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Zweiter Bauabschnitt Matthiasstift in Wietmarschen vergrößert Wohnungsangebot

Von Heinz Krüssel, PM. | 25.05.2018, 15:30 Uhr

Mit Hochdruck arbeiten die Handwerker am Um- und Ausbau des Matthiasstiftes in Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Wohnungen und Patientenplätze termingerecht bezogen werden können.

Das Matthiasstift ist am 1. April 2016 mit einem neuen Konzept des eigenständigen Wohnens in Wohngemeinschaften mit ambulanter Pflege und Betreuung in Betrieb genommen worden. Insgesamt rund 2,5 Millionen Euro hat die neu gegründete GmbH seinerzeit für die Übernahme der Immobilien, den Umbau und die Sanierung des I. Bauabschnittes investiert. „Nach wenigen Monaten waren alle Wohnungen vermietet und damit die Basis für eine auch wirtschaftlich gesunde Entwicklung geschaffen“, erläuterte Alfons Eling, ehrenamtlicher Geschäftsführer der St. Matthiasstift Immobilien GmbH.

In einem Pressegespräch stellte Eling gemeinsam mit Dechant und Pfarrer Gerhard Voßhage, Bürgermeister Manfred Wellen, Aufsichtsratsvorsitzender Paul Germer, Ludger Wübben als Geschäftsführer der Pflege St. Elisabeth Lohne sowie Pflegedienstleiterin Ina Thien das Gesamtkonzept vor. Entscheidend sei, dass hier ältere Menschen in der Gemeinschaft leben könnten und vor einer Vereinsamung geschützt seien, betonten die Gesprächspartner.

Lange Wartezeiten

Nach Darstellung von Eling sind die Verantwortlichen schon zwei Jahre nach der Gründung der GmbH ermutigt worden, im Januar 2018 den zweiten Bauabschnitt anzugehen. Begründet wurde dieses mit der starken Nachfrage nach einem Wohnungsangebot mit ambulanter Pflege und Betreuung, insbesondere für Demenzkranke. Die Gesamtbaukosten für den zweiten Bauabschnitt sollen bei 1,6 Millionen Euro liegen. Die vom Stephanswerk Osnabrück erarbeiteten Umbaupläne wurden vorgestellt. Man gehe davon aus, dass vier Wohnungen zum 1. Juli und 17 weitere Wohnungen zum 1. September bezogen werden können. Ausdrücklich wies Eling auf lange Wartelisten hin.

Im Dachgeschoss des Hauses „Benedicta“ werden sechs Singlewohnungen eingerichtet. Damit werde ein Beitrag zur Behebung des großen Bedarfs in diesem Wohnungssegment in der Gemeinde Wietmarschen geleistet, so Eling. Inzwischen seien bereits vier Wohnungen vermietet. Insgesamt verfügt die Matthiasstift Immobilien GmbH künftig über 91 Wohnungen und Patientenplätze einschließlich der Tagespflege.

Pflege und Betreuung

Für alle neu geschaffenen Wohnungen gebe es ein individuelles Pflege- und Betreuungsangebot nach den Bedürfnissen der Bewohner, um damit der unterschiedlichen Schwere der Erkrankung, insbesondere bei Demenzkranken Rechnung zu tragen, betonten die Gesprächspartner. Die „Pflege St. Elisabeth Lohne“ stehe auch für die geplanten neuen Einrichtungen für die Betreuung und Pflege zur Verfügung. Bekanntlich seien alle Bewohner des Hauses frei in der Auswahl des Pflegedienstes. Ludger Wübben zeigte sich zuversichtlich, dass man für die weitere Entwicklung gutes Personal finden werde.

Wellen: Positive Stimmung

Nach Aussage von Pfarrer Voßhage ist die Pfarreiengemeinschaft sehr dankbar, was hier auf den Weg gebracht worden sei. Ausdrücklich würdigte er die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. In der Gemeinde sei eine positive Stimmung über die innovativen Ansätze im Matthiasstift, betonte Bürgermeister Manfred Wellen. Insgesamt sei die Gemeinde sowohl für die junge als auch für die ältere Generation gut aufgestellt.

Die Einweihung ist für Sonntag, 26. August um 10.30 Uhr mit Bischof Franz-Josef Bode terminiert. Zugleich wird das fünfjährige Bestehen der Pfarreiengemeinschaft gefeiert. Nachmittags ist in der Zeit von 14 bis 18 Uhr ein „Tag der offenen Tür“ vorgesehen.

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