Die Presse zum EM-Aus Englands „Hirntoter Fußball, voll von Individuen in Panik“

Von Sportredaktion | 28.06.2016, 09:44 Uhr

Dass die Presse auf der Insel nach dem Achtelfinal-Aus der Engländer bei der Fußball-EM in Frankreich nicht zimperlich mit den eigenen Fußballern umgehen würde, war zu erwarten. Und ein Stückweit muss man nach dem Auftritt der Engländer auch sagen: Zu Recht. Eine Auswahl der Pressestimmen.

 „Times“: „Nach 959 Spielen war das die demütigendste Niederlage in Englands Geschichte - gegen ein Land von 330 000 Einwohnern, trainiert von einem Zahnarzt. England hat letzte Nacht aufgehört ein Fußball-Team zu sein und ist nur noch eine Lachnummer. Das war hirntoter Fußball, voll von Individuen in Panik.“

 „Daily Mail“: „England erleidet die ultimative Demütigung durch eine beschämende Niederlage gegen den kleinsten Fisch im Turnier. Geschlagen von Island – einem Land mit der Einwohnerzahl in der Größe von Leicester. Geschlagen von Island – einem Team mit einem Teilzeit-Coach und einer Teilzeit-Fußballkultur. Geschlagen von Island – einem Team, das zuvor niemals ein K.o.-Spiel bei einem Turnier bestritten hat.“

 „Mirror“: „Brrrexit Hodgson. Völlige Demütigung. Keine Ideen, keine Überzeugung, keine Klagen – Roy Hodgons Männer sind nach einer grauenhaften Vorstellung in Nizza auf dem Weg nach Hause. Es gibt drei Dinge, die sicher sind im Leben: Tod, Steuern und mittelmäßige englische Vorstellungen in großen Turnieren.“

 „Independent“: „Der Grund, warum die Nation damit kämpft, Mitgefühl oder eine Verbindung zu vielen dieser Spieler aufzubauen, ist das Ego. Zu berühmt, zu wichtig, zu reich, zu arrogant, um die Geschwindigkeit und den Kampf anzunehmen, wenn es gegen eine der winzigsten Fußballnationen Europas geht. Das ist England.“

 „Sun“: „Ice Wallies (Eis-Trottel). Hodgson tritt nach erbärmlichem Scheitern zurück.“

 Auch im Internet war den Engländern natürlich der Spott der weltweiten Kommentar-Gemeinde sicher. Eine Auswahl hier.