OS-Bahn – vorerst nur eine Idee Osnabrück will Halbstundentakt für Nahverkehrszüge

Eine Idee, die weiterverfolgt werden soll, ist der Halbstundentakt. Das Foto zeigt von links Stadtbaurat Frank Otte, Wirtschaftsminister Olaf Lies, Kreisrat Winfried Wilkens und PlaNOS-Geschäftsführer Stephan Rolfes. Foto: PlaNOSEine Idee, die weiterverfolgt werden soll, ist der Halbstundentakt. Das Foto zeigt von links Stadtbaurat Frank Otte, Wirtschaftsminister Olaf Lies, Kreisrat Winfried Wilkens und PlaNOS-Geschäftsführer Stephan Rolfes. Foto: PlaNOS

Osnabrück. Mit einem Halbstundentakt wollen Stadt und Landkreis Osnabrück die Nahverkehrszüge in der Region attraktiver machen. Die Taktverkürzung ist das wichtigste Element im OS-Bahn Konzept 2025, das jetzt mit dem niedersächsischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies erörtert wurde. Lies erklärte, die Ideen zur OS-Bahn passten gut in die aktuellen Konzepte des Landes.

Das OS-Bahnkonzept der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (PlaNOS) sieht neben dem 30-Minuten-Takt neue Haltepunkte wie Alfhausen, Belm-Vehrte und Osnabrück-Rosenplatz vor. Ein integriertes Bus-Schiene-Konzept soll optimale Umsteigemöglichkeiten bieten. Aus Umsteigebahnhöfen in Stadt und Region sollen Mobilitätspunkte werden, zu denen Park&Ride-Angebote, Bike&Ride und Carsharing-Stationen gehören. Ein weiterer Punkt sind Streckenverknüpfungen für Direktfahrten auch über das Oberzentrum Osnabrück hinaus.

Beim Zusammentreffen mit kommunalen Vertretern am Sutthauser Bahnhof bezeichnete der Minister das Bahnangebot im Nordkreis und auf dem Haller Willem als „regionale Erfolgsstory“. Der Umstand, dass die Aufgabenträger, der Landkreis, die Stadt und die Infrastrukturanbieter gemeinsam plante, sei eine gute Voraussetzung, um voranzukommen, meinte Lies.Er begrüße die Idee, Nahverkehrszüge im Halbstundentakt verkehren zu lassen, zusätzliche Haltepunkte und bessere Verknüpfungen von Bus- und Bahnverkehr herzustellen. Die Worte kamen offenbar gut an bei den Bürgermeistern und den politischen Vertretern aus der Region.

„Hier wird das Band, das zwischen Landkreis und Stadt Osnabrück auch im Sinne von Pendlerverkehren in beide Richtungen besteht, noch mehr gestärkt“, erklärte Kreisrat Winfried Wilkens. Er dankte Lies für das positive Signal und sprach sich ebenfalls dafür aus, dass alle Beteiligten zeitnah die Idee einer OS-Bahn konkretisieren sollten. Ein attraktiver Nahverkehr für die Region Osnabrück bekomme durch die Idee eines OS-Bahn-Konzepts noch mehr Bedeutung. Die geplante Verknüpfung aller Verkehrsträger werde die regionale Mobilität im Landkreis insgesamt verbessern.

Ähnlich äußerte sich PlaNOS-Geschäftsführer Stephan Rolfes. Die Idee von der OS-Bahn sei bereits in den Nahverkehrsplänen der letzten Jahre verankert. Durch die Förderprojekte des Landes zur Reaktivierung von Bahnhalten, aber auch durch die Stärkung der Regionen in Niedersachen biete sich nun die Möglichkeit, die Idee in die Wirklichkeit zu übertragen. „Gemeinsam packen wir das jetzt an!“, versprach Rolfes.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN