Neubau feierlich eingeweiht SuS Rhede hat wieder eine Tribüne mit Vereinsheim

Von Dirk Hellmers | 07.08.2016, 17:20 Uhr

Die ersten Gäste haben Platz genommen: Am Freitagabend hat der SuS Rhede seine neue Tribüne mit einem Fest für die Helfer und Sponsoren eingeweiht. Anschließend fand gegen den SV Surwold das erste Fußballspiel vor den neuen Sitzreihen statt.

„Das war ein Hammerjahr“, sagte SuS-Vorsitzender Franz-Josef Wotte. Vor 14 Monaten hatte er an der selben Stelle vor einem Haufen Trümmer und Asche gestanden. Jetzt begrüßte er rund 100 Gäste im neuen Vereinsheim. „Es ist noch ein wenig schlicht, aber das kommt noch“, erklärte das Vereinsoberhaupt. An der Wand klebt ein überdimensionales Vereinswappen und die Gardinen sind in den Vereinsfarben Schwarz und Weiß gehalten.

Der Großteil der Vereinsgeschichte, unter anderem einige Trophäen, ist mit dem Brand untergegangen. Darunter auch zwei Vereinsfahnen, eine noch aus Vorkriegszeiten. Übrig geblieben ist ein schwarzer Pokal in Form eines Fußballers. Die Inschrift ist schwer zu entziffern. Gewonnen wurde das kostbare Stück, nun die älteste Trophäe des Vereins, bei einer Teilnahme an einem Turnier bei BW Dörpen im Jahr 1951. „Der war nicht immer schwarz, das war mal Bronze oder Messing.“ Das andere Stück ist ein Pokal der B-Jugend für den Titel „Fußball-Kreismeister. (Weiterlesen: Feuer im Rheder Sportpark zerstört Clubraum und Umkleiden )

„Katastrophe, aber auch riesige Chance“

Aber auch ohne Schmuckstücke und vollem Trophäenschrank kann sich das neue Heim des SuS Rhede sehen lassen. „Die Tribüne sucht ihres Gleichen im Emsland“, schwärmte Hermann Wilkens, stellvertretender Vorsitzender des Kreissportbundes Emsland. Lob gab es auch vom stellvertretenden Landrat Willfried Lübs aus Werlte: „Hier ist etwas ganz Tolles entstanden.“ Der Landkreis hatte den Neubau mit 52.000 Euro unterstützt.

Wie schwierig der Weg trotz breiter Unterstützung der Behörden, Sponsoren und Mitglieder war, erklärte Wotte: „Der Totalschaden war einerseits eine Katastrophe, andererseits aber auch eine riesige Chance.“ Schnell war klar, dass die gerade sanierte Tribüne optimiert wieder aufgebaut werden sollte. „Wir standen unter Zeitdruck.“ Daher seien die Arbeiten ohne fertigen Bau- und Finanzplan gestartet worden. „Das war ein nervenaufreibendes Abenteuer“, sagte Wotte.

Großes Engagement der Vereinsmitglieder

Viel dazu beigetragen hätten auch die Mitglieder. „Grob überschlagen haben 100 Freiwillige mitgearbeitet, das sind mehr als zehn Prozent der Mitglieder“, erklärte Wotte. Einigen hätten in den 14 Monaten 500 Stunden und mehr auf dem Sportplatz verbracht. Nun steht nicht nur das Gebäude, sondern auch der Finanzierungsplan. Lediglich ein paar Zuschüsse stehen noch aus, deren Höhe noch unbekannt ist. „Aber das kriegen wir hin“, ist Wotte zuversichtlich.

Gegner des ersten Spiels vor dem neuen Gebäude war der Bezirksligist SV Surwold. Der SuS unterlag gegen das zwei Klassen höher spielende Team mit 1:2. Den ersten Rheder Torjubel löste Michael Sandmann aus. Er traf in der Schlussphase zum 1:2. Gejubelt werden soll auf den 250 Sitzschalen künftig noch häufiger.