern.

Der Automobilklub hat nach eigenen Angaben die Kraftstoffpreise aller Tankstellen der vergangenen drei Monate unter die Lupe genommen und ausgewertet. Die täglichen Preiskurven weisen demnach einen ziemlich regelmäßigen Verlauf auf. Das gilt sowohl bei Benzin als auch bei Diesel.

Beide Kraftstoffsorten sind in den Nachtstunden zwischen 0 und 5 Uhr am teuersten. Erst ab dem frühen Morgen gehen die Preise wieder runter, bis sie zwischen 18 und 19 Uhr ihren Tagestiefststand erreicht haben. Nach 19 Uhr klettern die Spritpreise steil und schnell an. Gegen Mitternacht sind sie wieder auf ihrem hohen nächtlichen Niveau angelangt. Allerdings: Der ermittelte Preisverlauf stellt laut ADAC einen Durchschnittswert dar, lokale und zeitliche Abweichungen sind keine Seltenheit.

Mittelpreis schwankt täglich um 8 Cent

Der bundesweite Mittelpreis schwankt laut ADAC bei Benzin im Tagesverlauf durchschnittlich um 8,3 Cent, bei Diesel sogar um 8,7 Cent. Autofahrer, die zur günstigsten Zeit tanken, sparen somit bei einer 40-Liter-Tankfüllung im Vergleich zum teuersten Zeitpunkt deutlich mehr als drei Euro. An den klassischen Arbeitstagen sind Spannbreite und Sparpotenzial noch größer. Dann beträgt der Unterschied bei Benzin im Schnitt 8,6 Cent, bei Diesel 9,1 Cent.

Die Preisschwankungen erklärt ADAC-Experte Andreas Hölzel mit der Konkurrenzsituation der Tankstellen. „Wenn morgens der Berufsverkehr einsetzt, setzen die ersten Tankstelle ihre Preise runter, dann folgen die übrigen.“ Wenn der Verkehr am späten Abend wieder nachlässt, verteuert sich der Sprit. „Das hat auch damit zu tun, dass viele Freie Tankstellen dann schließen. Die sind ein wichtiges Korrektiv, damit die Preise nicht in den Himmel steigen.“ Die Preise würden in der Nacht wieder angehoben, damit sie morgens von einem hohen Niveau wieder sinken könnten, so Hölzel im Gespräch mit noz.de. Leidtragende der nächtlichen Höchstpreise seien vor allem Taxifahrer und Gewerbetreibende. Der Normalverbraucher tanke in der Zeit ohnehin selten.

Kleiner ist die Diskrepanz zwischen täglichem Höchst- und Tiefstpreis am Wochenende. So sackt der Benzinpreis am Sonntag im Schnitt um 7,2 Cent ab, der Dieselpreis um 7,4 Cent.

Der ADAC rät den Autofahrern, die verbesserten Informationsmöglichkeiten seit dem Start der Markttransparenzstelle im September zu nutzen. So lässt sich nicht nur Geld sparen, durch preisbewusstes Verhalten wird auch der Wettbewerb gestärkt. Das Sparpotenzial ist auch deshalb erheblich, weil die Preise – unabhängig vom Tankzeitpunkt – auch zwischen verschiedenen Tankstellen stark differieren können. Über die kostenlose App „ADAC Spritpreise“ finden Verbraucher schnell und zuverlässig die günstigste Tankstelle in der Nähe. Detaillierte Informationen über die aktuellen Spritpreise und den Kraftstoffmarkt gibt es zudem hier sowie im Mobilitäts-Blog des ADAC .